Zur Übersicht Berichte

Transsibirische Eisenbahn – Legende, Mythos und eines der großen Reiseerlebnisse

Sie ist 9288 km lang von Moskau bis Wladiwostok oder 7800 km von Moskau bis Peking. Die Fahrt dauert eine ganze Woche, wenn man unterwegs nicht aussteigt. Sie verbindet zwei Kontinente und bis zu 7 Zeitzonen. Im Winter kann das Thermometer unter -40°C sinken, im Juli bis +35°C steigen. Viele Mythen und Legenden gibt es über sie. Die Rede ist von der Transsibirischen Eisenbahn, der längsten Eisenbahnstrecke der Welt.

Bericht_Transsib_Löbel_Lake Baikal Panorama 900X500

Zar Nikolaus II. erkannte frühzeitig die Bedeutung der Eisenbahn für den Zusammenhalt des Russischen Reiches und die Ausbeutung der Naturschätze Sibiriens und legte im Mai 1891 den Grundstein zum Bau der Transsibirischen Eisenbahn in Wladiwostok. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurde gleichzeitig an mehreren Abschnitten gebaut. Im Jahr 1916 wurde der letzte Abschnitt, die Baikaluferbahn fertiggestellt und damit der europäische mit dem asiatischen Teil Russland durch durchgehende Züge verbunden.
Noch heute ist die Transsibirische Eisenbahn eines der letzten großen Reiseabenteuer der Welt. Obwohl Millionenstädte wie Jekaterinburg, Novosibirsk, Irkutsk entlang der Transsibirischen Eisenbahn liegen, ist die gesamte Route touristisch so gut wie unerschlossen. Kreative Reiseveranstalter haben daher eine clevere Lösung geschaffen, wie man die Transsibirische Eisenbahn trotzdem mit Komfort, bequem und sicher bereisen kann: mit einem speziell auf die Bedürfnisse von Touristen zusammengestellten Sonderzug. Saubere Wagen neuster Bauart, mehrere Restaurantwagen, in denen Spezialitäten der russischen Küche dargeboten werden, einem Barwagen als Treffpunkt am Abend und einem Raum für spannende Vorträge über Kulturelles, Land und Leute. Wie bei einer See-Kreuzfahrt gibt es bei dieser „Kreuzfahrt auf Schienen“ tägliche Ausflüge. Der Sonderzug legt mehrstündige Stopps ein, die Reisenden unternehmen abwechslungsreiche Besichtigungstouren und lernen Vieles kennen, was der Flugreisende nicht zu Gesicht bekommt. „Katharina die Große“ heißt der Sonderzug, mit dessen Hilfe der Lebenstraum Transsib sich verwirklichen lässt.

Bericht_Uhlig_Transsib_Gobi Desert 3_900x500

Die Transsib, wie die längste Bahnstrecke liebevoll abgekürzt genannt wird, bietet neben der Hauptmagistrale nach Wladiwostok am Pazifischen Ozean auch Abzweigungen nach China, über die Mandschurei und die Mongolei. Die abwechslungsreichste Route führt zunächst bis zum Baikalsee durch Sibirien und zweigt dann bei Ulan Ude nach Süden ab, um über die Trans-Mongolische Eisenbahn durch die Mongolei nach China zu kommen. Dabei werden die grünen Hochebenen der Mongolei, die Steppen der Mongolei und die Wüste Gobi durchquert. Drei Kulturen, die russische, die mongolische und die chinesische sind so auf einer einzigen Reise zu erleben. Ein Geheimtipp für Kenner: am bequemsten ist die Reise in der „umgekehrten“ Richtung von Ost nach West, weil man mehrfach durch Zeitzonenwechsel eine Stunde gewinnt, dadurch längere Tage erlebt mehr Zeit für die täglichen Ausflüge hat.
Seien Sie dabei und buchen Sie jetzt das Abenteuer Transsibirien-Express!

Abenteuer Spitzbergen Zur Übersicht “Berichte” Westkanada – von den Rockies zum Pazifik