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Sizilien und Liparische Inseln – Segelreise auf der Rhea

Wir kamen mit dem ersten Flug am früheren Morgen in Catania an und hatten uns zu einem Bus-Transfer nach Syrakus entschlossen. Das klappte auch sehr gut und günstig und so kurz vor 11h kamen wir am Tag der Einschiffung in Syrakus am Busbahnhof an; von dort gingen wir zu Fuß zur Anlegestelle der Großyachten auf der Insel Ortigia, die auch Syrakus‘ Altstadt darstellt. Wir gaben unser Gepäck dann so gegen 11h auf der Rhea ab und erkundeten danach noch Ortigia bei hohen sommerlichen Temperaturen. So gegen 17h waren wir fertig damit und wollten eigentlich nur noch auf das Schiff.
Ab 18h auf dem Schiff gab es kurze Einweisungen der Crew, auch die Mitreisenden wurden begrüßt und von da an begann das Kennenlernen aller an Bord befindlichen Personen.
An Bord wurde schnell klar, dass alles sehr locker ablaufen würde, die Mitreisenden waren in guter Stimmung, die Crew auch und auch der Reisebegleiter Steffen von Zeit-Reisen war sehr gut drauf und sofort im Gespräch mit uns und anderen zu diversen Themen vertieft.

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Die erste Nacht wurde am Kai verbracht und morgens erfolgte die Abreise zur See. Das Programm des Tages wurde jeweils morgens beim Frühstück besprochen und abgestimmt und so ging es los. Mitreisende Segler wurden aufgefordert, bei Interesse beim Segeln mitzuhelfen und erste Einweisungen in das doch recht riesige Segelschiff erfolgten. Aber alles lief sehr cool und gemächlich ab.
Wir fuhren zunächst unter Maschine (im August gibt es im dortigen Revier recht wenig Wind) Richtung Ätna. Steffen hatte einen Bus organisiert und so wurden wir mit den Dinghis (wie auch später noch des Öfteren) an Land gebracht und fuhren mit dem gecharterten Bus erst zur Basisstation der Ätna-Seilbahn. Dort bestiegen wir in zwei Gruppen zwei verschiedene Nebenkrater und hatten unseren ersten Kontakt zum Vulkanismus Siziliens.

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Während die Crew das Schiff weiter nach Norden bewegte, fuhren wir noch bis Taormina, das wir kurz besichtigten. Highlight dort war sicher der Besuch des griechisch-römischen Amphitheaters mit fachkundiger Führung und Erläuterung durch Steffen. Der Besuch der Alcantara-Schlucht erwies sich angesichts des italienischen Massenandrangs als keine gute Idee und wir brachen das Vorhaben dort ab. Der Bus brachte uns zurück zum Transferpunkt für das Schiff, wo wir die nächste Mahlzeit (grandios übrigens, Christian, der Koch!) einnahmen. Die Straße von Messina wurde nachts passiert, sodass wir viel Zeit für die liparischen Inseln und deren Vulkanismus hatten.

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Bei Wind wurde gesegelt, bei Flaute unter Maschine gefahren, dabei stellte sich nach kurzer Zeit bereits die totale Entschleunigung ein. Die Crew war gut gelaunt und sehr serviceorientiert, die Mitreisenden waren ebenfalls gut drauf und jeder für sich entspannt. Das Essen und die Drinks waren sehr schmackhaft, das Programmangebot genau passend. Zwischendurch gab es viele Badepausen im tiefblauen Meer, mit SUP, Kajaks, Schnorcheln (inkl. archäologischer Suche) usw.. Delphine und große Meerschildkröten wurden unterwegs gesichtet, ein frisch gefangener Thunfisch von einem Fischerboot übernommen (gekauft) und später vom Smutje Christian bestens zubereitet und serviert. Die angesteuerten Inseln boten viel Abwechslung, entweder rezenten Vulkanismus, aber auch nette Orte, die wir durchschlenderten und deren Eisdielen wir testeten. Das unter Segeln im Wind dahingleitende Schiff wurde von den Dinghis aus fotografiert, jede Menge Action, aber eben nicht zu viel davon und für jeden nach seinem Gusto. Und so verging die Woche langsamer als gedacht und mit einem hohen Erholungsfaktor, auch schon nach nur einer Woche.

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Am Ende der Seereise legte die Rhea wieder in Syrakus an, mit dem Captain’s Dinner fand die Reise ihren krönenden Abschluss. Am nächsten Morgen begann die allmähliche Abreise, einige von uns konnten noch den archäologischen Park mit einem noch größeren, griechischen Amphitheater, Dyonisos‘ Ohr und Archimedes‘ Grab besichtigen. All das unter der fachkundig archäologischen Führung von Steffen, dem zeitreisenden Begleiter. An dieser Stelle will ich auch noch erwähnen, dass es täglich kurze Vorträge von ihm gab, denen man gerne lauschte, weil sie keinesfalls überfrachtet und langweilig, sondern im Gegenteil kurzweilig bis spannend waren. Zuletzt wurden Adressen getauscht und Pläne geschmiedet, für die nächste Reise mit einem Großsegler, vielleicht mal 2 Wochen über Weihnachten und Jahreswechsel in der Karibik? Wer weiß!

Die von uns gebuchte Verlängerungswoche an Land stellte sich im Nachhinein als zu lang heraus, wobei jedoch ein selbst geplanter Ausflug per lokalem Zug nach Noto sicher ein zusätzliches Highlight war.

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~ Ulrich Giese, ZEIT-Reisender

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