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Salzburg im Winter

Selbstverständlich gibt es in der kalten Jahreszeit, wenn die Tage kürzer, kälter und nicht immer sonnig sind, auch in der Stadt Salzburg Aktivitäten, die vorzugsweise im Freien ausgeführt werden: Für Kinder ist das zum Beispiel Eislaufen im Herzen der Stadt, direkt vor dem Dom und dem Glockenspiel am Mozartplatz, oder Rodeln gleich neben dem Schloss Leopoldskron. Hundebesitzer und gut Beschuhte drehen ihre Runden auf den beiden Hausbergen – dem Mönchs- oder dem Kapuzinerberg–, wobei auf Ersterem ein Abstecher in das Museum der Moderne eine gute Aufwärmpause sein kann. Shopping und Bummeln auf beiden Seiten der Salzach ist etwas für die nicht ganz so sportlich Ambitionierten, wobei sich das zwischen den beiden in allerbester österreichischer Tradition verankerten Wärmepunkten Café Tomaselli auf der einen und Café Bazar auf der anderen Seite als wahlweisen Anfangs- oder Endpunkten besonders anbietet.

Strahlende Welten, herzerwärmende Wohlfühlatmosphäre gemischt mit dem rechten Maß an Emotion erlebt man winters auch in Salzburg vor allem im Inneren. Den fulminanten Höhepunkt dafür bietet jedes Jahr die Mozartwoche, die in intimstem Rahmen großen Raum schafft für ein internationales Publikum ebenso wie für Künstler von Weltrang, für Kammermusik wie für Orchesterkonzerte, für Oper, Alte und Neue Musik aber auch für ausgesuchte Filmprogramme, Führungen zu den Schätzen der Mozart-Autografe und durch die Mozart-Museen oder für gesellschaftliche Ereignisse in exquisitem Ambiente.

Der besondere Reiz der Mozartwoche, die seit 1956 jährlich knapp zwei Wochen lang rund um Mozarts Geburtstag am 27. Januar stattfindet, liegt vielleicht darin begründet, dass die Stiftung Mozarteum Salzburg als „Hüterin des Erbes Mozarts“ und damit des größten Teils der heute noch existierenden Originaldokumente, originalen Instrumente und Bilder Mozarts und seiner Familie, dieses Festival mit einem besonderen Anspruch auf allerhöchstem Niveau veranstaltet, programmiert und gestaltet. Bestimmt trägt auch die Jahreszeit, die dazu animiert, das Innen behaglich, warm und lebendig zu gestalten, das ihre dazu bei, dass die Begegnung von Musik, Kunst, Künstlern und Publikum hier so besonders innig und nahe ist, wie man das nur selten erleben kann.

Dieser Kontext verzaubert die Freiluftaktivitäten in der winterlichen Festspielstadt, das Hin und Her zwischen linkem und rechtem Salzachufer, dem Großen Festspielhaus und dem Mozarteum, dem Solitär und dem Haus für Mozart, mit sinnvoll-sinnlichem Flair. Auf diesen Wegen liegen auch die Mozart-Museen, die beiden oben genannten Kaffeehäuser, behagliche Hotels und Orte für lukullische Genüsse.

Mozart war kein Österreicher, er war Salzburger, betonen viele Salzburger. Wer dem wohl berühmtesten Salzburger nachspüren will, kommt am besten während der Mozartwoche.

Ihr
Matthias Schulz
Kaufmännischer Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum Salzburg

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