Luftaufnahme einer mittelalterlichen Wehrkirche mit mehreren spitzen Türmen, umgeben von einer ringförmigen Mauer und viel Grün. Im Hintergrund liegen sanfte Hügel und ein Dorf. Die Szene strahlt historische Atmosphäre und landschaftliche Idylle aus.
Zwei Braunbären, ein adultes Tier und ein Jungtier, stehen nebeneinander auf einer grünen Wiese vor dichtem Nadelwald. Im Vordergrund wachsen Gräser und vereinzelte Wildblumen. Die Szene strahlt Ruhe und natürliche Wildnis aus, typisch für die rumänischen Karpaten.
Luftaufnahme einer mittelalterlichen Kirchenburg in Siebenbürgen, Rumänien, umgeben von einer Mauer und Türmen mit roten Dächern. Im Vordergrund ein kleiner Friedhof, weite grüne Landschaft und Hügel im Hintergrund, klarer blauer Himmel.
Auf einem rustikalen Holztisch im Freien stehen rumänische Spezialitäten: Maisbrei, Käse, Fleischgerichte, Gemüse wie Radieschen und Tomaten, sowie Tongefäße. Dazu Tonkrug, Blumen und bunte Stoffe im Hintergrund, einladend angerichtet, ländliche Picknick-Atmosphäre.
Sanfte Hügellandschaft Siebenbürgens im Herbst, von Morgensonne beleuchtet. Grüne und orange Bäume, grasbewachsene Hügel, im Hintergrund neblige Täler und Berge unter farbenprächtigem Himmel. Eindrucksvolle Natur und Weite, ideal für Wander- und Naturliebhaber.
Weitläufiger, gepflasterter Marktplatz in Sibiu/Hermannstadt bei Sonnenuntergang, gesäumt von historischen Gebäuden mit roten Dächern und einer Kirche mit Turm. Viele Menschen sind unterwegs, der Himmel zeigt sanfte Pastellfarben, Straßenlampen stehen verteilt.

Siebenbürgen entdecken

  • Dauer: 10 Tage
  • Termine: 22.05.2027, 15.08.2027, 24.09.2027
  • Preis ab: 2.980 EUR
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 10, Max. 14
  • Reise-Code: 181
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Höhepunkte der Reise

  • Hermannstadt und Schäßburg – sächsische Altstädte, Stadtführungen, europäische Geschichte
  • Kirchenburgen und Dörfer – Michelsberg, Viscri, Prejmer: gelebtes Erbe und Handwerk
  • Karpaten und Piatra Craiului – Urwaldwanderungen, Zărnești-Schlucht und Bärenbeobachtung
  • Menschen und Initiativen – Bauern, Pfarrer, Stiftungen: Einblicke in Rumäniens ländlichen Wandel
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Karte / Umgebung:

Detailreiche Reisekarte: Reiseverlauf durch Siebenbürgen, Rumänien, inklusive Orte Sibiu, Sighisoara, Viscri, Prejmer, Kirchenburgen, Karpaten, Urwald, Zarneschter Klamm. Icons zeigen Wanderungen, Flugverbindungen und Schutzgebiete; kleine Übersichtskarte von Europa unten links.

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Reise-Code: 181

Hermannstadt, Kirchenburgen und Wege in die Karpaten

Altstädte und Kirchenburgen, lebendige Dörfer, Schafherden in den Karpaten und einer der letzten Urwälder Europas: Diese Reise verbindet Stadterlebnisse und Begegnungen mit Wanderungen im Piatra-Craiului-Nationalpark und Einblicken in Naturschutzprojekte sowie in das Zusammenleben der Kulturen.

Siebenbürgen ist ein europäisches Grenzland im besten Sinne: Hier haben Rumänen, Siebenbürger Sachsen, Ungarn, Szekler und andere Volksgruppen über Jahrhunderte eine Kulturlandschaft geschaffen, in der Sprachen, Konfessionen und Traditionen dicht beieinanderliegen. Städte wie Sibiu/Hermannstadt oder Sighișoara/Schäßburg, Dorfkirchen mit Wehrmauern, Klöster und Bauernhöfe zeugen von dieser Geschichte – und von einer Region, die sich seit 1989 neu orientiert. Gleichzeitig schützt Siebenbürgen einen Naturraum, wie er in Europa selten geworden ist: große Wälder in den Karpaten, traditionelle Weidewirtschaft und eine Tierwelt, in der Braunbären, Wölfe und Luchse noch vorkommen. Projekte und lokale Initiativen zeigen, wie hier versucht wird, Kultur- und Naturerbe in die Zukunft zu führen.

Diese Reise verbindet beide Linien. Sie erleben Hermannstadt und Schäßburg mit ihren Türmen und Museen; besuchen Kirchenburgen, Zisterzienserkloster und orthodoxe Wallfahrtsorte; sprechen mit Pfarrern, Kuratoren, Journalistinnen, Bauernfamilien und Naturschützern. Leichte bis mittelschwere Wanderungen führen zu Sennhütten und durch Schluchten im Piatra-Craiului-Nationalpark, eine geführte Tour in den Urwald mit Bärenbeobachtung macht die Karpaten als Ökosystem greifbar. So entsteht ein vielschichtiges Bild von Siebenbürgen – als Landschaft, als Kulturraum und als Labor dafür, wie ländliche Regionen in Europa ihren Weg zwischen Bewahren und Verändern suchen.

Reisebegleiterin: Radu Zaharie

Radu Zaharie kennt Siebenbürgen und die Karpaten wie seine Westentasche. Als Reiseleiter und Bergführer organisiert er Kultur- und Wanderreisen. Radu Zaharie versucht den Tourismus zu fördern – genauer gesagt den sanften Tourismus, zu dem Aktivitäten in der Natur genauso gehören wie tiefe Einblicke in die besondere Geschichte Siebenbürgens. Als eines der ärmsten Länder der Europäischen Union ist Rumänien umso mehr auf diese Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. „Meine Touren sind mehr als einfache Reisen – sie sind Momente der Atempause, der Reflexion und der tiefen Verbindung mit den Orten und Menschen um uns herum; authentische Erlebnisse, in denen Ruhe, Natur, Kultur und Tradition in einem aktiven und dynamischen Rahmen miteinander verschmelzen.“

Reiseverlauf

Sie erreichen Sibiu, das frühere Hermannstadt, eine der wichtigsten Städte der Siebenbürger Sachsen. Nach dem Check-in im Hotel bleibt Zeit, kurz durchzuatmen und die Lage im historischen Zentrum zu nutzen: Schon wenige Schritte genügen, um erste Blicke auf Plätze, Dächer und Türme zu werfen. Am Abend lernen Sie Ihren Reiseleiter Radu Zaharie bei einem gemeinsamen Essen in einer traditionellen Gaststätte kennen. Er skizziert die kommenden Tage und gibt einen ersten Einblick in Geschichte und Gegenwart Siebenbürgens. Zwischen deftiger Küche und Gesprächen über Stadt, Dörfer und Berge entsteht ein erstes Gefühl dafür, wie eng hier Lebenswelt und Geschichte verbunden sind. Ein anschließender Spaziergang durch die Altstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen, Laubengängen und den charakteristischen Augen in den Dächern rundet den Tag ab. (A)

Am Vormittag erkunden Sie Hermannstadt. Die Staffelung von Unterer und Oberer Stadt, die großen Plätze mit ihren Bürgerhäusern, die evangelische Stadtpfarrkirche und orthodoxe Kathedrale zeigen die kulturelle Mischung der Stadt. Ihre Reiseleitung erzählt von der Rolle von Sibiu/Hermannstadt als Handelszentrum, vom Leben der Siebenbürger Sachsen und vom Wandel nach 1989, als viele Familien auswanderten, andere blieben, wieder andere zurückkehrten. Am Nachmittag führt die Route in die Umgebung. In Cisnădie (Heltau) und kleineren Orten der Mărginimea Sibiului lernen Sie Kirchenburgen kennen – befestigte Kirchen, die in Zeiten osmanischer Angriffe als Zufluchtsorte dienten. In Cisnădioara/Michelsberg, einem fast vollständig erhaltenen sächsischen Dorf, besuchen Sie die Dorfkirche und sprechen mit dem Kurator der Gemeinde über Alltag, Schrumpfung und Restaurierung. Abends sind Sie bei einer siebenbürgisch-sächsischen Familie in Michelsberg zum Essen eingeladen. Bei Hausmannskost und im kleinen Rahmen ergeben sich Gespräche über das Leben zwischen Tradition, Weggehen und Wiederankommen mit Erkenntnissen, die so nicht im Reiseführer stehen. (F/-/A)

Heute fahren Sie nach Rășinari, einem Hirtendorf am Rand der Karpaten. Hier prägen Schafhaltung und Käseproduktion bis in die Gegenwart den Alltag. Ein Besuch im Dorfmuseum vermittelt, wie eng Handwerk, religiöse Feste und Jahreszeiten miteinander verzahnt sind. Der Begriff Transhumanz – der saisonale Zug der Herden zwischen Winterweiden im Tal und Sommerweiden in den Bergen – gewinnt hier konkrete Gestalt. Eine Wanderung führt anschließend hinauf in die Berge. Der Weg steigt gleichmäßig an, vorbei an Weiden, Streuobstwiesen und ersten Waldsäumen. Oben erreichen Sie eine Sennhütte, in der während der Saison Käse hergestellt und bei Bedarf über offenem Feuer gekocht wird. Sie probieren einfache Speisen, erleben den Arbeitsalltag der Hirten und erfahren, wie sich diese Form der Viehwirtschaft in Zeiten von Klimawandel und Arbeitsmigration verändert. Am späten Nachmittag kehren Sie nach Sibiu zurück. Abends sind Sie in einem Museum zu Gast, wo Sie ein Journalist oder eine Journalistin durch die Ausstellung führt und über Medienlandschaft, Politik und die Rolle der Städte in Rumänien spricht. So ergänzen sich Eindrücke von Dorf- und Stadtleben. (F/-/A)

Wanderung: ca. 7 km, ca. 4 Std, ca. +/– 350 Hm

Sie verlassen Sibiu in Richtung Südwesten. Unterwegs öffnen sich Blicke auf das Fogarascher Gebirge und den südlichen Karpatenzug, der Sie in den nächsten Tagen begleiten wird. In Avrig besichtigen Sie die Sommerresidenz des Barons Samuel von Brukenthal, Gouverneur Siebenbürgens im 18. Jahrhundert. Schloss und Parkanlage verweisen auf die habsburgische Epoche und ihren Einfluss auf Verwaltung, Architektur und Gartenkunst. In Cârța/Kerz besuchen Sie die Ruine der Zisterzienserabtei, eines der frühesten gotischen Bauwerke Siebenbürgens. Im Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer (angefragt) geht es um die Geschichte des Ortes und um heutige Gemeinde- und Kulturarbeit zwischen Ruine, Friedhof und Dorf. Ein weiterer Punkt auf dem Tagesprogramm führt Sie zum Kloster Brâncoveanu, einem wichtigen rumänisch-orthodoxen Wallfahrtsort, und in das Ikonenmuseum, in dem die orthodoxe Bildtradition sichtbar wird. Am späten Nachmittag erreichen Sie Șinca Nouă und Ihre Unterkunft Equus Silvania, eine von Barbara und Christoph Promberger geführte Eco-Pension. Das Haus ist eng mit der Foundation Conservation Carpathia verbunden, die sich für den Schutz der Südkarpaten und die Schaffung eines großflächigen Waldnationalparks einsetzt. Hier lernen Sie einen Ort kennen, an dem Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz bewusst zusammen gedacht werden. (F/–/A)

Der Vormittag gehört der Landwirtschaft vor Ort. In kleinen Betrieben wird vieles noch mit Pferd und von Hand bewältigt. Eine Bauernfamilie zeigt Ihnen Hof, Felder und Stall und spricht über Arbeitsalltag, Marktpreise, EU-Agrarpolitik und die Frage, warum die Kinder bleiben oder gehen. So entsteht ein realistisches Bild ländlicher Ökonomie abseits romantischer Vorstellungen. Später geht es in den Wald – geführt von einem Mitarbeiter der Foundation Conservation Carpathia. Auf einer Wanderung durch den Primärwald erfahren Sie, wie ein naturnahes Waldökosystem aussieht, wenn es nicht auf schnellen Holzertrag ausgerichtet ist: Totholz, stehende und liegende Stämme, unterschiedliche Altersstufen. Der Ranger erläutert, wie Schutzgebiete ausgewiesen werden, welche Konflikte mit Forstwirtschaft und Jagd bestehen und welche Rolle internationale Förderprogramme spielen. Der Tag endet mit einem besonderen Moment: Von einem Hochsitz aus haben Sie – mit etwas Glück – die Gelegenheit, freilebende Braunbären in sicherer Distanz zu beobachten. Ein Einblick in ein Europa, in dem große Beutegreifer noch eine selbstverständliche Rolle im Ökosystem spielen. (F/–/A)

Wanderung: ca. 4 km, ca. 2,5 Std., ca. +/– 250 Hm

Sie fahren weiter ins Burzenland bei Brașov/Kronstadt. In Zărnești werden Sie im Bärenschutzgebiet Libearty erwartet. Hier leben Braunbären, die aus Zirkussen, privaten Haltungen oder viel zu kleinen Gehegen gerettet wurden. Auf einem geführten Rundgang erfahren Sie, wie das Areal von 69 Hektar Wald strukturiert ist, welche Haltungsprinzipien gelten und warum das Projekt international als vorbildlich gilt – und zugleich eine Diskussion über den richtigen Umgang mit Wildtieren in menschlicher Obhut anstößt. Zum Mittagessen sind Sie im Gemeindehof von Vulcan/Wolkendorf zu Gast und besuchen anschließend die dortige Kirchenburg. Als typische Wehrkirche des Burzenlandes zeigt sie die andere Seite der Karpatenregion: bäuerliche Verteidigungsarchitektur, Vorratskammern in den Ringmauern, Inschriften aus der sächsischen Vergangenheit. Am Nachmittag führt ein erster Spaziergang in den Piatra-Craiului-Nationalpark. Die Landschaft öffnet sich, Kalksteinfelsen und Bergwiesen wechseln sich ab. Am Abend beziehen Sie Ihre Unterkunft Villa Hermani im Bergdorf Măgura – ein von deutschrumänischen Gastgebern geführtes Eco-Hotel auf gut 1.000 Meter Höhe.(F/M/A)

Ein Tag in der Natur. Eine Wanderung führt Sie in die Zărnești-Schlucht, eine enge Kalksteinschlucht mit bis zu 200 Meter hohen Wänden. Der Weg verläuft zunächst bequem am Talboden, später über steilere Abschnitte. Die Felsen zeigen typische Karstformen, Spalten, Nischen und Überhänge; Ihre Begleitung erläutert, wie der Kalk entstanden ist und welche Pflanzen- und Tierarten sich an diese Umgebung angepasst haben. Unterwegs sprechen Sie mit Rangerinnen oder Rangern des Nationalparks über Aufgaben, Finanzierung und die Balance zwischen Schutz und Nutzung. Themen wie Weiderechte, Holznutzung, Jagd und Tourismus machen deutlich, dass ein Schutzgebiet immer auch ein Raum der Aushandlung zwischen unterschiedlichen Interessen ist. Am Abend wird es persönlicher: In der Villa Hermani berichten Ihre Gastgeber Hermann und Katharina Kurmes von ihrer eigenen Geschichte zwischen Siebenbürgen, Auswanderung nach Deutschland und Rückkehr. Dabei geht es um deutsches Erbe in der Region, um die Welle der Emigration nach 1989 und um aktuelle Initiativen, die Kirchenburgen, Dorfgemeinschaften und Landschaft bewahren wollen. (F/–/A)

Wanderung: ca. 8 km, ca. 4 Std., ca. +/– 400 Hm

Sie verlassen das Piatra-Craiului-Gebiet und fahren über das Burzenland nach Norden. Unterwegs besuchen Sie weitere Unesco-geschützte Kirchenburgen. Die Anlage von Prejmer/Tartlau gilt als größte und eine der am besten erhaltenen Wehrkirchen Südosteuropas. Dicke Mauern, Schießscharten und übereinanderliegende Stuben in den Ringmauern zeigen, wie sich die Dorfgemeinschaft im Ernstfall organisierte. In Viscri/Deutsch-Weißkirch erleben Sie ein Dorf, das zum Symbol für Restaurierung und sanften Tourismus geworden ist. Traditionelles Handwerk – etwa Schmiede- und Bäckereibetriebe oder die bekannten handgestrickten Viscri-Socken – wird hier bewusst gepflegt. Beim Besuch der Wehrkirche und bei einem Picknick bei einer Familie wird deutlich, wie sehr Tourismus Chancen eröffnet und gleichzeitig neue Spannungen schaffen kann. Am Abend erreichen Sie Sighișoara/Schäßburg. Die Altstadt mit ihren Gassen, dem Stundturm und farbigen Bürgerhäusern gilt als einer der schönsten historischen Stadtkerne Rumäniens. (F/M/A)

Am Vormittag erkunden Sie Sighișoara/Schäßburg zu Fuß. Die befestigte Oberstadt mit ihren Zunfttürmen, der Bergkirche und den Gassen vermittelt eindrücklich das Bild einer mittelalterlichen Handelsstadt. Ihre Reiseleitung knüpft die Fäden der letzten Tage zusammen: Städte, Dörfer und Kirchenburgen als Teil einer gemeinsamen Geschichte. Ein Gespräch mit Vertreterinnen oder Vertretern des Mihai Eminescu Trust (MET) vertieft den Blick. Die Stiftung engagiert sich seit Jahren für den Erhalt des baulichen Erbes und für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gemeinden. Sie erfahren, wie Restaurierungsprojekte organisiert werden, wie Dorfprogramme funktionieren und welche Rolle internationale Partner dabei spielen. Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Sibiu. Dort bleibt Zeit für individuelle Erkundungen – vielleicht ein Besuch in einem der Museen oder ein Kaffee auf dem Großen Ring. Beim gemeinsamen Abschiedsabendessen in einem guten Altstadtrestaurant können Sie sich erinnern, wie viele Geschichten, Gesichter und Landschaftsbilder diese Reise zusammengeführt hat. Die Kirchenburg von Biertan/Birthälm mit ihren drei Wehrmauern, acht Türmen und dem größten Flügelaltar Siebenbürgens steht dabei beispielhaft für das kulturelle Erbe der Region, auf das Sie nun mit anderem Blick schauen. (F/–/A)

Heute heißt es Abschied nehmen von Siebenbürgen. Je nach Abflugtermin bleibt eventuell noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Hermannstadt, bevor der Transfer Sie zum Flughafen bringt. Sie reisen mit Bildern von Altstädten, Dörfern und Bergen im Kopf – und mit dem Eindruck, einer Region begegnet zu sein, in der europäische Geschichte und aktuelle Fragen von Land, Natur und Zusammenleben eng ineinandergreifen. (F)

Wir nehmen auch Buchungen für Einzelplätze in Doppelzimmern entgegen. Die Buchung und Rechnungsstellung erfolgen hierbei zunächst auf Basis eines Einzelzimmers. Sollte sich bis zur Abreise eine Partnerin bzw. ein Partner für das Doppelzimmer gefunden haben, schreiben wir Ihnen den Einzelzimmerzuschlag gut und erstatten diesen.

Bedingt durch Weg- und Wetterverhältnisse sowie eventuelle einheitliche Teilnehmerwünsche, kann es vor Ort zu spontanen Programmänderungen kommen.

Siebenbürgen – ein Landstrich an der Kreuzung großer Kulturen und Imperien

Siebenbürgen ist eine der geschichtsträchtigsten und kulturell vielfältigsten Regionen Europas. Seit Jahrhunderten treffen hier unterschiedliche Völker, Religionen und Traditionen aufeinander. Durch seine Lage zwischen Mittel-, Ost- und Südosteuropa war das Land stets ein Bindeglied zwischen den großen Kulturräumen und wurde von verschiedenen Reichen und Herrschern geprägt.


Nach der Zeit der Daker und Römer gehörte Siebenbürgen über viele Jahrhunderte zum Königreich Ungarn. Im 12. und 13. Jahrhundert wurden deutsche Siedler aus dem Mosel-, Rhein- und Luxemburger Raum ins Land gerufen. Diese Siedler wurden später unter dem Namen Siebenbürger Sachsen bekannt – auch wenn sie nicht ausschließlich aus Sachsen stammten. Ihre Aufgabe war es, die Grenzen des Königreichs zu sichern, neue Siedlungen zu gründen sowie Handel und Handwerk zu fördern.


Die Siebenbürger Sachsen entwickelten zahlreiche Städte wie Hermannstadt (Sibiu), Kronstadt (Brașov), Schäßburg (Sighișoara), Mediasch (Mediaș) und Bistritz (Bistrița) zu bedeutenden Handels- und Kulturzentren. Sie errichteten imposante Kirchenburgen, Stadtmauern und Wehranlagen, von denen viele bis heute hervorragend erhalten sind und zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Ihr Fleiß, ihre handwerklichen Fähigkeiten und ihre gut organisierte Selbstverwaltung machten sie über Jahrhunderte zu einer tragenden Säule der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Siebenbürgens.


Neben den Siebenbürger Sachsen prägten auch Rumänen, Ungarn, Szekler, Armenier, Juden und Roma das Leben in dieser Region. Jede Volksgruppe brachte ihre Sprache, ihre Religion, ihre Baukunst, ihre Bräuche und ihre kulinarischen Traditionen mit. So entstand eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt, die Siebenbürgen bis heute seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.


Auch das Osmanische Reich und später die Habsburgermonarchie hinterließen deutliche Spuren. Diese wechselvolle Geschichte spiegelt sich in den Städten, Burgen, Kirchen, Klöstern und Dörfern wider und macht jede Reise durch Siebenbürgen zu einer faszinierenden Entdeckungsreise durch die europäische Geschichte.


Bis heute begegnet man dem Erbe der Siebenbürger Sachsen auf Schritt und Tritt: in den liebevoll restaurierten Altstädten, den beeindruckenden Kirchenburgen, den traditionellen Bauernhöfen und nicht zuletzt in der regionalen Küche und der ausgeprägten Gastfreundschaft. Siebenbürgen ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie das Zusammenleben verschiedener Kulturen über viele Jahrhunderte eine einzigartige Landschaft und eine eigene Identität schafft.


Wanderungen

Um die Natur der Region kennenzulernen, haben wir drei unterschiedliche Wanderungen ausgearbeitet. Die anspruchsvollste der drei Wandertouren findet am 7. Tag statt. Die Zarneschter Klamm ist ein beeindruckender Kalkstein-Canyon im Piatra-Craiului-Gebirge Die bis zu 200 Meter aufragenden Felswände erstrecken sich über mehrere Kilometer und bieten eine spektakuläre, aber leicht zugängliche Kulisse (ca. 8 km, ca. 400 Höhenmeter, Dauer etwa 4 Std.)


Kulinarische Vielfalt – Siebenbürgen mit allen Sinnen genießen

Die Gastronomie vor Ort ist ein wesentlicher Bestandteil der einzigartigen multikulturellen Identität Siebenbürgens. Über Jahrhunderte hinweg haben Rumänen, Siebenbürger Sachsen, Ungarn und weitere Volksgruppen ihre kulinarischen Traditionen gepflegt und weiterentwickelt. Das Ergebnis ist eine abwechslungsreiche, herzhafte und geschmackvolle Küche, die die kulturelle Vielfalt dieser Region auf besonders genussvolle Weise widerspiegelt.


Während unserer Reise entdecken wir die unterschiedlichen Küchen Siebenbürgens und haben zahlreiche Gelegenheiten, landestypische Spezialitäten zu probieren. Freuen Sie sich auf traditionelle rumänische Gerichte ebenso wie auf siebenbürgisch-sächsische und ungarische Köstlichkeiten – frisch zubereitet, nach überlieferten Rezepten und mit viel Liebe serviert.


Zu den kulinarischen Höhepunkten gehören unter anderem die beliebten Mici, würzige gegrillte Hackfleischröllchen, die in Rumänien als Nationalgericht gelten. Die herzhafte Tochitură, ein rustikaler Fleischeintopf mit Polenta und Ei, überzeugt ebenso wie die berühmten Sarmale – zarte Kohl- oder Weinblätter, gefüllt mit würzigem Hackfleisch und Reis. Auch der aromatische Ghiveci, ein traditioneller Gemüseeintopf, zeigt die Vielfalt der regionalen Küche.


Selbstverständlich darf dabei die ungarische Küche nicht fehlen. Ein kräftiges Gulyás, langsam geschmort und mit feinen Paprikanoten verfeinert, sorgt ebenso für kulinarische Genussmomente wie zahlreiche weitere Spezialitäten.


Die siebenbürgisch-sächsische Küche begeistert mit bodenständigen und traditionsreichen Gerichten wie der Sachsenpfanne, einem herzhaften Fleischgericht mit regionalen Zutaten, oder dem Brodelawend, einer typischen Spezialität aus der sächsischen Küche. Als süßer Abschluss laden Köstlichkeiten wie die berühmte Hanklich, ein traditioneller Blechkuchen mit cremigem Belag, zum Genießen ein.


Lassen Sie sich von den vielfältigen Aromen Siebenbürgens überraschen, und erleben Sie, wie Geschichte, Kultur und Gastfreundschaft auf köstliche Weise miteinander verschmelzen. Jede Mahlzeit ist ein Stück gelebte Tradition und macht diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis – nicht nur für Kulturinteressierte, sondern auch für Genießer.

Zuschlag Businessclass auf Anfrage.

Wir bitten zu beachten, dass im Rahmen der inkludierten Mittag- und Abendessen die Getränke in der Regel in Eigenleistung auszuwählen und zu bezahlen sind (wenn nicht anders ausgeschrieben). In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis zu den Trinkgeldern: Trinkgelder für Fahrer, lokale Führer und Hotel- bzw. Restaurantpersonal oder Ihre Reiseleiter sollen in jedem Fall ein Ausdruck der Zufriedenheit sein und werden von den Empfängern als persönliche Anerkennung für die erbrachte Leistung gewertet. Bitte berücksichtigen Sie dies für Ihre Reisekasse.

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie gern telefonisch bei uns.

Stornierungsbedingungen laut AGB des Veranstalters.

Eine Kreditkartenzahlung per Visa- oder Mastercard ist möglich. Weitere Informationen erhalten Sie von unserem ZEIT REISEN-Kundenservice.

Unsere Partnerveranstalter sind grundsätzlich vertraglich verpflichtet, einen Klimaschutzbeitrag für den CO₂-Ausstoß auf den gemeinsam angebotenen Reisen zu entrichten und in Klimaschutzprojekte zu investieren. In Einzelfällen übernehmen wir den Beitrag ganz oder teilweise. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten.

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Termine & Preise

Für die Buchung dieser Reise erhalten Sie pro gebuchter Person 29 Bonuspunkte.»
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Anzahl Teilnehmer: Min. 10, Max. 14

BeginnEndePreisEZ-Zuschlag
22.05.2027
31.05.2027
ab 2.980 €400 €
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24.09.2027
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7. Tag 30.09.2027Magura
8. Tag 01.10.2027Sighisoara
9. Tag 02.10.2027Sibiu

Änderungen vorbehalten; Preise pro Person.

Enthaltene Leistungen: 

  • Flug ab/nach Frankfurt nach/von Sibiu/Hermannstadt in der Economy-Class
    (*1. Termin: Hinflug nach Cluj). Andere Abflughäfen auf Anfrage. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Flugangebot.
  • 9 Übernachtungen in Hotels und ländlichen Pensionen, Zimmer mit Bad/Du. und WC inklusive Frühstück
  • 2x Mittagsessen (Wolkendorf, Deutsch-Weisskirch), »Hirtenpicknick« (Tag 3), 9x Abendessen, teils mehrgängig (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen)
  • Alle Transfers laut Programm (von/bis Hotel ART, Sibiu)
  • Alle Eintritte gemäß Programmverlauf
  • Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung
  • Programmdetails: 3 Wanderungen wie ausgeschrieben. Braunbär-Beobachtung. Begegnungen mit Rangern und Förstern, Journalisten, Referenten, Dorfpfarrern, Kuratoren etc. (gemäß Programmablauf), Stadtführungen Hermannstadt, Sträßburg. Besichtigung von Kirchenburgen, Abendessen bei einer siebenbürgisch-sächsischen Familie, Abendessen in einem Museum mit einem Journalisten. Treffen mit traditionell lebenden Schäfern etc.
  • Ein DuMont-Reiseführer pro Buchung
  • Unsere Partnerveranstalter sind grundsätzlich vertraglich verpflichtet, einen Klimaschutzbeitrag für den CO₂-Ausstoß auf den gemeinsam angebotenen Reisen zu entrichten und in Klimaschutzprojekte zu investieren. In Einzelfällen übernehmen wir den Beitrag ganz oder teilweise. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten.

Nicht enthaltene Leistungen: 

  • An- und Abreise zum/vom Flughafen
  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Optionale Ausflüge Trinkgelder und sonstige persönliche Ausgaben Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen bietet Ihnen gerne unser Partner, die HanseMerkur

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