Piemont – Entdeckung der Einsamkeit

  • Termine:
  • Dauer: 8 Tage
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 12, Max. 17

Piemont – Entdeckung der Einsamkeit

  • Termine:
  • Dauer: 8 Tage
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 12, Max. 17

Höhepunkte der Reise

  • Unterwegs auf den Wegen und durch Orte, die in keinem Reiseführer zu finden sind
  • Begegnung mit den letzten Bewohnern einer im Verschwinden begriffenen Kulturlandschaft
  • Exzellente piemontesische Abendmenüs
  • Erlebnis der Stille in grandioser Landschaft

Karte / Umgebung:

Reiseübersicht

Erschließen Sie sich Schritt für Schritt den okzitanischen Kulturraum in den italienischen Westalpen! Es ist eine Welt, in der die Zeit rückwärts zu laufen scheint – sichtbar daran, dass die Natur die vom Menschen gestaltete Berglandschaft zurückzuerobern beginnt und selbst vor den Dörfern nicht Halt macht. Dieses Jahr wandern wir vom Valle Varaita über das inzwischen berühmte Mairatal ins Niemandsland der Valle Grana und bleiben dabei im Gravitationsfeld des fast 4.000 Meter hohen Monviso (Teil 3 unserer Okzitanienreise). Wir folgen dem legendären Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi (GTA), meiden aber die alpinistischere Hauptroute zugunsten des Lebens- und Wirkungsraums der Bergbevölkerung, die nach wie vor okzitanisch, die Sprache der mittelalterlichen Minnesänger, spricht. In familiären Trattorien genießen wir die piemontesische Küche, laut Friedrich Nietzsche »die beste der Welt«.

Reiseleiter: Gerhard Fitzthum

Der promovierte Geisteswissenschaftler Dr. Gerhard Fitzthum verschrieb sich der »angewandten Philosophie« – als Reisejournalist und Wanderführer. Reisen heißt für ihn: zu Fuß gehen. Dem morbiden Charme der Schatzalm ist er schon vor Jahren verfallen, als er dort zwei Tage für eine Reisereportage weilte.

Reiseverlauf

  1. 1. Anreise nach Rore (Valle Varaita)

    Individuelle Anreise nach Rore. Gemütliches Abendessen in einem behaglichen Familienhotel und erste Infos zur Wanderwoche.

  2. 2. Aufstieg in die Welt der Almen

    Akklimatisationstour mit immerhin 500 Metern Aufstieg. Mittags machen wir ein Picknick in paradiesischer Abgeschiedenheit. Danach geht es auf einem mittelalterllichen Handelsweg durch die aufgelassene Kulturlandschaft zu unserer Unterkunft, einem einfachen Hotel in der Sommerfrische Becetto. Unterwegs lockt noch eine Bademöglichkeit unter einem Wasserfall.
    Wanderstrecke: 4 Stunden, h 600 i 200

  3. 3. Hoch über dem Tal

    Wir halten heute weitestgehend die Höhe, durchqueren idyllische Almsiedlungen und Blumenwiesen, aus denen die farbenfrohe Artenvielfalt noch nicht herausgedüngt wurde. Die längste Tagesetappe endet mit einem Aufstieg nach Chiesa Bellino, das in der okzitanischen Lokalsprache Blins heißt. Im Winter lebt hier nur noch eine Handvoll Menschen. Den einstigen Wohlstand sieht man dem Ort allerdings noch an: Die Steinhäuser haben mächtige Rundsäulen, repräsentative Portale und opulente Treppenaufgänge. Blins gehörte Jahrhunderte lang zu einer autonomen Bauernrepublik, die vom regen Passverkehr zwischen Savoyen und Frankreich profitierte.
    Wanderstrecke: 7 Stunden, h  900 i  400

  4. 4. Im Angesicht des Monviso

    800 Meter Aufstieg zum Colle Bicocca. Einmaliger Blick auf den 3.800 Meter hohen Monviso, der das Panorama der Cottischen Alpen bestimmt. Die Römer hielten die unverwechselbare Granitpyramide für den höchsten Berg der Alpen. Abstieg nach Elva, älteste und abgelegenste Gemeinde des Mairatals. Hier besichtigen wir die romanische Kirche, die Hans Clemer, Hofmaler der Grafen von Saluzzo, Ende des 15. Jahrhunderts ausmalte. Nach einem opulenten Abendessen besuchen wir noch das Museo di Pels: Hier wird die Zeit wieder lebendig, in der die meisten Dorfbewohner im Winter mit der Herstellung und dem Export von Perücken beschäftigt waren.
    Wanderstrecke: 5 Stunden, h 800 i 700

  5. 5. Abstieg ins Mairatal

    Nach der Überquerung eines spektakulären Doppelpasses steigen wir in Richtung Stroppo durch Weiler ohne Straßenanschluss ab . Es folgt eine ausgiebige Café-Einkehr und ein Bad in der Maira (fakultativ). Danach Transfer ins Seitental von Celle Macra, eine der verlassendsten Zonen des Mairatals. Die Übernachtung findet in einem vorbildlich restaurierten Wohnhaus statt, das zur Wanderer-Herberge umgebaut wurde. Es ist still geworden im einstmals prosperierenden Dorf der Sardellenhändler. Umso eindringlicher wirkt das stündliche Läuten der Kirchturmglocken.
    Wanderstrecke: 6 Std. 500/ i 900

  6. 6. Auf Pilgerwegen

    Anspruchsvolle Hochgebirgstour ins Granatal mit 1.000 Meter Anstieg. Das Tagesziel ist San Magno, eine der höchstgelegenen und verwunschensten Wallfahrtsstätten Piemonts. Wir übernachten in den alten Pilgerunterkünften, die im 18. Jahrhundert direkt an die Kirche angebaut wurden. Die Stille des Ortes ist überwältigend, die moderne Zivilisation scheint Lichtjahre entfernt.
    Wanderstrecke: 6 Stunden, h 1000 i  400

  7. 7. Im Reich des Lehrers

    Sehr lange Etappe, die nach weltfernen Panoramapassagen in mehr als 2.000 Metern Höhe erst gegen Abend wieder in die alte Kulturlandschaft hinunterführt – in das vollends vergessene Combouscuro, das »Dunkle Tal«. Unterstützt von seiner Frau und seinen sechs Kindern hat Sergio Arneodo im nahezu entvölkerten Weiler S. Lucio ein okzitanisches Kulturzentrum aufgebaut. Der inzwischen gestorbene Schullehrer machte damit auf sich aufmerksam, dass er die Kinder in der provencalischen Muttersprache unterrichtete – gegen das Gesetz! Versorgt werden wir von seiner Tochter Anna, die die Schule weiterführt. In gastfreundschaftlicher Atmosphäre feiern wir Abschied – wie immer mit einem leckeren Mehrgänge-Menü.
    Wanderstrecke: 7,5 Stunden, h 800 i 1.300

  8. 8. Heim- oder Weiterreise

    Morgens Transfer zum Bahnhof von Cuneo. Dort können Sie die Heimreise antreten oder zum Entspannen weiterreisen in die Langhe oder das Monferrato. Empfehlenswert ist auch die Fahrt mit der spektakulären Tenda-Bahn an die Riviera.
    Hinweis: Aufgrund von Witterungseinflüssen können sich die Tagesprogramme kurzfristig ändern.

  9. Programmhinweise

    Voraussetzung: Sie unternehmen mittelschwere Bergwanderungen in Höhenbereichen zwischen 800 und 2.300 Metern ohne technische Schwierigkeiten, aber mit An- und Abstiegen von bis zu 1.000 Metern pro Tag. Die Touren dauern in der Regel fünf, an zwei Tagen bis zu sieben bzw. siebeneinhalb Stunden, setzen also gute Kondition voraus und sind ganz sicher keine Spaziergänge! Sie benötigen Wanderschuhe mit Profilsohle (keine Halbschuhe!); Regen-/Sonnenschutz, große Wasserflasche.
    Abenteuer GTA
    Auf den ersten Blick scheint die Grande Traversata delle Alpi ein gewöhnlicher Fernwanderweg zu sein. Doch die Unterschiede zu anderen Strecken in den Alpen sind enorm: Die GTA folgt ausschließlich historischen Wegen – Wegen, die schon vor Hunderten von Jahren benutzt wurden: von Bauern des Tals, von durchziehenden Händlern und Säumern, später von Schmugglern und Partisanen. Übernachtet wird nicht in der Höhe, sondern in den Talorten selbst. Auf diese Weise kommt es zu einer intensiveren Begegnung mit Geschichte und Gegenwart der hier lebenden Menschen. Andere Wanderer trifft man allerdings nur selten. Dafür erleben Sie das, was in vielen Alpenregionen bereits Geschichte ist: asphaltfreie Bergdörfchen mit einheitlichen Dachlandschaften, unverbaute Talgründe, Bergzüge, die noch nicht mit Liftanlagen und Strommasten verkabelt sind. Auch alte Backhäuser, steingefasste Dorfbrunnen und mittelalterliche Bogenbrücken müssen nicht mühsam gesucht werden – immer wieder steht man plötzlich wieder vor so einem Monument der alpinen Kulturgeschichte. Von Sportarenen, Großparkplätzen oder Bettenburgen bleiben Auge und Ohr dagegen verschont. Allerdings auch von jenem Komfort, der in den bekannteren Teilen der Alpen als selbstverständlich gilt.

  10. Generelle Hinweise

    • Eine Kreditkartenzahlung ist leider nicht möglich.
    • Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Veranstalter bis 21 Tage vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten.
    • Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie gern telefonisch bei uns.
    • Wir bitten zu beachten, dass im Rahmen der inkludierten Mahlzeiten während der Reise die Getränke in Eigenleistung auszuwählen und zu bezahlen sind (wenn nicht anders ausgeschrieben). In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis zu den Trinkgeldern: Trinkgelder für Fahrer, lokale Führer und Hotel- bzw. Restaurantpersonal sollen in jedem Fall ein Ausdruck der Zufriedenheit sein und werden von den Empfängern als persönliche Anerkennung für die erbrachte Leistung gewertet. Bitte berücksichtigen Sie dies für Ihre Reisekasse.

Informationen zum Reiseziel

Über die nachstehende Verlinkung finden Sie nützliche Informationen und Hinweise zu Ihrem Reiseziel. Im Mittelpunkt stehen die Themen Reisewarnung, Pass- und Visabestimmung, Geld, Kontaktadressen, Kommunikation und Klima.

Das sagen Kunden zu dieser Reise

"Unerwartet gut"

Die ungewöhnlichen Wanderungen – die gesunde Erschöpfung –
das meist unerwartet gute Essen –

die Gemeinschaft und der 2. Blick beim Kennenlernen

"Eine Reise in Stille Welten"

Die Piemont-Reise ist die dritte Reise, die ich mit ZEIT Reisen unternommen habe, und ich muß sagen, es war wieder großartig.

Dass wir uns so wohlgefühlt haben, liegt vor allem an Gerhard Fitzthum und Patrick Stocco. Unvergessen ist die kleine Reisegruppe mit ihrem Teamgeist. Wir waren von Anfang an wie eine große Familie. Mein Mann und ich gehörten in dieser Gruppe mit Abstand zu den Oldies, keiner jedoch hat uns das zu verstehen gegeben. Wenn uns heute jemand fragen würde, wo wir gerne noch einmal hinfahren würden, würden wir wohl beide spontan sagen: in den Piemont. Die Piemont-Reise nennt sich eine Reise in Stille Welten. Grandiose Landschaften, verträumte Dörfchen, das freundliche Winken der Einheimischen dort, die bunte flirrende Pflanzenwelt, nicht zuletzt die ehrliche wohltuende Gastfreundschaft der Piemonteser, all das war Erlebnis genug. Einzigartig für mich war ein Nudelgericht mit Steinpilzen im Agriturismo La Chabranda in Pomaretto. Dazu ein Glas Rotwein, dazu die fröhliche Runde am langen Tisch, das ist auch Begegnung und Erlebnis.

"Eintauchen in die Almregionen"

Es war eine schöne Wander-Kultur-Reise. Höhepunkte waren die Überschreitung von Bergzügen (auch wenn nicht sehr hohen) mit

Eintauchen in die Almregionen, die noch bewirtschaftet werden (A. Pianella) oder aber Unterkünfte bieten (A. Seccio). Die liebevolle Bewirtung in den Dörfern (Forno, Rimella), die abgeschiedene Region und die bewundernswerte Lebensweise der Menschen, die dort sesshaft geblieben sind.

"Angenehme Gruppe und Reiseleitung"

Sehr gute Reiseorganisation, trotz 18 Personen/einsame Landschaften, ursprüngliche Lebensformen, Architektur und Tradition, menschlich

angenehme Gruppe und Reiseleitung, keine Aufgeregtheiten, völliges Abschalten möglich, gutes Essen und saubere Unterkünfte. Höhepunkte der Reisen waren für mich das Schauen, Beobachten, auf sich Wirken lassen und für sich selbst einen Rhythmus zu finden. Val d’Otro mit seinen Dörfern “Dorf” und “Weng”, die Wanderung nach Rimella, Valle Secchio, Val Vogna.

"Eine schöne Reise"

Wunderbar waren der Aufenthalt in Rimella bei einer außergewöhnlichen Walser Familie, die allerletzte Tagesetappe und der

Umstand, nie Menschen begegnet zu sein. Insgesamt eine schöne Reise in ein Niemandsland.

Termine & Preise

Enthaltene Leistungen

  • Sieben meist einfache Übernachtungen/ Frühstück in GTA-Unterkünften (Mehrbettzimmer) und in kleinen Hotels (Zwei- bis Vierbettzimmer), Einzelzimmer nicht möglich
  • Hochwertige Abendmenüs (regionale Spezialitäten), Wein inklusive
  • Gepäcktransport und Eintritte
  • Ein DuMont-Reiseführer pro Buchung

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise nach Rore (Val Varaita), Abreise von Cuneo; rechtzeitig informieren wir über Anreisemöglichkeiten oder helfen Ihnen bei der Organisation
  • Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen; umfassenden Reiseschutz bietet Ihnen gern unser Partner, die HanseMerkur

Hotels

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