Blick auf die berühmte Basarstraße in Chiwa, Usbekistan, mit Marktständen unter bunten Tüchern vor einer historischen, reich gemusterten Medrese mit blauer Ornamentik unter klarem, blauem Himmel. Die Szene wirkt lebendig und kulturell geprägt.
Majestätische historische Bauwerke mit Kuppeln und kunstvollen mosaikverzierten Fassaden in warmen Sand- und Blautönen, typisch für die Architektur Usbekistans entlang der Seidenstraße. Im Sonnenschein wirken die Reliefs und Ornamente besonders detailreich und lebendig.
Historischer Platz in Buchara, Usbekistan: Links eine Moschee mit türkisfarbener Kuppel, mittig ein monumentaler Eingangsportalbau, rechts der hohe Kalan-Minarett und weitere alte Sandsteinbauten, im Vordergrund Spaziergänger. Klare, warme Abendsonne, blauer Himmel.

Die Seidenstraße – Route des Austauschs, lebendige Kultur und Vermächtnis

  • Dauer: 13 Tage
  • Termine: 19.03.2027, 28.09.2027, 11.10.2027
  • Preis ab: 4.790 EUR
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 8, Max. 14
  • Reise-Code: 101
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Höhepunkte der Reise

  • Karakalpak State Art Museum Savitsky in Nukus mit herausragender Avantgarde- und Zentralasien-Sammlung
  • Altstädte von Chiwa, Buchara und Samarkand als historische Knotenpunkte der Seidenstraße
  • Begegnungen mit Keramikern, Miniaturmalern, Goldstickerinnen und Papiermachern in ihren Werkstätten
  • Einblicke in zoroastrische Traditionen, islamische Gelehrsamkeit und Sufi-Prägungen der Region
  • Tagesausflug in ein Dorf im Ohalik-Hochland mit Gesprächen über ländlichen Alltag
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Reiseübersicht

Die Seidenstraße war über Jahrhunderte eine Route des Austauschs: Händler, Gelehrte und Handwerker brachten Ideen, Waren und Lebensformen in Bewegung. In Usbekistan lässt sich dieses historische Geflecht noch heute erkennen. In Taschkent, Chiwa, Buchara und Samarkand erkunden Sie Karawanenstädte, deren Moscheen, Medresen und Basare vom dichten Austausch zwischen Orient und Okzident erzählen. Werkstätten für Keramik, Miniaturmalerei, Goldstickerei und Maulbeerpapierschöpfen zeigen, wie alte Techniken in die Gegenwart wirken. Im Savitsky-Museum in Nukus begegnen Sie moderner Kunst, die in der Abgeschiedenheit der Wüste bewahrt wurde, während zoroastrische Stätten und Sufi-Traditionen Einblicke in die religiöse Vielfalt der Region eröffnen. Ein Ausflug in ein Bergdorf im Ohalik-Hochland ergänzt die großen Namen der Seidenstraße um den Blick auf den Alltag – als Teil eines lebendigen kulturellen Vermächtnisses.

Reiseleiter: Shoasil Shomansurov

Shoasil Shomansurov (Shah) hat Internationale Beziehungen und Wirtschaft an der Hochschule für Orientalistik, sowie 3 Jahre lang Deutsch studiert. Seine Sprachkenntnisse vertiefte er während einiger kurzer Aufenthalte in Deutschland. Seit 2006 ist er in der Tourismusbranche tätig. Als Reiseleiter sieht er sich nicht nur als Informationsgeber, sondern als Organisator, Gastgeber und Ansprechpartner. Freundlichkeit, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein sind für ihn dabei besonders wichtig. Shah ist spezialisiert auf Kultur- und Städtereisen und vermittelt auf Reisen gerne sein Interesse an der Kultur, Geschichte, den Sehenswürdigkeiten und regionale Besonderheiten seiner Heimat.

Reiseverlauf

Ihre Reise beginnt mit dem Flug nach Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans. Ankunft meist in der Nacht oder am frühen Morgen des folgenden Tages. An Bord können Sie sich auf die bevorstehende Reise einstimmen: in ein Land, das seit Jahrhunderten Brücke zwischen Ost und West ist.

Ankunft in einer Metropole, die architektonisch zwischen sowjetischer Grandezza, russischem Backsteinstil und moderner Glasästhetik oszilliert und Transfer zu Ihrem zentral gelegenen Hotel. Sie haben Zeit sich kurz frischzumachen, bevor Sie in den Straßen der Hauptstadtsich umschauen. Der Chorsu-Basar, an dem seit über tausend Jahren Handel betrieben wird, ist ein lebendiger Knotenpunkt des Austauschs. Das Zentrum für Islamische Zivilisation zeigt, was geschah, als Wissen begann, mit den Karawanen zu reisen: Griechische Philosophie kam aus dem Westen, indische Mathematik aus dem Osten, chinesische Papierherstellung von jenseits des Tian Shan. Die Keramikdynastie der Rahimovs verkörpert das Ergebnis – eine Bildsprache, die keiner einzelnen Kultur angehört und doch allen zugleich. Wir betrachten Taschkent nicht als sowjetische Stadt mit einer schönen Altstadt, sondern als östlichen Ankerpunkt eines lebendigen Netzwerks, das einst das Mittelmeer mit dem Pazifik verband. Den ersten Tag rundet dann ein gemeinsames Abendessen und die detaillierte Vorstellung der Reise in einem Restaurant ab. (A)

Dieser Tag steht im Zeichen von Handwerk und Gelehrsamkeit. Im Keramikatelier der Familie Rahimov erleben Sie, wie traditionelle Muster und Glasuren entstehen und wie archäologische Funde in zeitgenössische Formen übersetzt werden. Im Zentrum für Islamische Zivilisation machen Sie sich mit ausgewählten Handschriften und Exponaten vertraut, die an die Blütezeit zentralasiatischer Wissenschaften erinnern. Beim Mittagessen probieren Sie Taschkenter Plov und erfahren, welche Rolle dieses Gericht im sozialen Leben spielt. Ein Spaziergang über den Unabhängigkeitsplatz und durch moderne Viertel rundet Ihr Bild der Hauptstadt ab. (F/M)

Ein Inlandsflug bringt Sie nach Nukus. Die Route von Taschkent nach Nukus ist selbst eine Reise auf der Seidenstraße – über die Kyzylkum-Wüste, durch Choresm, bis an den Rand der bekannten Welt. Nukus und das Savitsky-Museum erzählen eine doppelte Geschichte: den sowjetischen Versuch, Zentralasien von seiner eigenen Geschichte abzutrennen, und die Weigerung der Menschen, diese Trennung zu akzeptieren. Der Kunstsammler Igor Savitsky versteckte Tausende verbotener Gemälde in dieser abgelegenen Wüstenstadt –ganz in der Tradition der Seidenstraße der Bewahrung durch Bewegung. Manuskripte, Schriftrollen, Kunstwerke: Die Seidenstraße war schon immer ein Zufluchtsort für gefährdetes Wissen. Die Chilpyk Qala, ein zoroastrischer Turm der Stille in der Steppe, vertieft dies – hier liegt eine Zivilisation, die dem Islam um tausend Jahre vorausging und nie vollständig ausgelöscht wurde. Das Netzwerk war immer älter und immer widerstandsfähiger als jedes einzelne Reich. Nukus steht dort, wo die Seidenstraße auf ihren größten Gegner traf – nicht die Entfernung, sondern die Ideologie. (F/A)

Sie durchqueren die Weiten von Choresm und halten an der Tschilpyk Qala, einem Turm des Schweigens. Ein Ort, der zum Nachdenken über die menschliche Vergänglichkeit und die Heiligkeit der Natur einlädt. Gegen Abend erreichen Sie Chiwa, das im Licht der Laternen wie ein Märchen aus Lehm und Azur erscheint. (F/A)

In der Festungsstadt Itschan Kala  dem historischen Kern Chiwas – begegnen Sie Holzschnitzern und Seidenwebern, die das Erbe nicht als statisches Relikt betrachten, sondern als lebendige Fortführung jahrhundertealter Familientraditionen. Chiwa und Buchara geben Antwort auf die Fragen: Warum wurden diese Städte zu Zentren des Lernens? Und: Wie haben handwerkliche Traditionen über Jahrhunderte überlebt?“ Die Holzsäulen der Juma-Moschee in Chiwas Itschan-Kala wurden von Handwerkern geschnitzt, deren Söhne die nächste Generation ausbildeten und deren Enkel noch heute in denselben Werkstätten arbeiten. Ein System der Wissensvermittlung, das sich als beständiger erwiesen hat als jede Universität. (F/A)

Eine längere Fahrt führt Sie durch die Kysylkum, die Rote Wüste, nach Buchara. Die Strecke folgt alten Karawanenwegen, die Oasen miteinander verbanden. Pausen unterwegs geben Gelegenheit, die Weite der Landschaft und den Wechsel von Sand, Sträuchern und Flussläufen zu beobachten. Am späten Nachmittag erreichen Sie Buchara und beziehen Ihr Hotel nahe des Labi-Hauz-Platzes, eines von Maulbeerbäumen gesäumten Wasserbeckens, das seit Jahrhunderten Treffpunkt der Stadtbewohner ist. (F/A)

Sie streifen heute durch die Kuppelbasare und treffen Meister der Goldstickerei, deren Rhythmus den der Geschichte vorgibt. Buchara war die intellektuelle Hauptstadt der mittelalterlichen islamischen Welt: Ibn Sina (Avicenna) studierte hier, Al-Biruni schrieb hier, der Naqshbandi-Sufi-Orden wurde hier gegründet. Der Po-i-Kalon-Komplex ist nicht nur Architektur; er ist die Skyline einer Stadt, die einst Gelehrte von Andalusien bis Indonesien empfing. Die Handelskuppeln – Tim Abdullakhan, Toqi Sarrafon – zeigen den wirtschaftlichen Motor, der all dies finanzierte: Die Karawanen bezahlten die Bibliotheken. Die Miniaturmalerei-Werkstatt und der Sufi-Diskurs am 9. Tag sind die Fortsetzung dieser Tradition bis in die Gegenwart. Wir betrachten handwerkliche Meisterschaft und spirituelle Suche als zwei Facetten des Erbes der Seidenstraße. (F/A)

Der Vormittag gehört der Bildwelt Bucharas. In einer Atelierwerkstatt lernen Sie Techniken der traditionellen Miniaturmalerei kennen und können der Entstehung eines Bildes vom ersten Entwurf bis zur Kolorierung folgen. Ein Gespräch mit einem Kenner der Sufi-Tradition macht deutlich, welche Rolle spirituelle Strömungen für das Selbstverständnis der Stadt spielten und noch spielen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, um Lieblingsorte wieder aufzusuchen, durch die Altstadt zu bummeln oder ein Museum zu besuchen. Optional besteht die Möglichkeit zu einem Abendessen bei einer Künstler- oder Handwerkerfamilie. (F/A)

Sie fahren nach Samarkand, eine der berühmtesten Stationen der Seidenstraße. Die Strecke führt durch fruchtbare Ebenen und kleinere Orte, in denen Baumwolle und Gemüse angebaut werden. Am späten Nachmittag erreichen Sie Samarkand. Im goldenen Licht des frühen Abends  erreichen Sie den Registan-Platz. Die Symmetrie der Medresen ist eine architektonische Lektion in Macht und Ästhetik. In Samarkand laufen alle Fragen zusammen. Timurs Stadt bildete den Höhepunkt der Ambitionen der Seidenstraße – er brachte die weltbesten Handwerker buchstäblich mit Gewalt hierher und schuf eine Stadt, die zugleich das Produkt von Eroberung und kosmopolitischem Austausch war. Der Registan-Platz ist Macht, die zur Geometrie wurde. (F/A)

Vom Mausoleum Gur-e Amir bis zur Nekropole Schah-i-Sinda erleben Sie den Zenit der timuridischen Kunst. Das Gur-e-Amir Mausoleum ist Sterblichkeit, die zu Kacheln wurde. Die Friedhofsstadt Shah-i-Zinda ist Trauer, die zu Architektur wurde. In der Papiermanufaktur von Konigil sehen Sie, wie aus Maulbeerrinde Wissensträger entstehen, die Jahrhunderte überdauern. Die Papierfabrik ist vielleicht die stillste und zugleich radikalste Station der gesamten Reise: Maulbeerpapier, in China erfunden und in Samarkand perfektioniert, war das Medium, auf dem islamische Gelehrsamkeit niedergeschrieben und nach Westen ins Europa der Renaissance weitergegeben wurde. (F/A)

Eine Wanderung durch das Ohalik-Hochland bietet den Kontrast zur kaiserlichen Pracht. Hier, fernab der imperialen Inszenierung, begegnen Sie der Seidenstraße nicht als Denkmal, sondern als lebendige Praxis: gemeinsame Mahlzeiten, Walnussbäume. Wir teilen Tee mit Dorffamilien und erleben die unprätentiöse Gastfreundschaft, die auch Marco Polo erfahren hätte. Ein festliches Farewell-Dinner lädt dazu ein, die vielschichtigen Fäden der Reise zu einem Gesamtbild zu verknüpfen: Versuchen Sie einmal, über das Gesehene nicht als Abfolge schöner Orte nachzudenken, sondern sie als eine einzige, fortlaufende Geschichte menschlicher Verbundenheit über Unterschiede hinweg zu betrachten. (F/A)

Transfer zum Flughafen. Sie verlassen Usbekistan mit einer neuen Perspektive auf eine Region, die einst das Zentrum der bekannten Welt war und heute erneut zu einer Brücke zwischen den Kulturen wird.

 

Zuschlag Businessclass auf Anfrage.
Wir bitten zu beachten, dass im Rahmen der inkludierten Mahlzeiten die Getränke in Eigenleistung auszuwählen und zu bezahlen sind (wenn nicht anders ausgeschrieben). In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis zu den Trinkgeldern: Trinkgelder für Fahrer, lokale Führer und Hotel- bzw. Restaurantpersonal oder Ihre Reiseleiter sollen in jedem Fall ein Ausdruck der Zufriedenheit sein und werden von den Empfängern als persönliche Anerkennung für die erbrachte Leistung gewertet. Bitte berücksichtigen Sie dies für Ihre Reisekasse.
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie gern telefonisch bei uns.
Stornierungsbedingungen laut AGB des Veranstalters.
Eine Kreditkartenzahlung per VISA oder Mastercard ist möglich. Weitere Informationen erhalten Sie von unserem ZEIT REISEN Kundenservice.
Unsere Partnerveranstalter sind grundsätzlich vertraglich verpflichtet, einen Klimaschutzbeitrag für den CO₂-Ausstoß auf den gemeinsam angebotenen Reisen zu entrichten und in Klimaschutzprojekte zu investieren. In Einzelfällen übernehmen wir den Beitrag ganz oder teilweise. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten.
 

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Termine & Preise

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BeginnEndePreisEZ-Zuschlag
19.03.2027
31.03.2027
ab 4.790 €480 €
Reiseorte für "Die Seidenstraße – Route des Austauschs, lebendige Kultur und Vermächtnis"
1. Tag 19.03.2027Tashkent
2. Tag 20.03.2027Tashkent
3. Tag 21.03.2027Tashkent
4. Tag 22.03.2027Nukus
5. Tag 23.03.2027Xiva
6. Tag 24.03.2027Xiva
7. Tag 25.03.2027Bukhara
8. Tag 26.03.2027Bukhara
9. Tag 27.03.2027Bukhara
10. Tag 28.03.2027Samarkand
11. Tag 29.03.2027Samarkand
12. Tag 30.03.2027Samarkand
28.09.2027
10.10.2027
ab 4.790 €480 €
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1. Tag 28.09.2027Tashkent
2. Tag 29.09.2027Tashkent
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11. Tag 21.10.2027Samarkand
12. Tag 22.10.2027Samarkand

Änderungen vorbehalten; Preise pro Person.

Enthaltene Leistungen: 

  • Langstreckenflüge in der Economy Class mit Turkish Airlines
  • Inlandsflug Taschkent – Nukus in der Economy Class mit Uzbekistan Airlines
  • Transfers im klimatisierten Privatbus laut Programm
  • 11 Übernachtungen in Hotels der gehobenen Mittelklasse inkl. Frühstück Early Check-In in Taschkent inkl. Frühstück
  • 1x Mittagessen, 10x Abendessen
  • Qualifizierte deutschsprachige Reiseleitung
  • Spezialisten bei den Besichtigungen
  • Eintritte, Besichtigungen, Begegnungen lt. Programm
  • Ein DuMont-Reiseführer pro Buchung
  • Unsere Partnerveranstalter sind grundsätzlich vertraglich verpflichtet, einen Klimaschutzbeitrag für den CO₂-Ausstoß auf den gemeinsam angebotenen Reisen zu entrichten und in Klimaschutzprojekte zu investieren. In Einzelfällen übernehmen wir den Beitrag ganz oder teilweise. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten.

Nicht enthaltene Leistungen: 

  • Rail&Fly (2. Klasse) von/nach DB-Bahnhof: 95 €
  • Rail&Fly (1. Klasse) von/nach DB-Bahnhof: 160 €
  • Business Class: auf Anfrage
  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder, persönliche Ausgaben
  • Zusätzliche Ausflüge/Aktivitäten
  • Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen bietet Ihnen gerne unser Partner, die HanseMerkur

Unterkünfte

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