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Gegen die Erstarrung – Philosophisch wandern in Bad Hofgastein
Hier buchen »Höhepunkte der Reise
- Philosophische Gegenwartsdiagnostik verständlich vermittelt
- Wanderungen auf aussichtsreichen Wegen rund um Bad Hofgastein
- Verbindung von Theorie und Lebenspraxis: aktuelle philosophische Konzepte werden auf Alltagssituationen und eigene Biografien bezogen
- Abendliche Salons mit Raum für Fragen, Diskussionen und persönliche Erfahrungen
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Reiseübersicht
Zwischen Bergwegen und Denkwegen widmet sich diese philosophische Wanderreise den großen Diagnosen unserer Gegenwart. Sie erkunden, wie aus verhärteten Konstellationen wieder offene Situationen werden können – und wie das Konzept der Plastizität neue Handlungsspielräume für Ihr eigenes Leben erschließt.
Die Welt wirkt voll und zugleich seltsam unbeweglich: Algorithmen sortieren unseren Alltag, politische Fronten verhärten sich, soziale und ökologische Krisen überlagern einander. In Bad Hofgastein nähern wir uns dieser Gegenwart auf ungewöhnliche Weise – zu Fuß. Beim philosophischen Wandern verbinden wir alpine Landschaftserfahrung mit aktuellen Denkanstößen aus der Gegenwartsphilosophie. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wo droht unser Leben in rigiden Mustern zu erstarren? Und wo eröffnen sich bewegliche Formen des Handelns, Fühlens und Zusammenlebens? In verständlich vermittelten Seminareinheiten lernen Sie zentrale Konzepte kennen: von Karen Barads Idee der Intra-Aktion über Hartmut Rosas Unterscheidung von Situation und Konstellation bis zu Catherine Malabous Philosophie der Plastizität. Die offenen Gespräche, die Salons am Abend und die Begegnungen unterwegs laden dazu ein, das eigene Leben als Teil komplexer sozialer Geflechte neu zu betrachten – und mutige, alltagstaugliche Spielräume zu entdecken, statt sich im Gefühl der Ohnmacht einzurichten.
Reiseleiter: Cornelia Mooslechner-Brüll
Cornelia Mooslechner-Brüll studierte Geschichte und Politikwissenschaft/politische Philosophie in Wien, Salzburg, Rom und Chicago. Von 2005 bis 2009 forschte sie am Institut für europäische Integrationsforschung Österreichische Akademie der Wissenschaften. 2009 promovierte sie in Politikwissenschaft. Sie war und ist Lehrbeauftragte für Philosophie, Politikwissenschaft und Kulturtheorien an verschiedenen Universitäten.
Ihre Leidenschaft liegt im Philosophieren. Daher gründete sie nach ihrem Abschluss zur akademischen philosophischen Praktikerin 2016 die philosophische Praxis PHILOSKOP. Hier bietet sie verschiedene Formate an, um einen Dialog zu ermöglichen: Philosophieren mit Kindern, philosophische Wanderungen, philosophische Salons, den PHILO SLAM, Einzelberatungen und den philosophischen Briefwechsel. Dazu kommen Talks/Podcasts in TV und Radio und zahlreiche Publikationen.
Sie ist Vorstandsvorsitzende des Kreises akademisch philosophischer Praktiker_innen (KAPP), Vorstandsmitglied der Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP) sowie Mitglied der Gesellschaft für angewandte Philosophie (GAP).
Reiseleiter: Kai Kranner
Kai Kranner ist Philosoph, akademisch philosophischer Praktiker, Vortragender, Pädagoge und Musikinstrumentenbauer. Philosophie und die Arbeit mit Menschen sind seine Lebensleidenschaft.
Er betreibt seine eigene Philosophische Praxis “denkspuren”, ist Lehrgangsleiter im Diplomlehrgang Philosophieren mit Kindern.
Kai Kranner veranstaltet seit langem philosophische Wanderungen, Philosophische Cafés, philosophische Seminare und ist Gründungsmitglied des Instituts für Philosophische Praxis und Sorgekultur (IPPS), Vorstandsvorsitzender des Kreises akademisch philosophischer PraktikerInnen (KAPP) und Vorstandsmitglied der internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP);
Reiseverlauf
Individuelle Anreise nach Bad Hofgastein. Um 17 Uhr begrüßen wir Sie im Hotel bei einem Aperitif und geben einen Überblick über das Programm der kommenden Tage. In der ersten gemeinsamen Einheit stellen wir das Konzept des philosophischen Wanderns vor: Warum ist das Gehen für viele Denkerinnen und Denker mehr gewesen als bloße Fortbewegung? Wie verändert die Schrittgeschwindigkeit unsere Art zu denken und wahrzunehmen? Anschließend skizzieren wir die inhaltliche Linie der Woche – von der Kritik des Anthropozentrismus bis zur Idee der Plastizität – und fragen, welche persönlichen Erwartungen und Erfahrungen Sie mitbringen. Beim gemeinsamen Abendessen lernen Sie Ihre Mitreisenden näher kennen; im Austausch über die eigene Weltbeziehung wird bereits sichtbar, wie unterschiedlich Gegenwart erlebt und gedeutet wird.
Nach einem ausgedehnten Frühstück wenden wir uns der Frage zu, wie wir unser Verhältnis zur Welt denken: Sind wir abgeschlossene Individuen, die einer äußeren Umwelt gegenüberstehen, oder entstehen wir – im wörtlichen Sinn – erst in und durch unsere Beziehungen? Mit Karen Barads Konzept der Intra-Aktion und Rosi Braidottis Bild des nomadischen Subjekts entwickeln wir ein Verständnis, in dem Menschen, Tiere, Dinge, Technologien und Umwelten unauflöslich miteinander verwoben sind. Die Vormittagseinheit öffnet diesen theoretischen Horizont in verständlicher Sprache, bevor wir ihn am Nachmittag im Gelände erproben. Mit der Gondel fahren Sie auf die Schlossalm hinauf auf rund 2.050 Meter. Dort wandern wir auf einem nahezu ebenen Rundweg Schlossalmsee. Die aussichtsreiche Hochfläche mit Blick auf die Hohen Tauern bietet Raum für Zweiergespräche: Was bedeutet Verantwortung, wenn wir uns als Teil solcher Geflechte begreifen? Wie verändert sich der Blick auf Natur, wenn wir sie nicht als Hintergrund, sondern als Mitspielerin verstehen? Vor dem Abendessen vertiefen wir das Thema in einem philosophischen Salon und überlegen gemeinsam, wie sich Handlungsmacht unter Bedingungen radikaler Verbundenheit neu denken lässt.
Der Tag steht im Zeichen einer Diagnose unserer gesellschaftlichen Erschöpfung. Ausgehend von Hartmut Rosas jüngsten Überlegungen unterscheiden wir zwischen offener Situation und starrer Konstellation. Situationen verlangen unsere Urteilskraft: Wir sind gefordert, wahrzunehmen, abzuwägen und zu entscheiden. Konstellationen hingegen sind so weit durch Regeln, Algorithmen und Sachzwänge vorstrukturiert, dass unser Tun auf ein bloßes Abarbeiten reduziert wird. Gemeinsam fragen wir, warum immer mehr Menschen das Gefühl haben, in solchen Konstellationen festzustecken, und wo dennoch Reste von Spielraum aufscheinen. Am Mittag brechen wir nach Sportgastein auf. Ein Taxi oder Linienbus bringt uns zum Valeriehaus auf etwa 1.600 Meter. Dort öffnet sich ein weites, nahezu ebenes Hochplateau, umrahmt von Dreitausendern. Auf den sanften Wegen entlang klarer Bergbäche erkunden wir in Gesprächen, wie sich reaktive Überforderung und echte Resonanz voneinander unterscheiden lassen. Unterwegs bleibt Zeit für eine Einkehr in einer der Almen, bevor wir am Nachmittag nach Bad Hofgastein zurückkehren. Im Salon geht es darum, wie wir vom bloßen Vollziehen wieder zu einem aktiveren, wacheren Handeln finden können – auch im Kleinen, im Alltag. Danach genießen wir das Abendessen im benachbarten Restaurant.
Heute wenden wir den Blick auf politische und gesellschaftliche Verhärtungen. Mit Eva von Redeckers Analysen fragen wir, warum in Krisenzeiten weltweit ein ‚Drang nach Härte‘ zu beobachten ist: Abgrenzung statt Solidarität, Rigorosität statt Nachdenken, Ordnung statt Aushandlung. Was macht autoritäre Antworten so verführerisch? Und welche Rolle spielen dabei Vorstellungen von Stärke, Souveränität und Unverwundbarkeit? Nach der gemeinsamen Einführung machen wir uns direkt vom Ortszentrum aus auf den Weg. Der Gasteiner Höhenweg führt uns auf durch Wälder und Wiesen, hinein in die eindrucksvollen Felstunnel der Gadaunerer Schlucht und weiter bis nach Bad Gastein. Auf dem Weg diskutieren wir in kleinen Gruppen, wie eine Philosophie der Verletzlichkeit aussehen könnte, die nicht ins Private zurückweicht, sondern politisch wird. Am Nachmittag geht es bequem mit dem Bus zurück nach Bad Hofgastein. Der späte Nachmittag steht zur freien Verfügung: Vielleicht zieht es Sie in den Spa-Bereich des Hotels oder zu einem Spaziergang durch den Ort. Am Abend treffen wir uns wieder zum Essen.
Dieser Tag führt uns zum Kernbegriff der Reise: Plastizität. Mit der Philosophin Catherine Malabou untersuchen wir am Vormittag, was es heißt, formbar zu sein, ohne beliebig zu werden. Plastizität meint die Fähigkeit, Form anzunehmen, Form zu geben – und im richtigen Moment alte Formen zu sprengen. Wir fragen, wie sich dieses Konzept auf Biografien, soziale Bewegungen und technische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz übertragen lässt. Im Anschluss gehen wir direkt vom Ortszentrum in die Höhe. Auf breiten Wald- und Forstwegen steigen wir zur Mittelstation der Schlossalm auf. Gelenkschonend fahren wir mit der Gondel wieder hinab nach Bad Hofgastein. Im letzten philosophischen Salon ziehen wir die Fäden der Tage zusammen: Wie lässt sich Plastizität als Haltung kultivieren, um in gesellschaftlichen Verhärtungen beweglich und handlungsfähig zu bleiben – ohne sich selbst zu verlieren? Danach genießen wir das gemeinsame Abschiedsessen.
Am letzten Morgen nehmen wir uns Zeit, die Themen und Erfahrungen der Woche noch einmal zu bündeln. In einer abschließenden Runde blicken wir mit der Philosophin Susana Monsó über den Menschen hinaus und fragen, was wir aus der Art lernen können, wie Tiere mit Verlust, Gefahr und Endlichkeit umgehen. Dieses kurze Fenster erweitert den Rahmen des Anthropozentrismus und erinnert daran, dass wir Teil einer größeren, verletzlichen Mitwelt sind. Anschließend entwerfen wir gemeinsam die Konturen einer ‚Ethik der situativen Souveränität‘: einer Lebenshaltung, die in komplexen Lagen nicht nach endgültigen Sicherheiten sucht, sondern nach bewussten Antworten im jeweiligen Moment. Gegen Mittag treten Sie individuell die Heimreise an – mit vielen Gedanken im Gepäck und vielleicht ersten Ideen, wie sich neue soziale Vernetzungen und Handlungsspielräume in Ihrem Alltag öffnen lassen.
Anforderungen:
Beim philosophischen Wandern lernen wir im Dialog die Position, Perspektive und Geschichte des anderen kennen. Der Morgen beginnt stets mit einer Wanderung und den philosophischen Impulsen des Tages. Den immer neuen Paarungen werden Fragen mit auf den Weg gegeben. Dadurch entsteht sofort ein tiefes Gespräch. Am Abend wird bei einem philosophischen Seminar in die Theorie eingeführt und die Reflexionen des Tages werden zusammengeführt.
Beim Gehen geht es darum, die Interaktion von Körper/Leib und Geist zu spüren. Manchmal, wenn der Weg anstrengender wird, ist es durchaus in Ordnung, dem Geist und dem Gespräch eine Ruhepause zu gönnen. Dann wiederum ist man im gemeinsamen Denken so versunken, dass sich der Weg völlig selbstvergessen fast von allein gehen lässt. Diese Erfahrung des Zusammenspiels von Körper und Geist ist ein wichtiger Aspekt bei der philosophischen Wanderung. Beides, Körper und Geist, sollen in einem gewissen Maße herausgefordert werden.
Voraussetzungen:
Das Gelände bei unseren Wanderungen ist alpin. Das heißt, Wanderschuhe werden empfohlen, und Trittsicherheit ist wichtig. Auch wenn wir keine extremen Höhenmeter hinter uns legen, so wandern wir doch über Steine und manchmal auch Geröll. Auch Stöcke werden empfohlen. Die Teilnehmenden sollten locker 10 km und 500 Höhenmeter in alpinem Gelände bewältigen können.
Die Wanderrouten können wetter- und konditionsbedingt variieren. Auch die Seminareinheiten werden den Umständen entsprechend angepasst.
Wir bitten zu beachten, dass im Rahmen der inkludierten Mahlzeiten die Getränke in Eigenleistung auszuwählen und zu bezahlen sind (wenn nicht anders ausgeschrieben). In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis zu den Trinkgeldern: Trinkgelder für Fahrer, lokale Führer und Hotel- bzw. Restaurantpersonal oder Ihre Reiseleiter sollen in jedem Fall ein Ausdruck der Zufriedenheit sein und werden von den Empfängern als persönliche Anerkennung für die erbrachte Leistung gewertet. Bitte berücksichtigen Sie dies für Ihre Reisekasse.
Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie gern telefonisch bei uns.
Eine Kreditkartenzahlung per VISA oder Mastercard ist möglich. Weitere Informationen erhalten Sie von unserem ZEIT REISEN Kundenservice.
Für den CO₂-Ausstoß auf unseren eigenen Reisen entrichten wir für enthaltene Fahrten mit Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff sowie das Landprogramm einen Klimaschutzbeitrag an Klimaschutzprojekte. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten.
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ZEIT REISEN Kundenservice Team
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Termine & Preise
Für die Buchung
dieser Reise erhalten Sie pro gebuchter Person 21
Bonuspunkte.»
Für eine detaillierte Darstellung aller Daten & Orte der einzelnen Termine bitte klicken.
Anzahl Teilnehmer: Min.12- Max. 18
| Beginn | Ende | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|
| 07.06.2027 | ab 2.070 € | 220 € | ||
Änderungen vorbehalten; Preise pro Person.
Enthaltene Leistungen:
- Fünf Übernachtungen inkl. Frühstück & 4x Abendessen im Hotel
- 1x Abendessen im Restaurant
- Kostenfreies WLAN
- Großzügiger Wellnessbereich mit Pool, Saunalandschaft und mehr
- Eintritte, Führungen und Transfers laut Programm
- Philosophisches Seminar und umfassendes Seminarskript
- Ein DuMont-Reiseführer pro Buchung Seminargetränke
- Für den CO₂-Ausstoß auf unseren eigenen Reisen entrichten wir für enthaltene Fahrten mit Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff sowie das Landprogramm einen Klimaschutzbeitrag an Klimaschutzprojekte. Weitere Informationen finden Sie unter den Fragen & Antworten .
Optional buchbare Leistungen:
- Sammeltransfer Flughafen Salzburg – Hotel Sendlhofer 07.06.2026, 14.30 Uhr, 70 € pro Person, Mindestteilnehmerzahl 8 Personen, Fahrtzeit ca. 1:15 Stunden
- Sammeltransfer Hotel Sendlhofer – Flughafen Salzburg 12.06.2026 ca. 12 Uhr, 70 € pro Person, Mindestteilnehmerzahl 8 Personen, Fahrtzeit ca. 1:15 Stunden
Nicht enthaltene Leistungen:
- An- und Abreise nach/von Bad Hofgastein/ Österreich. Gern unterbreiten wir Ihnen ein Flugangebot.
- Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke Trinkgelder
- Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen bietet Ihnen gerne unser Partner, die HanseMerkur
Unterkunft
Das Sendlhofer’s liegt zentral im Herzen von Bad Hofgastein. Die gemütlichen Schlafzimmer der Kategorie „Cozy“ sind ca. 21 m² groß. Sie verfügen über einen Balkon oder französischen Südostbalkon mit Blick auf die Gasteiner Bergwelt, Flatscreen-TV, kostenfreies WLAN, Telefon, Schreibtisch, Safe sowie ein Badezimmer mit Dusche und WC. Bademäntel und eine Spa-Tasche mit Sauna- und Badetüchern sind ebenfalls vorhanden; eine Minibar kann auf Wunsch gegen Aufpreis genutzt werden.
Der Aufenthalt beinhaltet den Zugang zum Naturspa mit Indoor- und Outdoor-Pool sowie Saunalandschaft. Massagen und weitere Anwendungen sind gegen Aufpreis buchbar. Zusätzlich lädt der 7.500 m² große Garten mit Blick auf die Gasteiner Berge zum Entspannen ein.


