Vogelbeobachtung im Süden Portugals

  • Termin: 27.04.2024
  • Dauer: 8 Tage
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 7, Max. 12
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Höhepunkte der Reise

  • Dünengebiete im Naturpark Ria Formosa
  • Orchideen im Barrocal
  • Artenvielfalt in Schilf- und Feuchtgebieten
  • Rötelfalken, Kalenderlerchen und Zwergtrappen im Naturschutz

Karte / Umgebung:

Reiseübersicht

Naturreise für Vogelbegeisterte und Naturfreunde: den Vogelzug im Frühjahr beobachten und die einzigartige Blütenpracht in der Algarve und im Alentejo erkunden.

Ein Fest für Vogelliebhaber: Begleiten Sie uns in den Süden Portugals, um den Frühjahrs-Vogelzug zu beobachten und reiche Vielfalt an Singvögeln wie die üppige Blütenpracht in der Region zu erleben. Um die Osterzeit herum, wenn die Standvögel im Süden bereits brüten, treffen auch die Sommergäste aus Afrika ein, während viele Durchzügler noch auf dem Weg in den hohen Norden sind. Jetzt zeigen sich auch Orchideen und andere farbenfrohe Blütenpflanzen in ihrer vollen Pracht. Diese Reise führt durch ausgewählte Naturgebiete der Algarve, darunter das botanisch interessante Kalksteingebiet des Barrocal und die einzigartige Küstenlandschaft um das von Gischt umspülte Kap bei Sagres. Wir erkunden auch die Steppengebiete des Alentejo mit ihren balzenden Groß- und Zwergtrappen sowie die weitläufigen Salinen und Wattlandschaften der Ria Formosa. Obwohl der Schwerpunkt der Reise auf Ornithologie liegt, liegt das Augenmerk auch auf der faszinierenden Pflanzenwelt. Der Zeitpunkt, zu dem Zugvögel zurückkehren oder eintreffen, sowie die Intensität des Frühjahrszugs, werden natürlich vom Wettergeschehen im März beeinflusst. Ebenso hängt der Zustand und die Fülle der Pflanzenwelt von der Menge der Niederschläge im Winter ab. Freuen Sie sich auf aufregende Birding-Erlebnisse!

Reiseleiter: Georg Schreier

Georg Schreier ist Jahrgang 1968 und seit seiner frühen Jugend begeisterter Vogelbeobachter. Seit 2005 lebt und arbeitet er als selbstständiger Reiseleiter für ornithologische Reisen in Südportugal.

Reiseverlauf

1. Tag: Naturpark Ria Formosa

Nach Ihrer individuellen Anreise zum Flughafen von Faro bringt ein Transfer Sie zum Hotel bei Olhao. Bei unseren ersten Beobachtungen in unmittelbarer Umgebung des Hotels erkunden wir Salinen, Dünengebiete und die gezeitenabhängigen Bereiche. Hier haben wir die Möglichkeit, zahlreiche Watvögel, Löffler und Rosaflamingos zu beobachten. Gelegentlich können auch Korallen- und Dünnschnabelmöwen gesichtet werden. Singvögel wie die Weißbartgrasmücke und der Rotkopfwürger machen in den Tamarisken in der Nähe des Hotels Rast, nachdem sie aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekehrt sind. Außerdem treffen die ersten Bienenfresser ein. In den Salzmarschen ist die Gelbe Cistanche (Cistanche phelypaea) eine weitverbreitete parasitäre Pflanze. Abends hört man den Ruf des Triels.

Freuen Sie sich heute auf ausgedehnte Streifzüge und Beobachtungsspaziergänge. Die Kalksteingebiete im Hinterland der Algarve, insbesondere bei Alportel und weiter westlich um Querença und Salir, bieten Lebensraum für verschiedene Arten von Erdorchideen. Zu den am häufigsten vorkommenden Arten gehören der Spiegel-Ragwurz (Ophrys speculum), die Gelbe Ragwurz (Ophrys lutea) und der Schnepfen-Ragwurz (Ophrys scolopax). Auch das imposante Italienische Knabenkraut (Orchis italica) ist hier nicht selten anzutreffen. Unter den Schmetterlingsarten kann man den iberischen Osterluzeifalter (Zerynthia rumina) bewundern. In einem Quellgebiet bei Querença, das gleichzeitig als Picknickplatz dient, finden sich weitere Orchideenarten wie der Ohnsporn (Aceras anthropophorum), die Drohnen-Ragwurz (Ophrys bombyliflora) und die endemische Iberische Spiegel-Ragwurz (Ophrys vernixia). Peru-Blaustern (Scilla peruviana) und die Paeonia broteroi, eine Art der Pfingstrose, sind weitere botanische Schätze dieser Region. Unter den Singvögeln sind der Iberische Grünspecht, der Iberienzilpzalp, die Blaumerle und möglicherweise der Wendehals zu erwarten. Mit etwas Glück können Sie auch Habichtsadler und Schlangenadler in ihren Revieren zu beobachten.

Nach dem Frühstück verbringen wir unsere Zeit in der Ludo-Region bei Faro, die aufgrund ihrer Vielfalt an Lebensräumen wie Schirmpinienwäldern, Ackerland, Schilfgebieten und gezeitenabhängigen Bereichen eine reiche Artenvielfalt aufweist. Hier sind Vögel wie die Blauelster, der Wiedehopf und das Purpurhuhn typisch anzutreffen. Zwergadler sowie möglicherweise Gleitaar und Fischadler könnten ebenfalls in diesem Gebiet vorkommen. Unter den exotischeren Arten zählen der Wellenastrild und der Schwarzkopfweber zu den etablierten Bewohnern. Auf dem sandigen Boden blüht ein vielfältiger Garten, der verschiedene Arten von Zistrosen einschließt. In der zweiten Tageshälfte erkunden wir den Parque Ambiental bei Vilamoura, eines der größten Schilfgebiete der Algarve. Hier sind unter anderem Purpurreiher, Moorenten und Seidensänger beheimatet.

Schließlich besuchen wir etwas weiter westlich die Lagoa dos Salgados, eine ausgedehnte Brackwasserlagune in Küstennähe, die zahlreiche Wasser- und Watvögel anzieht und als Hotspot für Zugvögel aller Art bekannt ist.

Der westlichste Teil der Algarve, gleichzeitig die Südwestspitze des europäischen Kontinents, zeichnet sich durch steil aufragende Klippen aus, die von Gischt umspült werden. In diesem Bereich des Cabo São Vicente prägen nicht nur die beeindruckenden Klippen die Szenerie, sondern auch Seevögel wie Raubmöwen, Trauerenten und Krähenscharben. Hier kann man auch die seltene Alpenkrähe bei ihren Balzflügen beobachten, während Wanderfalken aufziehende Singvögel wie Fahl- und Alpensegler jagen. Auf den Kalksteinplateaus wachsen Polsterpflanzen, die an alpine Regionen erinnern, trotz der dünnen Humusschicht. Aromatische Kräuter sind hier weit verbreitet. Etwa ein Dutzend Blütenpflanzen sind endemisch im Naturpark Südwestküste, darunter die Flockenblume Centaurea vicentina, das Brillenschötchen Biscutella vicentina und die Zistrosenart Cistus palhinhae. Im Hinterland dominiert eine garrigueartige Heidelandschaft. Hier können wir Vögel wie die Brillengrasmücke, die Provencegrasmücke, die Theklalerche und vielleicht den ersten Brachpieper des Jahres beobachten, ebenso wie möglicherweise die ersten Zwergtrappen der Reise.

Am Morgen fahren wir nach Mértola. Die Festungsstadt am Guadiana ist besonders bekannt für die Brutplätze der Rötelfalken. In ihrer Umgebung kann man auch den Häherkuckuck antreffen. Über den weiten Tälern der Mittelgebirgslandschaft kreisen verschiedene Greifvögel, darunter Schlangenadler, Gänsegeier, und mit etwas Glück kann man sogar Steinadler und Spanische Kaiseradler beobachten. Zahlreiche Storchennester sind auf den Telegraphenmasten entlang der Landstraße zu finden, und sie werden auch von Weidensperlingen als Untermieter genutzt. Die Landschaft weitet sich schließlich zu einer blühenden Wiesenlandschaft aus, die sich von Horizont zu Horizont erstreckt. Hier singen Kalanderlerchen, und die ersten Wiesenweihen schweben über der sanft gewellten Landschaft. Dies ist die Heimat von Groß- und Zwergtrappen, Sandflughühnern und Triels. Abends erreichen wir Castro Verde, das inmitten dieser wundervollen Landschaft liegt.

Heute steht die ausgiebige Erkundung der Pseudosteppe um Castro Verde auf dem Programm. Das Besucherzentrum einer Naturschutzorganisation in der Nähe bietet dazu einen guten Ausgangspunkt. Hier wird gezielt Artenschutz betrieben, um die landesweit größten Populationen der bedrohten Steppenvögel zu erhalten. Dazu werden auch Ländereien erworben.

Der Erfolg bleibt nicht aus. 2012 wurden in der Region mehr als 1000 balzende Großtrappenhähne gezählt, daneben mehr als 800 Paare Rötelfalken. Die Brutdichte der Zwergtrappe zählt zu den höchsten bisher festgestellten überhaupt. Beobachtungen der genannten Arten stehen im Vordergrund. Unser Picknickplatz bietet einen fantastischen Fernblick über die wundervolle Landschaft.

Die savannenähnliche Landschaft mit vereinzelten Stein- und Korkeichen ist Brutgebiet für den Gleitaar, dessen Beobachtung sicher ein weiteres Highlight der Reise darstellt. Zurück in der Algarve, erkunden wir am Nachmittag das weitläufige Schutzgebiet an der Guadiana-Mündung bei Castro Marim. Salinen grenzen an Kulturland. Triel, Häherkuckuck und Zwergtrappe kommen auch hier vor. Die Population der Stummellerche gilt als die einzige im Land. Das Gebiet ist auch Knotenpunkt für den Vogelzug. Schwalben- und Segler, sowie Rotflügelbrachschwalbe, Bienenfresser und Maurensteinschmätzer sind für diese Jahreszeit typisch. Abends Rückkehr nahe Olhao.

Je nach verbleibender Zeit noch Beobachtungen im Raum Naturpark Ria Formosa. Transfer zum Flughafen Faro und Rückflug.

Anforderungen der Reise: geringe Anforderungen, wandern bis 5 km

Auf unseren Reisen beobachten wir die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum und können Ihnen nicht garantieren, alle hier aufgeführten Zielarten auf der Tour zu sehen. Unsere Reiseleiter bemühen sich, Ihnen so viele Vogelarten wie möglich zu zeigen.

Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinflussen sind zwar nicht vorgesehen, wir behalten sie uns aber vor. Bitte nehmen Sie das Detailprogramm als Vorschlag, aber nicht als Checkliste, was jeden Tag passieren muss.

Das Programm kann umgestellt werden, wobei der Charakter der Reise jedoch erhalten bleibt. Wenn die Reise umgestellt wird, dann nur zu Ihren Gunsten! Bitte beachte Sie, dass sich bei den Reisen die angegebenen Reiseleiter ändern können.

Diese Reise ist nicht speziell für FotografInnen konzipiert. Die Beobachtung steht hier im Vordergrund. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt, jedoch nicht, wenn es mit Störungen für Natur oder Mitreisende verbunden ist. Im Zweifelsfall ist die Reiseleiterin oder der Reiseleiter zu fragen.

Wir bitten zu beachten, dass im Rahmen der inkludierten Mahlzeiten die Getränke in Eigenleistung auszuwählen und zu bezahlen sind (wenn nicht anders ausgeschrieben). In diesem Zusammenhang auch ein Hinweis zu den Trinkgeldern: Trinkgelder für Fahrer, lokale Führer und Hotel- bzw. Restaurantpersonal oder Ihre Reiseleiter sollen in jedem Fall ein Ausdruck der Zufriedenheit sein und werden von den Empfängern als persönliche Anerkennung für die erbrachte Leistung gewertet. Bitte berücksichtigen Sie dies für Ihre Reisekasse.

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich nicht geeignet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie gern telefonisch bei uns.

Stornierungsbedingungen laut AGB des Veranstalters.

Eine Kreditkartenzahlung per VISA oder Mastercard ist möglich. Weitere Informationen erhalten Sie von unserem ZEIT REISEN Kundenservice.

Der CO₂-Ausstoß für sämtliche Fahrten mit Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff sowie das Landprogramm wird für Sie kompensiert!

Termine & Preise

Für die Buchung dieser Reise erhalten Sie pro gebuchter Person 20 Bonuspunkte.»
Für eine detaillierte Darstellung aller Daten & Orte der einzelnen Termine bitte klicken.

BeginnEndeAnzahl TeilnehmerPreis
27.04.2024
04.05.2024
Min 7, Max 12ab 2.000 €
Reiseorte für "Vogelbeobachtung im Süden Portugals"
1. Tag 27.04.2024Olhao
2. Tag 28.04.2024Olhao
3. Tag 29.04.2024Olhao
4. Tag 30.04.2024Sagres
5. Tag 01.05.2024Castro Verde
6. Tag 02.05.2024Castro Verde
7. Tag 03.05.2024Olhao

Änderungen vorbehalten; Preise pro Person

Enthaltene Leistungen:

  • Sieben Übernachtungen in Mittelklassehotels (Landeskategorie)
  • 7x Halbpension
  • Alle Transferfahrten vor Ort
  • Professionelle, deutschsprachige und landeskundige Reiseleitung
  • Artenliste
  • Reisebericht
  • Ein DuMont-Reiseführer pro Buchung
  • Pflanzung eines vom Aussterben bedrohten Baumes in Costa Rica
  • Der CO₂-Ausstoß für sämtliche Fahrten mit Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff sowie das Landprogramm wird für Sie kompensiert!

Nicht enthaltene Leistungen:

  • Flug ab/ bis Frankfurt in der Economy-Class (andere Abflughäfen auf Anfrage, ggf. mit Aufpreis)
  • Zusatzleistung für Flugreisen: Rail & Fly Ticket, Sitzplatz, Spezialverpflegung, etc. (auf Anfrage und gegen Aufpreis – bei Buchung bitte angeben)
  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben
  • Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen bietet Ihnen gerne unser Partner, die HanseMerkur

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