Zur Übersicht Berichte

Berlin – Klassiksterne am Pfingsthimmel 2014

Pfingsten naht. Die Stadt wird brummen. Viele Touristen werden die Feiertage zu einem verlängerten City- Trip in die Hauptstadt nutzen, davon alleine schon 1,5 Millionen für den Besuch des Karnevals der Kulturen in Kreuzberg. Und obendrein sind die heißesten Tage des Jahres angekündigt. Wird meinen exklusiven Reisegästen das nicht alles zu voll und zu heiß sein? Werden die im Reiseablauf angesteuerten Inseln der Ruhe und Erfrischung nicht heillos überlaufen sein? Werden alle angekündigten Künstler auftreten und der Hitze standhalten? Wird der Operndirektor sein Versprechen einhalten und uns zum Souper begleiten? Kurzfristig und unvorhersehbar sagt Lorin Maazel ab. Bisher war er für sein hohes Lebensalter gesundheitlich ausgesprochen stabil.
Die Berliner Philharmoniker mit ihrem einzigartigen Portfolio an berühmten Gastdirigenten bieten Semyon Bychkov als Ersatz auf (die Presse wird schreiben: als „mehr als einen Ersatz“). Die Gäste nehmen es gelassen und sind durch vorherige Konzerteinführung und einen exklusiven Rundgang durch die Philharmonie ohnehin schon in bester Stimmung. Mit Tipps für den freien nächsten Tag, die Kunst und Kultur- Optionen jenseits des Gängigen ebenso enthalten wie Möglichkeiten, sich wasser- und naturnah zu entspannen, entlasse ich meine Gäste in die erste Nacht im nahen Hotel. Am Abend des zweiten Tages bekomme ich im gemeinsamen Taxi zufriedene Berichte über die Tagesgestaltung, bevor wir in der Deutschen Oper eine Werkeinführung in Donizetti’s „Maria Stuarda“ und eine Führung hinter die Bühne durch den Operndirektor erhalten. Selbst Weltstar Joseph Calleja dürfen wir in seiner Garderobe besuchen. Joyce di Donato und er bringen danach den Saal zum Kochen. Wir sind dabei, natürlich auf Plätzen der ersten Kategorie.
Danach können wir unser Drei-Gang- Souper (werkadäquat beim feinen Italiener) unter freiem Sternenhimmel genießen, und der Operndirektor erfrischt uns zusätzlich mit Anekdoten, die uns den Hintergrund des Opernlebens noch einmal menschlicher und nachvollziehbarer macht. Am nächsten Morgen findet unsere Stadtführerin schattige Plätzchen und Wege abseits der ausgetrampelten Pfade und lässt dennoch keinen der Höhepunkte in Berlins Mitte aus. Ich habe Wasserflaschen gekauft und versorge meine Kunden zwischendurch immer wieder mit frischem Nass. Alle treffen wohlbehalten und unter Umgehung der langen Warteschlange zum Mittagessen auf dem Reichstag ein. Der Blick ist einzigartig. Für den Nachmittag fahren wir ins kleine, idyllische Georg- Kolbe- Museum, wandeln durch den Skulpturengarten und erfrischen uns auf dem nur für uns reservierten Café – Balkon bei Kaffee, Kaltgetränken und Kuchen. Zum Abend hin stoßen wir an: Auf ein Berlin, das es versteht, auch zu hitziger Pfingstzeit eine Stadt exklusiver Kultur-, Gourmet- und Naturerlebnisse zu sein.

Informieren Sie sich hier über unsere aktuellen Musikreisen >>

Törnbericht: Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar Zur Übersicht “Berichte” Osterfestspiele 2014 in Salzburg