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1. ZEIT-Gipfeltreffen im Ötztal - Wie alles begann

Es war kein Aprilscherz: Am 1. April 2000 um 18 Uhr hatten sich 40 wildfremde Menschen im Seminarraum des Hotels Alpina in Sölden versammelt um mit einem Glas Schlumberger Sekt auf den Startschuss eines Projekts anzustoßen, von dem niemand wusste, wie es sich einmal entwickeln würde. Aus allen Teilen Deutschlands, aus der Schweiz und aus Österreich, waren die Menschen angereist, die eines verband: Sie waren alle Leser der ZEIT, zum Teil seit vielen Jahrzehnten, zum Teil eher sporadisch. Und alle hatten auf eine Anzeige in unserer Zeitung reagiert und sich zum »1. ZEIT-Gipfeltreffen im Ötztal« angemeldet.

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Die Idee: Warum nur eine Zeitung – natürlich die beste in Deutschland – herausgeben und nicht auch unseren Lesern anbieten, mit der ZEIT zu verreisen. Dabei andere ZEIT-Leser kennenzulernen und in einer inspirierenden Gemeinschaft interessanter Menschen eine schöne Urlaubswoche zu verbringen – auf ZEIT-Niveau und mit einigen der Protagonisten aus der Redaktion? So standen in der illustren Runde auch Jochen Buchsteiner, Redakteur in unserem Hauptstadtbüro, Thomas Kleine-Brockhoff aus dem Dossier und Uwe Jean Heuser aus der ZEIT-Kreativschmiede Ideenwerkstatt. Und ich, der seit 12 Jahren für die ZEIT um die Welt gereist war und über Reisen und Wirtschaft schrieb. Schnell entstanden spannende Gespräche zwischen Menschen, die sich bis (eben) dahin nicht kannten. Und schon beim ersten Abendessen herrschte an allen ZEIT-Tischen rege Konversation.

Am nächsten Morgen wurden die neuesten Skimodelle zum Test an die Teilnehmer ausgegeben, wir fuhren mit der Seilbahn hinauf aufs Giggijoch, wo schon die Skilerher der Skischule Ötztal auf uns warteten. Nach der Gruppeneinteilung verstreuten wir uns über die Pisten am Schwarz-, Rot- und Gaislachkogel, wie die Berge in Sölden heißen. Und natürlich auf den Gletschern Rettenbach- und Tiefenbachferner. Über uns brannte die Sonne vom wolkenlos blauen Himmel – sieben Tage lang. Es folgten, dank der Höhenlage der Pisten bis über 3.000 Meter, herrliche, unbeschwerte Skitage, die abseits vom Söldener Aprés-Ski-Trubel oft an einer kleinen Hütte an der Talabfahrt endeten: der Gampe Thaya, wo Daniela und Jakob Prantl eine einzigartige Atmosphäre geschaffen hatten: Zwei knarzige, Jahrhunderte alte Stadeln, verbunden durch einen in moderner Architektur gestalteten Küchentrakt. Keine nervende Aprés-Ski-Musik sondern: Stille und ein berauschender Ausblick auf die Ötztaler Dreitausender! Und großartige Würste, Sauerkraut und Knödel aus eigener Herstellung und von Bauern aus dem Tal – allen voran der weltbeste Kaiserschmarrn. Kein Wunder also, dass wir die Gampe Thaya schon nach wenigen Tagen in »ZEIT-Hütte« umtauften.

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Mit einem kleinen Skirennen wurde am letzten Skitag der 1. ZEIT-Ski-Champion gekürt, gefeiert
wurde natürlich am Nachmittag auf der Gampe Thaya. Und am Abend nach der Siegerehrung ging es geschlossen in die »Lawine«, wo ZEIT-Begleiter und Gäste bis in den frühen Morgen die Tanzfläche bevölkerten.

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Fünfzehn Mal waren wir seitdem in Sölden. Und am 14. März 2015 geht’s nach ziemlich genau 15 Jahren wieder dorthin, wo für ZEIT REISEN alles begann. Seit fünf Jahren ist das Hotel Berland von Sigi Grüner und seiner Familie unser Basislager. Aus der ersten ZEIT-Reise wurde ein Jubiläumskatalog mit mehr als 100 Reisen auf 230 Seiten und aus der one man show eines ZEIT-Redakteurs auf Abwegen eine Abteilung mit in Hochzeiten 15 Mitarbeitern. Und Sölden wurde zu einer der Ski-Hochburgen der Alpen – mit der Verbindung aller Skiberge durch die modernsten Seilbahnen, Abfahrten von fast 2.000 Höhenmetern und herrlichen, manchmal auch unberührten Hängen und Pisten, die man mit Hilfe kundiger Skiführer findet. Und am Rande des Skizirkus in der Stille der Natur liegt die ZEIT-Hütte: Daniela und Jakob haben das Geschäft an Ihre Kinder übergeben, aber sie sind weiter mittendrin und nicht nur dabei, wenn die Pfannen gefüllt werden mit dem besten Kaiserschmarren der Welt. Darauf freuen wir uns schon jetzt!

 

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