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Wandern in Südtirol

Wandern und Südtirol sind ein Paar und so alt wie die Menschheitsgeschichte südlich des Brenners!
Der Mann aus dem Eis gibt beredtes Zeugnis darüber, dass man in den Bergen am besten zu Fuß ist und auch in den Tiroler Alpen kennt oder spürt man die bewährte Indianerweisheit „… die Seele geht lieber zu Fuß!“ Südtirol ist mit seiner Landschaftsvielfalt von der Urlandschaft im Hochgebirge aus Fels und ewigem Eis und seinen einzigartigen Tälern in allen Höhenlagen mit den früh besiedelten Mittelgebirgsflanken und Hochflächen, seinen fruchtbaren und milden Talniederungen reiches „Betätigungsfeld“. Man staunt als Fußwanderer, wie Wegstrecken und Höhen rasch „genommen“ werden, Ausblicke belohnen reichlich für etwaige Mühen, Herz und Hirn werden freigeatmet, man spürt sehr bald eine wohltuende innere Ausgewogenheit! Ausgewogenheit zwischen oben und unten, Nord und Süd, Tradition und Moderne, ist erlebbar mit ZEIT REISEN und Walter Kircher. In einer gemeinsam konzipierten Wanderwoche unter dem Titel – Kulturwandern vor grandioser Kulisse!
Das Basislager bilden die Städte Bozen und Brixen mit ihrer ganz unterschiedlichen Entstehungs- und Daseinsgeschichte.

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Ihnen ist jeweils ein eigener Tag zur Entdeckung gewidmet. Bozen, die alte Handelsstadt zwischen Augsburg und Venedig, – deshalb das stolze Siegel mit dem Wahlspruch der Handelskammer aus den Zeiten des Merkantilmagistrates: Ex merce pulchrior (Durch Handel zu höherem Wohlstand) –  ist die Hauptstadt des Landes und ganz in der Tradition des Warenaustausches zwischen italienischen und deutschen Handelsleuten, auch heute die Stadt wo die beiden Sprachen und Kulturen, auch zeitgeschichtlich bedingt, unmittelbar nebeneinander erlebbar sind. Zur Bedeutung Bozens als Handelsstadt kam der Wein. Er wächst „seit immer“ vor der Haustür, also vor den Altstadtmauern bis in die umgebenden „Weinleiten“. Besondere Berühmtheit erlangt und in ungebrochenem Ansehen, St. Magdalena mit dem atemberaubenden Blick hin zu König Laurins Rosengarten. Die gleichnamige Sage ist in der Bar des Übernachtungshauses Parkhotel LAURIN im schönsten Jugendstil verbildlicht.
Zu Bozen gehört die Sommerfrische, gemeint ist der Ritten mit seinen gediegen gewachsenen Dörfern wo sommerlich gestimmte Städter und Landbevölkerung fröhlich zusammenwohnen und sich täglich über den Panoramablick auf Dolomiten, Mendel und Sarntaler Alpen erfreuen.
Ein weiterer Tag gilt dem Besuch der zweitgrößten und ebenso bedeutenden Stadt Meran.Als Kurort vor rund 150 Jahren entdeckt, zum Sonnenbalkon der Habsburgermonarchie geworden und damit schnell zu Europa weiter Geltung gelangt. Meran befand sich als alte Landeshauptstadt Tirols im Dornröschenschlaf, dies gehört zum Mythos dieser lebhaften und vielbesuchten Stadt unter den Dreitausendern der Texelgruppe, den südlichen Ausläufern der Ötztaler Alpen und als Schutz verantwortlich für Merans besonderes, mediterranes Klima! Ein Spaziergang „im Promenadenstil“ zum Schloss Tirol, der Wiege des Landes an Etsch, Inn und Rienz bildet einen weiteren Höhepunkt im Landschaftserlebnis Südtirol!

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Zwischen Bozen und Brixen, im mittleren Eisacktal, hoch über der Mündung des Grödner Tales ist eine Rundwanderung um Bad Dreikirchen und Briol das Tagesziel. Zurück in die Belle Époque, einer verloren geglaubten Sommeridylle aus dem Bad-Gasthof, den namengebenden, nah zusammenstehenden drei Kirchen zu den hll. Gertraud, Nikolaus und Magdalena, sowie einiger Sommerhäuser aus den Zwanzigerjahren der „Tiroler Moderne“. Verkehrsfrei, in urwüchsiger, selten gewordener Blumenwiesenpracht und parkähnlichem Mischwald, sind die Besuchenden auf der Fährte von Christian Morgenstern und Sigmund Freud und fühlen sich in deren Zeit versetzt.
Brixen an der alten Brennerroute, die tausendjährige  Residenzstadt der Fürstbischöfe strahlt noch vieles von dem aus, was selbstbewusste Kirchenmänner, Bürger und Ackerbürger, Künstler und Handwerker, Schulleute und Dienstleute am Zusammenfluss von Eisack und Rienz entstehen ließen!

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Nach Besichtigung der Münsteranlage aus mehreren Stilepochen und der verwinkelten und unversehrten Altstadt führt der Weg durch die Weinberge der Brixener nahtlos in jene der Neustifter Winzer und in einer bequemen Gehstunde zum Kloster Neustift. Tirols größte Klosteranlage in wirtschaftlicher und spiritueller Hinsicht stets in herausragender Stellung. Die Augustiner Chorherren erfreuen sich ungebrochenen Zugangs, eifrig in der Seelsorge eingebunden, Schulort mit Internat, Bildungshaus mit zahlreichem Angebot für Einheimische und Gäste in spürbar wohltuender Atmosphäre und nicht zuletzt mit berühmter Klosterkellerei von nationaler und internationaler Bedeutung.
Am Tag vor der Abreise geht’s hoch hinaus, Bustransfer in den Grödner Hauptort St. Ulrich mit seiner ganz eigenen Geschichte. Röden ist eines der Ladinischen Dolomitentäler und vergleichbar mit der rätoromanischen Situation in Graubünden. Wirtschaftliche Not durch landwirtschaftliche Grenzsituation „trieb“ die Bewohner durch die Jahrhunderte zu alternativen Erwerbszweigen so der Holzschnitzerei und dann dem Ausbau für des Alpintourismus.
Beides ist auf Schritt und Tritt und zeitgemäß allgegenwärtig. Eine moderne Standseilbahn bringt die Besucher zur Resciesa/Raschötz, einer Belle Etage über der Waldgrenze mit einem Rundumblick auf die nächsten – zum UNESCO-Welterbe geadelten – Dolomitengrößen, weiterer Ostalpengruppen wie Brenta, Adamello und Ortler, den Alpenhauptkamm bestehend aus Ötzta-ler, Stubaier und Zillertaler, die Hohen Tauern und die Rieserfernergruppe schließen den Kreis zu den Sextener Dolomiten.

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Ein Abschiedstrunk unter dem Freskenzyklus zur Iweinsage auf Schloss Rodenegg beschließt eine unverwechselbare Wanderwoche in der Alpenregion Südtirol mit seinen drei Sprach- und Kulturwelten!

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