Die Neuentdeckung der Welt

  • Termine: 08.01.2019
  • Dauer: 46 Tage
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 1, Max. 300

Die Neuentdeckung der Welt

  • Termine: 08.01.2019
  • Dauer: 46 Tage
  • Anzahl Teilnehmer: Min. 1, Max. 300

Höhepunkte der Reise

  • Informatives ZEIT-Bordprogramm während der gesamten Reise
  • Vorträge, Gespräche und Diskussionen mit den ZEIT-Experten
  • Häfen mit kolonialem Geist, moderne Metropolen mit mächtigen Skylines
  • Inspirierendes Reiseerlebnis gemeinsam mit anderen ZEIT-Lesern
  • Individuelle Entspannung, Erholung und Entschleunigung an Bord

Karte / Umgebung:

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Reiseübersicht

Erleben Sie zum Jahresbeginn 2019 ein unvergessliches maritimes Abenteuer. Erfahren Sie auf der Route legendärer Seefahrer live den Wandel unserer Welt und diskutieren mit ZEIT-Experten an Bord während der Reise über Themen der Geschichte und Zukunft wie etwa Kolonialisierung, Globalisierung und Zukunftsentwicklung. Genießen Sie zugleich Entspannung und Entschleunigung an Bord eines der letzten Ocean Liner – eine Reise, die in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Weltordnung führt!
Zwischen Hamburg und Shanghai liegen nicht nur fast 10.000 Seemeilen, Häfen der Welthandels- und Kulturgeschichte mit klingenden Namen wie Athen und Maskat, Goa und Colombo, sondern auch die modernen Metropolen Dubai, Singapur und Hongkong, die von einer neuen, multipolaren Weltordnung künden. Sie erleben diese Traumreise gemeinsam mit leitenden ZEIT-Redakteuren und -Korrespondenten in Vorträgen, Diskussionen, Gesprächen und Lesungen, en passant, so wie die Themen am Weg liegen – Journalismus live! Von Hamburg durch den Atlantik bis ins Mittelmeer nach Haifa begleitet Sie Ulrich Ladurner, unser Brüsseler Europa-Korrespondent. Durch Arabien fährt mit Ihnen der Außenpolitische Korrespondent der ZEIT, unser Nah- und Mittelostexperte Michael Thumann. Von Dubai bis Singapur ist unser Wirtschaftschef Dr. Uwe Jean Heuser an Bord. Auf der Schlussetappe über Malaysia und Hongkong nach Shanghai begleitet Sie unser Ostasienexperte Matthias Naß. Natürlich ist auf den Seetagen jede Menge Zeit für informelle Gespräche mit allen ZEIT-Kollegen.
Auf dieser Seereise schwingt auch das Erbe des britischen Empires mit. Deshalb gibt es kein geeigneteres Schiff für unsere Expedition als die »Queen Mary 2«, jener stilvolle und mit allem Komfort ausgestattete Ocean Liner der Traditionsreederei Cunard. Die zweite Cunard-Königin, die »Queen Victoria«, übernimmt die kurze Ouvertüre von Hamburg nach Southampton. Die Stimmung an Bord ist angenehm und stilvoll, very british eben. Etwa bei der Tea Time im Queens Room, bei den Empfängen des Kapitäns, im Golden Lion Pub, dem Britannia Restaurant oder im Deckchair mit Blick über den Ozean.
Die Reise führt Sie zum Jahresbeginn 2019 vom Winter in sommerliche Temperaturen. Nicht zuletzt der Wechsel zwischen den Landexkursionen voller Einsichten und Debatten mit der Gelassenheit, Entspannung und Erholung der Seetage geben dieser Seereise den Charakter einer wahren Passage.

ZEIT-Reisebegleiter: Ulrich Ladurner

Ulrich Ladurner arbeitet seit 1999 als Auslandsredakteur der ZEIT. Seit Herbst 2016 ist er ZEIT-Europakorrespondent in Brüssel.

Seiner Heimat Südtirol ist er verbunden, unterwegs in der ganzen Welt. Seine Berichte und Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet.

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ZEIT-Reisebegleiter: Michael Thumann

Michael Thumann ist Außenpolitischer Korrespondent der ZEIT Chefredaktion. Von 1996 bis 2001 leitete er das Moskauer Büro der ZEIT.

Anschließend war er langjähriger Korrespondent für den Nahen und Mittleren Osten mit Sitz in Istanbul. 2014 bis 2015 leitete er das Moskauer Büro der ZEIT. Der aktuellen Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten gilt sein besonderes Interesse.

Dr. Uew Jean Heuser

ZEIT-Reisebegleiter: Dr. Uwe Jean Heuser

Uwe Heuser arbeitet seit 1992 bei der ZEIT und leitet seit 2000 das Wirtschaftsressort. Der promovierte Volkswirt studierte unter anderem an der Harvard University und ist Autor mehrerer erfolgreicher Wirtschaftsbücher.

Die Entwicklung, die Grenzen, vor allem aber auch die Chancen der Globalisierung und Digitalisierung der Weltwirtschaft beschäftigen sein Denken und Handeln besonders.

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ZEIT-Reisebegleiter: Matthias Naß

Matthias Naß, langjähriger stellvertretender ZEIT-Chefredakteur, ist Internationaler Korrespondent der Chefredaktion sowie Experte für die Entwicklung Südostasiens und Chinas.

Nach seinem Studium in Geschichte, Sinologie und Politikwissenschaften an den Universitäten Göttingen, Hawaii und Hamburg, arbeitete er zunächst als Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde und Herausgeber der Zeitschrift »Asien«. Ab 1982 besuchter er die Hamburger Journalistenschule und begann anschließend bei der ZEIT als Redakteur im Ressort Politik. Aktuell ist Matthias Naß Ko-Vorsitzender des Deutsch-Japanischen Forums. Auf ZEIT Online erscheint wöchentlich seine Morgenkolumne »Fünf vor 8«. Außerdem ist er Gründer und Wissenschaftlicher Leiter der ZEIT Akademie. Die politische und wirtschaftliche Entwicklung Asiens ist seit den siebziger Jahren ein wichtiges Leitmotiv seiner publizistischen Tätigkeit.

Reiseverlauf

  1. Tage 1 – 12 | 08.01. – 19.01.2019

    Von Hamburg nach Haifa mit Ulrich Ladurner
    Die erste Etappe Ihrer großen Reise beginnt am 8. Januar 2019 in Hamburg auf der Queen Victoria. Nach der Einschiffung erwarten wir Sie um 15 Uhr im Queens Room zum ZEIT-Empfang mit Ihren Reisebegleitern von der ZEIT. Und Sie lernen Ihre Mitreisenden für die kommenden 46 Tage kennen. Wir stellen Ihnen das Reiseprogramm Ihrer Weltentdeckerreise vor. Dann heißt es »Leinen los!« und die Queen Victoria gleitet aus dem Hamburger Hafen der Elbmündung entgegen. Den ersten Seetag verbringen Sie auf der Nordsee und Sie hören einen einführenden Vortrag von Ulrich Ladurner über die politische Entwicklung Europas. Heute wie auch bei allen folgenden ZEIT-Veranstaltungen an Bord sind Sie herzlich eingeladen, aktiv an der Diskussion teilzunehmen.

    Am dritten Tag Ihrer Reise heißt es dann umsteigen auf die nächste Cunard-Queen, mit der Sie Ihre Reise bis nach Shanghai fortsetzen werden. Die Queen Mary 2 wartet in Southampton bereits auf Sie. Über das Cunard-Terminal gelangen Sie bequem auf die Queen Mary 2, wo Sie Ihre Kabinen für die nächsten 43 Tage beziehen.

    Southampton ist der Heimathafen der Cunardflotte. Von hier aus betrieb die englische Reederei ab Mitte des 19. Jahrhunderts den Liniendienst nach Halifax, Boston und New York. Southampton war auch das Ausfallstor für Millionen Auswanderer nach Nordamerika auf den klassischen Ocean Linern. Von diesem historischen Hafen aus startete einst auch die Mayflower im September 1620 zu ihrer legendären Fahrt nach Nordamerika, woran das Mayflower Memorial erinnert. Nach dem Bau großer Werften im 19. Jahrhundert wurde Southampton auch der Sitz mächtiger Reedereien wie Cunard oder White Star Lines, die sich fast hundert Jahre lang einen heißen Kampf um das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung lieferten.

    Ulrich Ladurner wird mit Ihnen in den nächsten drei Tagen, in denen Sie mit unserem Brüsseler Korrespondenten in der Nordsee von England, entlang der französischen, portugiesischen und spanischen Küste bis in Mittelmeer fahren, weitere aktuelle europapolitische Themen diskutieren: »Wie sieht die Zukunft Europas aus? Wie entwickeln sich die einzelnen Länder? Wie kann man Europa überhaupt reformieren? Und wer kann das?«

    Inzwischen haben Sie sich an Bord eingerichtet und bestimmt bereits Ihren persönlichen Lieblingsplatz gefunden: Etwa eingemummelt im Deckchair auf Deck 7? Hinten an der Flagge auf Deck 8, wo sich die weiße Schaumkronenspur der Queen am Horizont auflöst? In einem bequemen Sessel in der Bibliothek? Oder im Commodoreclub vor dem Fenster direkt unter der Kommandobrücke? Und vielleicht waren Sie auch schon zur »tea time« im Queens Room, ein sich täglich wiederholendes Ritual. »Very britisch« servieren livrierte Kellner Sandwiches und Scones, Erdbeertörtchen und Tee aus silbernen Kannen.

    Jogger, Walker und Spaziergänger brauchen an Bord nicht auf Bewegung zu verzichten: Ab acht Uhr früh ist das Promenadendeck für die Frühsportler geöffnet, so ab halb elf, nach dem Frühstück, beginnt die Zeit der Spaziergänger. Je nach Wind und Wetter leicht bekleidet, im Windbreaker, Fleecepullis Anoraks gehüllt, lassen sie die Gedanken kreisen oder sind ins Gespräch vertieft. Einmal, viermal, zehnmal umrunden Sie das Schiff, vom Bug zum Heck und auf der anderen Seite wieder zurück, jede Runde misst gut einen halben Kilometer.

    Cadíz erreicht das Schiff am sechsten Reisetag kurz nach der Durchquerung der Straße von Gibraltar. Die Geschichte von Cadíz geht zurück bis ins Jahr 1.104 v. Chr. und ist mit der späteren Kolonialisierung der Welt durch die Spanier eng verbunden. Der Sage nach soll Herakles die Stadt gegründet haben. Ihre Lage auf einer Insel nahe der Bucht, an der Scheide zwischen Mittelmeer und Atlantik machte die Stadt sowohl für die Karthager wie auch später für die Römer zu einem strategisch wichtigen Hafen- und Handelsstützpunkt. Mit den atlantischen Eroberungen der Spanischen Krone im 15. Jahrhundert gewann Cadíz als Atlantikhafen noch zusätzlich an Bedeutung, die spanische Silberflotte brachte ihre erbeuteten Schätze hierher. Sir Francis Drake zerstörte 1587 große Teile der Spanischen Armee, die im Hafen von Cadíz lag. Erst mit dem Verlust der spanischen Kolonien sank der Reichtum der Stadt, und sie verlor ihre exponierte Position auf der Landkarte der Macht. Heute ist Cadíz eine lebhafte und sehenswerte Stadt mit einer hübschen Altstadt mit einem Gewirr von Gassen, die in kleine Plätze münden – überragt von der Kathedrale mit goldenem Dach und weißen Häusern unter blauem Himmel. In der Altstadt finden Sie zahlreiche kleine Wehrtürme und die berühmte Kirche San Felipe Neri, in der die erste spanische Verfassung ausgerufen wurde. Einen Besuch lohnt außerdem die altehrwürdige Markthalle mit ihrem bunten Treiben und einem Riesenangebot von frischen Meeresfischen.

    Drei Tage Fahrt durchs Mittelmeer mit viel Zeit für Gedanken und Gespräche mit Ulrich Ladurner und den Mitreisenden. Dann wartet Athen auf die ZEIT-Reisenden: Ein Ausflug in die Welt der Antike, in die Gedanken großer Philosophen und auch in die Realität der EU. Im Athener Straßenbild ist die griechische Dauerkrise kaum sichtbar. Die Cafés sind bevölkert, die rush hour produziert Verkehrsstaus wie eh und je.

    Piräus, der Hafen von Athen, liegt im Saronischen Golf. Im Altertum war Piräus der größte und heute ist er einer der bedeutendsten Häfen des Mittelmeeres mit blühendem Handelsverkehr und entwickelter Industrie. Das heutige Piräus ist eine eigenständige, lebhafte und sehenswerte Stadt.

    Gegründet wurde der Hafen von Athen in einer Bucht etwa zehn Kilometer von der Stadt entfernt, als Themistokles im 5. Jahrhundert v. Chr. den Bau einer Kriegsflotte für Athen in Auftrag gab. Im Mittelalter hieß Piräus »Poro Leone« nach einem gigantischen steinernen Löwen, der die Einfahrt zum Hafen bewachte. Piräus ist heute einer der größten Seehäfen im Mittelmeerraum. Die riesige Hafenanlage ist in verschiedene Häfen unterteilt, den Haupthafen Kantharos mit den weitläufigen Container- und den Fährterminals, Mikrolimano mit den Kuttern, Fischerbotten und hübschen Tavernen sowie den Jachthafen Zea. Im Verlauf der griechischen Finanzkrise wurde die Hälfte des Containerhafens ab Oktober 2009 an das chinesische Staatsunternehmen China Ocean Shipping (Group) Company (kurz: COSCO) für die Dauer von 35 Jahren verpachtet. Damit wurde Piräus zu einem wichtigen Endpunkt für die maritime Seidenstraße, einem wichtigen Teil des gigantischen Projekts »Neue Seidenstraße« mit der die chinesische Regierung die wirtschaftliche Expansion Chinas vorantreibt.

  2. Tage 12 – 21 | 19.01. – 28.01.2019

    Von Haifa bis nach Dubai mit Michael Thumann
    In Haifa erfolgt der erste Wechsel im Lektoren-Team. Uli Ladurner fliegt zurück nach Deutschland, Michael Thumann, der Außenpolitische Korrespondent der ZEIT, kommt an Bord. Er freut sich sehr auf die kommenden 10 Tage mit Ihnen, da er diese Weltregion mit ganz besonderem Interesse verfolgt. Die Entwicklung des Nahen und Mittleren Ostens, die Aussichten für Israelis und Palästinenser, Ihren Konflikt zu bewältigen und zu einem friedlichen Miteinander zu finden. Die Möglichkeiten, den Islamischen Staat nachhaltig zu bekämpfen. Oder die Aussichten der Golfstaaten nach Ende des Erdöls. Das könnten Themen sein, zu denen er während der Fahrt durch den Suezkanal vortragen und mit Ihnen diskutieren möchte. Zunächst aber steht erst mal ein lohnenswerter Ausflug nach Haifa an.

    Haifa
    In der lebendigen, international geprägten Hafenstadt fühlen sich Reisende sofort wohl. Spazieren Sie über die Hafenpromenade, flanieren Sie durch die berühmten Hängenden Gärten oder erfahren Sie Wissenswertes im Israelischen Nationalmuseum.

    In der historischen Provinz Galilää gelegen, datiert die Siedlungsgeschichte der drittgrößten Stadt Israels auf das 14. Jahrhundert vor Chr. Der Hafen gelangte aber erst im 19. Jahrhundert zu Bedeutung, als die Araber die Stadt befestigten und einen modernen Hafen anlegten, der anders als das benachbarte Akkon ausreichend Tiefgang für die damals modernen Dampfschiffe hatte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, unter der Herrschaft der Osmanen und ab 1919 während der britischen Mandatszeit wurde Haifa zum wichtigsten Hafen für jüdische Einwanderer aus aller Welt. Die Marinebasis Haifa ist der Hauptstützpunkt der Israelischen Marine.

    Dubai
    Dubai ist eine der lebhaftesten und multikulturellsten Hafenstädte der gesamten Golfregion. Hier ist eine ganz neue Welt entstanden, voller Glitzer und Glamour, die durch schnelles Wachstum beeindruckt. Die beiden Teile Bur Dubai und Deira werden durch einen zwölf Kilometer langen Meeresarm, den Creek, geteilt, auf dem stets ein geschäftiges Treiben herrscht. Die phänomenale Skyline wird von fantastisch modernen Glasfassaden bestimmt. Aber dennoch gibt es einige interessante historische Gebäude wie das Fahidi Fort und die traditionellen Windturmhäuser.

    Dubai ist eine junge Stadt, 1833 gegründet, und bis das Öl entdeckt wurde, entwickelten sich im rasch wachsenden Hafen Perlenfischerei und der Seehandel mit Asien. Ende des 19. Jahrhundert war Dubai, nicht zuletzt durch zahlreiche Einwanderer aus dem Iran, eine florierende Hafenstadt mit dem größten Souk an der Küste. 1966 wurde im Dubai-Fateh-Feld Öl entdeckt, und Scheich Rachid verwendete die Einnahmen für Infrastrukturmaßnahmen: Er ließ einen neuen Tiefseehafen bauen, dem 1985 in Jebel Ali der größte künstliche Hafen der Welt folgte. Verbunden mit niedrigen Einfuhrzöllen, der Steuerfreiheit für Privatvermögen und dem Wegfall der Körperschaftsteuer hat sich Dubai seit 1971, seit seiner Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft, zu einem der dynamischsten Wirtschaftsmetropolen der Welt entwickelt.

  3. Tage 21 – 34 | 28.01. – 10.02.2019

    Von Dubai bis nach Singapur mit Dr. Uwe Jean Heuser
    In Dubai findet der zweite Wechsel im ZEIT-Lektoren Team statt. Wir verabschieden Michael Thumann und begrüßen Uwe Jean Heuser, der seit über 15 Jahren das ZEIT-Wirtschaftsressort leitet und ein sehr erfolgreicher Wirtschaftsbuchautor ist. Die Kolonialisierung, Globalisierung und Digitalisierung der Weltwirtschaft werden die großen Themen sein, die auf diesem Streckenabschnitt unserer Reise die Diskussionen und Vorträge an Bord bestimmen sollen. Wie immer sind Sie herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen oder uns im Vorfeld der Reise Anregungen zu geben.

    Maskat, Mormugao, Colombo und Singapur sind besonders klingende Namen, wenn es um die Kolonialisierung dieser Weltgegend geht. Zunächst waren es die Araber, die mit ihren Dhaus den Seehandel der Region bis nach Indien und Afrika bestimmt haben. Ihnen folgten die europäischen Kolonialisten aus Holland, Portugal und England und machten Städte und Handelsniederlassungen wie Goa, Colombo und Singapur weltberühmt. Inzwischen haben sich die einstigen Kolonien von ihren Kolonialherren emanzipiert und teilweise neuen Partner zugewandt. In Colombo beispielsweise ist der wirtschaftliche Einfluss Chinas nicht zu übersehen.

    Maskat
    Maskat ist die Hauptstadt von Oman am gleichnamigen Golf. Der Name bedeutet »Ort des Fallens«, gemeint als Ankerplatz oder wegen der steil abfallenden Berge. Das Hafenviertel wird vom Palast des Sultans von Oman dominiert. Auf Ihrem Gang durch Maskat erleben Sie die prächtigen Moscheen und Paläste. Versäumen Sie nicht den Murrah Souk, einen traditionellen arabischen Markt voller Antiquitäten, Seiden und Teppichen. Der Hafen von Maskat war ein Zentrum des Seehandels mit China, Indien und Ostafrika und im 16. Jahrhundert zeitweise Stützpunkt der portugiesischen Flotte. Seine geographische Lage – von Angriffen aus dem Landesinneren durch die hohe Bergkette und vor starken Winden durch die Klippen geschützt – machte ihn zu einem der sichersten Häfen der Golfregion. Heute ist Maskat das wichtigste Kreuzfahrtterminal der Arabischen Halbinsel und der wichtigste Industriehafen für den Ölexport des Landes.

    Mormugao
    liegt idyllisch an einem natürlichen Hafen und befindet sich im Süden des kleinsten indischen Bundestaates Goa. Die Stadt hat fantastischen Strände, und legendär sind natürlich sowohl die Hippies wie die strahlenden Sonnenuntergänge. Vielleicht lassen auch Sie Ihre Seele an einem der schönen Strände baumeln.

    Im Hafen von Mormugao stehen die Ruinen eines alten Forts, das von den portugiesischen Eroberern errichtet wurde. Die Gebäude der Altstadt zeigen eine bunte Mischung aus Kolonialarchitektur und einer ganz traditionellen hinduistischen Bauweise.

    Maormugao ist einer der wichtigsten Häfen Indiens für den Eisenerzexport und die Verschiffung von Gewürzen in alle Welt und ein Schlüsselhafen für die Entwicklung des maritimen Handels in Indien. Eröffnet wurde der Hafen, der an der Mündung des Flusses Zuari, in einem perfekten Naturhafen der Bucht liegt, im späten 19. Jahrhundert vom portugiesischen Generalgouverneur. Die Kolonialherren hatten die Stadt im 17. Jahrhundert gegründet. Zeitgleich mit seiner Eröffnung schlossen die Portugiesen den Hafen an das Eisenbahnnetz von Britisch-Indien an und legten damit den Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg.

    Colombo
    Colombo, die Hauptstadt der Insel Sri Lanka, ist eine faszinierende Mischung aus Orient und Okzident. In der kosmopolitischen Stadt, die von indischen, arabischen, chinesischen und europäischen Akzenten geprägt ist, vermischen sich Kulturen und Religionen der ganzen Welt: Hindutempel, buddhistische Gebetsorte, grasbewachsene Bastionen und portugiesische Kirchen. Von hier aus gelangt man in wenigen Stunden in die alte Königsresidenz Kandy und die Ruinenstädte Anuradhapura, Polonnaruwa und Sigiriya.

    Schon vor mehr als 2.000 Jahren nutzen römische, arabische, persische und chinesische Handelsschiffe auf der Ost-West-Seehandelsroute Colombo an der Westküste Sri Lankas als Transithafen. Durch alle Jahrhunderte hindurch wurden die Gewürze der Insel von hier aus verschifft, sowohl die Portugiesen wie auch nach ihnen die Niederländer profitieren vom lukrativen Handel mit Zimt Als die Briten 1802 das Land kolonialisierten, machten sie Colombo zur Hauptstadt. Der Hafen von Colombo ist heute einer der wichtigsten Umschlaghäfen in Asien. Mithilfe chinesischer Hafenbetreiber entstehen derzeit in Colombo der größte Tiefseehafen Südasiens und eine neue Stadt am Meer.

    Penang
    Penang, ehemals George Town, bietet ein vielfältiges Bild: Berge von Batikstoffen in Basaren, die Kaskaden in botanischen Gärten, Hügelketten mit dichtem Dschungel umringt von weißen Sandstränden, der Schlangentempel, der Tempel des ruhenden Buddhas und Kek Lok Si, einer der schönsten südostasiatischen Tempel, laden zu einem Besuch ein.

    Penang ist die Hauptstadt der malayischen Provinz Penang in der Straße von Malakka. Es waren Händler der britischen Ostindischen Kompanie, die sich im Jahr 1786 hier erstmals ansiedelten. Der Ort gewann rasch als Anlegeplatz für Handelsschiffe an Bedeutung, die zwischen dem Kaiserreich China und Indien verkehrten. Der Hafen zählt zu den wichtigsten Häfen Malaysias und ist ein Umschlagplatz für Gummi- und Agrarprodukte. 1985 wurde eine 13,5 Kilometer lange Schrägseilbrücke zum Festland eröffnet, die Penang Bridge – die längste Brücke Südostasiens.

  4. Tage 34 – 46 | 10.02 - 22.02.2019

    Von Singapur bis nach Shanghai mit Matthias Naß
    In Singapur wechselt der Staffelstab der ZEIT-Begleitung zum letzten Mal, diesmal von Uwe Jean Heuser an Matthias Naß. Der Internationale Korrespondent war nicht nur mehr als 10 Jahre lang stellvertretender Chefredakteur der ZEIT, sondern ist seit bald dreißig Jahren auch ihr Experte für die Entwicklung Südostasiens und Chinas. Und er war ein enger Vertrauter eines bekannten ZEIT-Chinafreundes, des verstorbenen Altbundeskanzlers und ZEIT-Herausgebers Helmut Schmidt. Bis heute vertritt Naß die ZEIT als gerngesehener Gast auf wichtigen Konferenzen in China, Korea, Japan und anderen südostasiatischen Ländern.

    Nach dem rasanten Aufstieg von ASEAN-Staaten wie Südkorea, Malysia, Indonesien oder Singapur n den siebziger und achtziger Jahren ist es heute China, das als neue Supermacht in Wirtschaft und Politik und wichtiger Eckpfeiler einer neuen, multipolaren Weltordnung das Weltgeschehen mitbestimmt. Ein aktueller Ausdruck dieser Entwicklung ist das Projekt der »Neuen Seidenstraße«. Das Vorzeigeprojekt des chinesischen Parteivorsitzenden Xi Jinping propagiert die wirtschaftliche Expansion Chinas zu Lande und auf dem Meer: Auf einer »Maritimen Seidenstraße« mit Außenposten überall auf unserem Weg.

    Singapur
    Der seit 1970 selbständige Stadtstaat ist das bedeutendste Handelszentrum zwischen Indien und Japan. Nicht verwunderlich also, dass moderne Bürobauten, Bankpaläste und Niederlassungen internationaler Firmen das Zentrum prägen. Zudem gilt Singapur als die »sauberste Hauptstadt Ostasiens«. Davon können Sie sich bei einem Gang durch die Stadt und durch die vielen Parks und Gartenanlagen mit ihrer verschwenderischen Flora überzeugen. Der Hafen von Singapur ist der größte und wohl am effizientesten organisierte Hafen der Welt. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm er als Umschlagplatz eine exponierte Rolle in den südostasiatischen Handelsnetzen ein, da er als freier Handelshafen dem Im- und Export keine Einschränkungen auferlegte: dem chinesischen, das Südchina mit Südostasien verband, dem südostasiatischen, das die Inseln untereinander verknüpfte, und den Handelswegen, die Europa und Indien an die asiatischen Märkte anband. Der Wohlstand der britischen Kolonie führte zu einer ausgezeichneten Infrastruktur: Straßen und Schienen verbanden die Hafenstadt mit dem Hinterland. Nach der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 erlebte Singapur einen weiteren Wachstumsschub, verstärkt noch durch die Entwicklung der Hochsee-Dampfschiffe. 1902 wurde das erste Öllager angelegt. Nach dem Ende der Kolonialzeit 1967 verstärkte Singapur die exportorientierte Wirtschaft. 2007 lag der Umschlag von Standardcontainern bei 27,9 Millionen. Zum Vergleich: In Hamburg werden jährlich knapp 10 Millionen umgeschlagen.

    Kota Kinabalu
    ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf der Insel Borneo. Der Hafen der Stadt liegt in Sepangar, etwa sieben Kilometer nördlich der Stadtmitte. Die riesigen Hafenanlagen bestehen in der Hauptsache aus Containerumschlagterminals. In Kota Kinabalu befinden sich die Gebäude der Sabah Foundation und des Sabah Museum. Auch befinden sich nahe Kota Kinabalu der Tunku Abdul Rahman Nationalpark und eine Gruppe von stark bewaldeten Inseln in der Nähe der Küste Kota Kinabalus, die zu einem Besuch einladen.

    Hongkong
    Schon die Einfahrt in diesen pulsierenden Hafen ist ein unvergessliches Erlebnis. Hongkong wird als einer der interessantesten, malerischsten und aufregendsten Plätze der Welt bezeichnet. Der Victoria Habour erhielt seinen Namen von Engländern, nachdem Hongkong 1843 zur britischen Kronkolonie wurde und wurde zum Hauptstützpunkt des englischen Seehandels in Ostasien. Der Hafen hatte in den beiden vergangenen Jahrhunderten die Geschichte und die Kultur Hongkongs entscheidend geprägt, er gab den Impuls für die Entwicklung dieser Stadt, der sie bis heute zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszentren der Welt werden ließ. Durch seine strategisch günstige geographische Lage im Herzen des Südchinesischen Meeres und der Nähe von Kanton zu dem chinesischen Festland, entwickelte sich Hongkong zu einem Zentrum des Handels mit China. Im Jahr 1997 erfolgte die Übergabe der Staatshoheit an die Volksrepublik China. Seitdem ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft und hoher innerer Autonomie. Heute ist Hongkong nach Singapur der zweitgrößte Containerhafen der Welt.

    Die Stadt hat sich auch nach der Übergabe an China das internationale, multikulturelle Flair erhalten und bietet zahllose Möglichkeiten für spannende Unternehmungen.

    Shanghai
    Shanghai – Chinas aufregendste Stadt. Staunen Sie über den Kontrastreichtum dieser Stadt am Whampu Fluss. Hier stehen der futuristischen Skyline in Pudong mit einigen der höchsten Wolkenkratzer der Welt auf der anderen Seite des Huangpu-Flusses Häuser in Kolonialarchitektur gegenüber. Zu den vielen erhaltenen historischen Sehenswürdigkeiten gehören die antiken bronzenen Ausstellungsstücke im renovierten Shanghai Museum, der Jade Buddha Tempel und die Mandarin Yu Gärten. Und in der Nanjing Road können Sie ausgiebig einkaufen gehen.

    Die Hafenanlagen von Shanghai sind weltweit führend im Gesamtumschlag von Waren. Ab 1991 erlaubte die chinesische Regierung Shanghai im Rahmen der neuen kommunistischen Wirtschaftspolitik eine umfassende Neuausrichtung von Wirtschaft und Stadtentwicklung. 2003 überrundete der Hafen mit seinem Umschlagvolumen den Hafen Rotterdam, 2004 den Hongkongs, 2005 den in Singapur. Seit über 30 Jahren verbindet Hamburg eine Städtepartnerschaft mit Shanghai.

  5. Vorprogramm Hamburg

    Entdecken Sie noch vor Ihrer großen Reise die Hansestadt Hamburg. Tomas Kaiser zeigt Ihnen die schönsten Seiten der Stadt, blickt mit Ihnen hinter die Kulissen von Hafen und Handel, und verabschiedet Sie in der ZEIT-Redaktion auf Ihre große Reise.

    Preis: ab 840 €

    Vorprogramm Hamburg

  6. Nachprogramm Shanghai

    Verlängern Sie Ihre Reise mit einem Nachprogramm in Shanghai. Erkunden Sie mit Matthias Nass die bedeutenste Industriestadt Chinas.

    Preis: ab 990 €

    Nachprogramm Shanghai

  7. Generelle Hinweise

    Reisebuchung (ausschließlich telefonisch möglich) und Information:
    Queen Mary 2-Hotline: 0049 40 3705-170

    • Limitiertes Kabinenkontingent

    Allgemeine Konditionen:

    • 10% Stornogebühren bis zum 56. Tag vor Reisebeginn
    • Einzelbelegungszuschlag ca. 75%; Nutzung als Einzelkabine auf Anfrage

    Sonderkonditionen bei Buchung einer Premium-Preis-Kabine:

    • Anzahlung 10 %
    • Wahl der Kabinenkategorie
    • Wahl der genauen Kabinennummer
    • Freie Wahl der abendlichen Essenszeit (18 Uhr oder 20:30 Uhr)
    • Wahl der Tischgröße beim Abendessen
    • Bordguthaben

Termine & Preise

Für die Buchung dieser Reise erhalten Sie pro gebuchter Person 53 Bonuspunkte.

BeginnEndeAnzahl TeilnehmerPreis
08.01.201923.02.2019Min 0, Max 0ab 5302 €
Kategorie IF »Zweibettkabine innen«5.302 €
Kategorie EF »Zweibettkabine außen«6.679 €
Kategorie DF »Zweibettkabine außen mit Balkon, sichtbehindert«6.774 €
Kategorie BZ »Zweibettkabine außen mit metallummanteltem Balkon«7.287 €
Kategorie A2 »Club Zweibettkabine außen mit Balkon«10.498 €
Kategorie P2 »Princess Suite«15.353 €
Kategorie Q7 »Queens Suite«17.509 €

Änderungen vorbehalten; Preise pro Person

Enthaltene Leistungen

  • Unterbringung in der gebuchten Kabinenkategorie
  • Kabinen/Suiten ausgestattet u.a. mit Bademänteln, Slippern, Föhn, Kühlschrank, Safe, TV/Musik und Direktwahltelefon
  • Vollpension an Bord inkl. Frühstück, Mittag- und Abendessen, Afternoon-Tea, Buffet und Snacks vor Mitternacht, Captain’s Cocktail und Gala Dinner
  • Getränkestationen zur 24-Stunden-Selbstbedienung mit Kaffee, Tee, Wasser und Säften
  • 24-Stunden-Kabinenservice
  • Eine Flasche Sekt zur Begrüßung auf der Kabine/Suite
  • Abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm an Bord
  • Vielseitiges Kurs- und Vortragsangebot – zum Teil mit deutschsprachigen Lektoren
  • Deutschsprachige Gästebetreuung
  • Nutzung des Fitness-Centers und der Bibliothek
  • Qualifizierte Kinderbetreuung durch britische Nannies
  • Gepäckbeförderung bei Ein- und Ausschiffung zwischen
  • An- und Abreisearrangement wie ausgeschrieben zwischen Kreuzfahrtterminal und Kabine/Suite
  • Hafen- und Sicherheitsgebühren
  • Serviceleistungen an Bord und an Land in deutscher Sprache
  • Gästebetreuung durch erfahrene Mitarbeiter (Hosts/Hostessen)
  • Bordnachrichten und Tagesprogramme
  • Es begleitet Sie ein Mitarbeiter von ZEIT REISEN auf der gesamten Reise
  • Bordguthaben zwischen 200 $ und 675 $, entsprechend Ihrer gebuchten Kategorie
  • Spielfilmkanal
  • Bücher und Gesellschaftsspiele
  • Menükarten in den Restaurants auf Deutsch
  • Erweitertes deutsches Bordprogramm mit namenhaften, prominenten Lektoren
  • TV-Kanal
  • Landausflüge (nicht im Reisepreis enthalten und vorbehaltlich einer Mindestteilnehmerzahl) in Southampton mit deutschsprachigen Reiseleitern

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise nach Hamburg
  • Rückreise von Shanghai
  • Trinkgelder
  • Private Transfers
  • Business Class-Zuschläge auf Anfrage
  • Einzelkabinen-Zuschläge auf Anfrage
  • Reisekostenrücktritts- und weitere Versicherungen; umfassenden Reiseschutz bietet Ihnen gern unser Partner, die HanseMerkur

Hotels

  • Ihr gewünschter Reisetermin

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Veranstalterpartner

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