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Der Stadtplan von Prag: Barock unter dem Hradschin
Das heutige Prag setzt sich aus vier ehemals unabhängigen Städten zusammen, die erst im 19. Jahrhundert komplett vereinigt waren: die Prager Altstadt, die Kleinseite, der Hradschin und die Prager Neustadt.
Bestimmend für den Plan von Prag ist die Moldau, die den nördlichen Teil der tschechischen Hauptstadt in einer großen Schleife nach Osten durchzieht und dann in südlicher Richtung die Stadt verlässt. Die Altstadt von Prag liegt am Ausgang der Schleife und wird von den Burgbergen Hradschin im Nordwesten, westlich der Moldau, und Vyšehrad im Süden, östlich des Flusses, eingerahmt. Unterhalb der Prager Burg, der größten Burganlage der Welt, liegt die Kleinseite, Malá Strana, bis weit ins 18. Jahrhundert hinein eine von vier eigenständigen Städten, die heute in der Innenstadt von Prag aufgegangen sind. Die Kleinseite war vor allem dem Adel und den reichen Bürgern vorbehalten. Hier gibt es zahlreiche Renaissance- und Barock-Palais, unter anderem das Palais Lobkowicz. Gegenüber von Malá Strana, auf der anderen Seite der Moldau und verbunden durch die im 14. Jahrhundert erbaute Karlsbrücke, liegt die Prager Altstadt, Staré Město. In ihrer Mitte liegt der Altstädter Ring, der Marktplatz, umringt von zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt, beispielsweise dem Altstädter Rathaus. Darum gruppieren sich alte Stadthäuser aus der Gotik oder Romanik, viele Kirchen und kleine Gassen.
| Einwohnerzahl | 1.249.026 |
| Klima | gemäßigt |
| Fläche (km²) | 496 |
| Bev.-dichte | 2.518 Einw./km² |
| Alter | 1.400 Jahre |
| Beste Reisezeit | Frühjahr und Herbst |
| Sonstiges | Währung: Tschechische Krone |
Südlich schließt sich die Neustadt an, Nové Město, die als jüngste der vier Städte unter Karl IV. geplant und ab 1348 erbaut wurde. Die vierte Prager Stadt, die dem Burggrafen unterstellt war, ist der heutige Stadtteil Hradschin, der an die Burg angrenzt.
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