Fragebogen: Hans-Jörg Hussong

Steckbrief:

Hans-Jörg Hussong wurde 1947 geboren. Der einstige Jazzmusiker (Baritonsaxofon) kam 1981 als Journalist erstmals nach Indien - »nicht ganz freiwillig und mit allen gängigen Vorurteilen im Kopf«. Doch schon bei dieser ersten Begegnung mit Indien war es »Liebe auf den ersten Blick«. In den nächsten 10 Jahren folgten zahlreiche Reportagereisen, 1991 dann die Gründung des Reiseveranstalters COMTOUR als Spezialanbieter für Indien. Auch nach inzwischen rund 80 Reisen nach Indien gibt es für ihn dort noch immer Neues zu Entdecken.

Hans-Jörg Hussong

Reisen bedeutet für mich:

Nie anzukommen, aber Orte zu finden, an die ich jederzeit zurückkehren möchte.

Mein Lieblingsziel/-platz ...

  • in Deutschland: Die Pfalz, weil ich dort auch an grauen Tagen die Nähe der Sonne erahnen kann.
  • in Europa: Le Tholonet in der Provence, weil ich dort noch immer die gleiche Aussicht auf den Mont St. Victoire genießen kann wie einst Cézanne.
  • weltweit: Calcutta, weil ich mich in dieser warmherzigen Riesenstadt immer sofort zuhause fühle.

Mein Lieblingshotel ...

  • in Deutschland: Landgasthaus Zum Engel (Neuleiningen, Pfalz), weil, dort wo ich heute opulent Frühstücken kann, noch vor 20 Jahren ein riesiger Mistaufen dampfte.
  • in Europa: Le Beffroi (Vaison la Romain, Südfrankreich), weil ich hier bequem entscheiden kann, ob ich mir auf dem Gipfel des Mont Ventoux den Wind um die Nase wehen lasse oder an den Ausgrabungsstätten römischen Spuren folgen soll.
  • weltweit: Orange County Coorg (Karnataka, Südindien), weil es hier nie zu heiß und nie zu kalt ist, und der Duft von frischem Pfeffer und Kaffee allgegenwärtig ist.

Mein Lieblingsrestaurant ...

  • in Deutschland: La Residence (Essen-Kettwig), weil ich es mir nur alle paar Jahren leisten kann, hier einzukehren, aber jedes Mal feststelle, dass ich von den Genüssen noch lange zehre.
  • in Europa: Auberge du Cheval Blanc, Lembach (Elsass), weil ich hier nach Lust und Laune immer auf höchstem Niveau deftig oder fein speisen kann.
  • weltweit: Karavalli (Gateways Hotel, Bangalore, Südindien), weil hier die traditionelle südindische Küche unverfälscht, aber in einem hochfeinen Rahmen serviert wird.

Dorthin bringen mich keine 10 Pferde:

Auf den Mond

Drei Dinge, die auf keiner Reise fehlen dürfen:

  1. Ein spannendes Buch
  2. Brauchbares Kartenmaterial
  3. Taschenlampe

Drei Bücher für die Reise, bei gutem Wetter:

  1. Frederik Hetman: Traumklänge oder Das längste Märchen, das es je gab
  2. Mark Twain: Meine Weltreise nach Indien. Following the Equator, 1895-1896
  3. Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger

Mein Held/meine Heldin in der Geschichte des Reisen:

  • Historisch: Isabell Eberhardt
  • Aktuell: Alle, die beim Reisen lernen, Vorurteile über Bord zu werfen.

Mein unerfüllter Reisetraum:

Dass beim Fliegen die Zeit immer wie im Flug vergeht.