Fragebogen: Christina Marzluff

Steckbrief:

Christina Marzluff wurde im August 1960 im Rheinland geboren. Ihr Berufsweg führte sie als Werkzeugmaschinen-Expertin vom Klöckner-Konzern zu Mitsubishi Electric, wo sie im Vertrieb und Marketing arbeitete. Auf eine Stellenanzeige in der Neuen Zürcher Zeitung bewarb sie sich Mitte der neunziger Jahre bei Schweiz Tourismus, dem nationalen Fremdenverkehrsamt der Schweiz, wo sie bis zur Deutschlanddirektorin aufstieg. Mit großer Begeisterung erfüllt sie ihre Aufgabe, möglichst viele Gäste von den Vorzügen der Schweiz zu begeistern. Mit Ihrem Mann lebt sie in Meerbusch bei Düsseldorf.

Christina Marzluff

Reisen bedeutet für mich:

Abwechslung vom Alltag (denn ich hab ja Urlaub) und totale Freiheit.

Mein beeindruckendstes Reiseerlebnis:

Als meine Eltern mich mit 16 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben allein in ein Flugzeug setzten und für sechs Wochen nach Schottland reisen ließen, damit ich dort bei kinderlosen Gasteltern (sie war Englisch-Lehrerin) endlich praxistaugliches Englisch lernen sollte. Mutterseelenallein in einem 200-Seelen-Dorf, umgeben von Hügeln und Schafen. Daraus entstand eine 34 Jahre währende Freundschaft. Leider sind meine Gasteltern inzwischen verstorben.

Mein Lieblingsziel/-platz ...

  • in Deutschland: Zu Hause, denn da bin ich nur am Wochenende (seit 10 Jahren pendele ich zwischen meinem Wohnort Meerbusch und dem Arbeitsplatz Frankfurt).
  • in Europa: Die Schweiz, weil sie für mich das Schatzkästchen in Europa ist.
  • weltweit: Um diese Frage zu beantworten, muss ich erst noch viel mehr entdecken, bevor ich mich eventuell einmal durch eine derartige Aussage festlege. Außerordentlich beeindruckt bin ich bisher von Kyoto.

Mein Lieblingshotel:

Ist immer das, in dem ich aktuell meinen Urlaub verbringe. Bevor ich mich dafür entscheide, recherchiere ich sehr sorgfältig, nach dem Motto: Bei der Auswahl Zeit investieren, um dann vor Ort den Urlaub so richtig genießen zu können. Außerdem sind mein Mann und ich keine Wiederholer, d. h. als Gäste beherbergen uns Hotels nur einmal, denn wir lieben die Abwechslung und entdecken immer gerne Neues, Andersartiges, Traditionelles usw. abhängig von unseren jeweiligen Urlaubsvorstellungen. Beide lieben wir es, unseren jährlichen Urlaub in der Schweiz zu verbringen. Das wäre auch so, wenn ich nicht für die Schweiz arbeiten würde, denn sie bietet so vieles: so nah, so perfekt und so grandios. Hinzu kommt nach Möglichkeit jährlich eine Reise, um die Vielfalt der großen, weiten Welt kennen zu lernen.

  • in Deutschland: Mein Urlaub in Deutschland ist lange her. Als Kind reiste ich auch gerne mit meiner Großmutter in die Berge. Einmal waren wir in Grainau, da wohnten wir in einer familienfreundlichen Pension. Dieser Urlaub ist mir besonders in Erinnerung geblieben.
  • in Europa: Im April waren mein Mann und ich am Neuenburger See und wohnten dort im Hotel Palafitte. Etwas ganz besonderes. Und wahrscheinlich nächstes Jahr möchte ich mit meinem Mann den Urlaub im Hotel Guarda Val verbringen. Elf bis zu 300 Jahre alte Hütten und Ställe sind zu einem wunderbaren Hotelerlebnis umgebaut worden.
  • weltweit: Das Mövenpick-Hotel in Petra, Jordanien. Es befindet sich direkt am Eingang zur historischen Felsenstadt Petra und beeindruckt durch die landestypische Einrichtung mit herrlicher Dachterrasse.

Mein Lieblingsrestaurant:

Auch hier sind mein Mann und ich keine Wiederholer.

  • in Deutschland: Schon öfter waren wir allerdings »Im Schiffchen« in Düsseldorf-Kaiserswerth mit Freunden und Verwandten.
  • in Europa: Letztes Jahr habe ich meine Mutter begeistert, als wir zum Essen in Ascona im Sevens waren.
  • weltweit: Junidanya-Restaurant in Kyoto. Das erste Shabu-shabu Restaurant in Japan.

Dorthin bringen mich keine 10 Pferde:

In Kunstwelten, z. B. Las Vegas.

Drei Dinge, die auf keiner Reise fehlen dürfen:

  1. Menschen kennen lernen.
  2. Abenteuer, wobei das jeder sicherlich individuell interpretiert.
  3. Und natürlich auch Entspannung.

Drei Bücher für die Reise, bei gutem Wetter:

weil sie zum Nachdenken anregen und sehr unterhaltsam sind

  1. Grönemeyer, Dietrich: Lebe mit Herz und Seele
  2. Schlingensief, Christoph: So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein
  3. Kerkeling, Hape: Ich bin dann mal weg.

Mein Held/meine Heldin in der Geschichte des Reisens:

  • Historisch: Ferdinand Magelan, der Portugiese, der im 15. Jahrhundert erstmals zu einer Weltumsegelung startete, aber leider vor Vollendung dieser starb. Was für eine Vision.
  • Aktuell: Mein Mann, weil er jede Herausforderung des Reisens mit mir antritt.

Mein unerfüllter Reisetraum:

6 Monate am Stück Urlaub.