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Indien – Pilgerorte, Tempel und Yoga

Indien ist groß, unruhig und schnell- Yoga ist Spiritualität, Religion und Ruhe.
Indien und Yoga inhaltlich nicht in einem Atemzug zu nennen erscheint unmöglich. Wie diese vermeintlichen Gegensätze zusammen passen, ließe sich sicherlich trefflich diskutieren. Bei der Entwicklung dieser Reise war es uns wichtig, beide Aspekte miteinander zu verbinden. Auf der einen Seite Indien entdecken und auf einer Rundreise Menschen treffen, Tempel besuchen und die Vielfalt der indischen Kultur erfahren. Auf der anderen Seite Yoga mit Übungen, Theorie und Geschichte und dem nach innen gerichteten Fokus. Dabei lässt sich der Reiseverlauf grob in zwei Abschnitte unterteilen:

In der ersten Woche wird viel gereist und Teile von Indien kennengelernt. In der zweiten Woche steht das Thema Yoga im Vordergrund. Dabei finden sich beide Elemente auch in der jeweilig anderen Woche wieder. Begleitet und geführt wird die Reise von Barbara Nagel, die Indien seit 30 Jahren bereist, seit über 20 Jahren Yoga unterrichtet, indischen Tanz studierte und auch eine ayurvedische Ausbildung zur Therapeutin hat.

Wir landen nach einem Flug über Dubai in Thiruvananthapuram und steigen direkt in einen Bus, der uns an das südliche Kap nach Kanyakumari bringt. Hier in der bedeutenden Pilgerstadt treffen eindrucksvoll das arabische Meer, der indische Ozean und das bengalische Meer aufeinander. Die ersten Eindrücke vom Besuch im Tempel und vom Besuch des indischen Marktes bei Sonnenuntergang lassen, erstaunlicherweise, keine Reisemüdigkeit in der Gruppe zu. Zu faszinierend sind die ersten Eindrücke dieses Landes.

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Am nächsten Tag schon geht es weiter nach Madurai, der gesegneten Stadt. Eine indische Stadt, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Es stehen ein geführter Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes, des Meenakshi Tempels, und weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: kleinere Tempel, eine Stadtrundfahrt mit der Rikscha und, wer mag, auch „Shopping“. Das Fotografieren mit der Kamera im Tempel ist strengstens verboten. Fotos mit dem Smartphone sind für umgerechnet 5€ erlaubt – Willkommen in Indien!

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Die Reiseleitung Barbara Nagel unterstützt Vorkenntnisse durch Vorträge zu den Themen Hinduismus oder z.B. Aryuveda und kann Fragen während der Reise immer fachlich und sachlich, vor allem aber auch durch ihre langjährige praktische Erfahrung bereichernd beantworten. Immer wieder kommt das Gefühl auf, man möchte alles noch intensiver und länger aufsaugen, bevor es weitergeht. Von Madurai aus geht es über die Hochebene gen Westen. Die Temperatur kühlt merklich um 2-3 Grad ab. Immer noch sehr warm, jedoch erfrischend. Teeplantagen, Gewürzgärten und Elefanten begleiten uns auf dem Weg über Thakkady an die Westküste nach Marari. Die Gruppe möchte weiter reisen, möchte Indien weiter erleben, möchte mehr lernen. Aber sie möchte auch ankommen, durchatmen und verarbeiten, was die letzten Tage alles an Eindrucksvollem gebracht haben.

In Marari wird die zweite Woche verbracht. Hier praktizieren wir jeden Morgen Yoga und widmen uns nachmittags dem Thema von der ruhigeren Seite. Meditation und Atemübungen stehen auf dem Programm. Wer mag gönnt sich von Zeit zu Zeit eine Massage. Das Leistungslevel der Gruppe ist recht heterogen und reicht vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Hier schafft unserer Yogalehrerin den Rahmen und jeder kommt „glücklich und entspannt“ von der Matte. Zwischen den Einheiten bleibt viel Zeit zur eigenen Verfügung. Kleinere Ausflüge mit dem Rad, Strandspaziergänge unter Palmen oder die Hängematte mit einem Fruchtcocktail und einem Buch sind sehr beliebt. „Mitten in der zweiten Woche“ steht noch einmal ein Ausflug auf dem Plan: Eine Bootstour durch die Backwaters von Kerala. Ein Tagesausflug, der die Gruppe noch einmal positiv überrascht. Hatte man doch kurzzeitig das Gefühl, „alles“ gesehen zu haben. Mit etwas Fahrtwind im Gesicht gleitet die Gruppe auf dem komfortablen Boot durch die Backwaters und sieht einen neuen Teil von Indien. Viele kleine Dörfer, die über das Kanalsystem miteinander verbunden sind, geschäftiges Treiben der Händler und das alltägliche Leben der Familien in den Backwaters. Eindrucksvoll.

2 Tage vor Ende unserer Reise bietet Barbara Nagel der Gruppe noch einen Ausflug nach Cochin an, der nicht auf dem Programm steht. Teils mit der indischen Bahn, teils mit Taxen macht sich die Gruppe auf den Weg. Die Stadt Cochin bietet noch einmal Gelegenheit sich dem Treiben einer größeren Stadt hinzugeben, Souvenirs zu kaufen, neue Tempel zu sehen, oder sich einfach in einem Teegarten im Hinterhof mit Indern zu unterhalten.

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Zwei faszinierende Wochen gehen zu Ende. Mit viel Enthusiasmus und Energie werden Vorsätze für eine regelmäßige Yogapraxis getroffen. Einige Pläne für eine weitere Reise nach Indien wurden auch schon finalisiert.
Einig war sich die Gruppe, dass sie eine „perfekte“ Reiseleitung hatte und jeder Programmpunkt beibehalten werden sollte. Vielen Dank dafür!

Ihr
Christopher Alexander
Leiter von ZEIT REISEN

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