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Fotowettbewerb 2016 – Monatsgewinner April

Karl-Heinz Hommen-Menz ist unser Monatsgewinner im April. Mit seinem Bild aus dem Westen der USA konnte er die Jury überzeugen. Lesen Sie hier über die Hintergründe zum Bild.

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Gewinnerfoto 'Rutschbahn'_klein

Wie ist das Bild entstanden?
Auf einer Reise durch den Westen der USA mit meiner Frau und Freunden, haben wir eine Begehung des Lower Antelope Canyon (bei Page, Arizona) gemacht. Der Weg durch den Canyon ist sehr eng und teilweise relativ dunkel. Da wir in einer Gruppe in den Canyon geführt wurden, gab es an manchen Stellen Gedränge. Hinter einer Biegung entdeckte ich im Vorbeigehen dieses einmalige Motiv.
Dann musste alles sehr schnell gehen. Ein Stativ hatte ich zwar dabei, durfte es aber nicht benutzen weil ich leider das falsche Ticket gekauft hatte. So habe ich meine Ellenbogen aufgestützt, tief eingeatmet, die Luft angehalten und „abgedrückt“. Dann drängelten auch schon die nächsten Personen aus der Gruppe und wollten weiter. Ich glaube die „Rutschbahn“ hat außer mir keiner bemerkt.

Was bedeutet das Bild für Sie?

Die Faszination für diesen bizarren Canyon wird wieder lebendig.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrem Bild besonders gut?

Die Perspektive dieser durch die Natur entstandenen, perfekten Rundung und die Farben.

 

Was war die Motivation dieser Reise und was waren die schönsten Momente?

Die Motivation für die Rundreise war es, die Highlights des mittleren Westens der USA zu erleben und damit einen lang ersehnten Traum zu erfüllen. Schwerpunkte dabei waren die Nationalparks und als Kontrast die großen Städte Los Angeles, Las Vegas und San Francisco. Es gab so viele schöne Erlebnisse auf dieser Reise und ich vermag nicht, diese in eine Reihenfolge zu bringen. Überwältigende Blicke in den Grand Canyon zu werfen, die Enge des bizarren Antelope Canyons mit seinen unfassbaren Formen und Farben zu erleben, eine wunderschöne Bootstour auf dem Lake Powell zu genießen, die riesigen Sandsteinsäulen des Bryce Canyons zu durchwandern, die Hitze im Death Valley zu spüren, die Golden Gate Bridge zu betreten und zu überfahren, die Poolparty in unserem Hotel im immer lauten und verrückten Las Vegas und viele unvergessliche Momente mehr. Jeden Tag erlebten wir Dinge, die uns zum Staunen brachten. Mehr Superlative und mehr Kontrastprogramm gibt es glaube ich nirgendwo auf der Welt.

 

Wie sind sie zur Fotografie gekommen?

Bereits als Schüler habe ich mir die erste analoge Spiegelreflexkamera gekauft und viel und gerne fotografiert. Mit externem Belichtungsmesser und einer Halbautomatik ausgestattet habe ich mir das Grundwissen der Fotografie erarbeiten. Ausprobieren war damals wesentlich teurer und bevor man ein Bild machte, hat man sich Gedanken über Belichtung und Motivauswahl gemacht.

 

Was bedeutet für Sie Fotografie?

Ich denke, dass ich ein sehr visueller Mensch bin und meine Fotos halten die Erinnerungen an meine Erlebnisse wach.

 

Was waren Ihre 5 schönsten fotografischen Momente?

  •  Mein erstes gestochen scharfes Bild eines Motorradfahrers auf dem Hockenheimring in extremer Schräglage
  •  Die ersten Schritte meines Sohnes festzuhalten
  •  Springende Delfine im Atlantik bei einem Bootsausflug zu fotografieren
  • Beim ersten Bild am Grand Canyon zitterten mir die Hände
  • Eine Schwarzbärenmutter mit zwei Jungen im Yellowstone Nationalpark fotografieren zu können. Es goss in Strömen aber das war in diesem Moment egal

 

Welche Tipps haben Sie für Einsteiger in das Thema Fotografie?

Das Wichtigste ist, dass die Kamera handlich und die Bedienung übersichtlich ist. Sie muss sich in Ihren Händen gut anfühlen und die Funktionen sollten Sie nicht überfordern, denn das Fotografieren soll in erster Linie Spaß machen.
Beschäftigen Sie sich mit den grundlegenden Dingen der Motivauswahl und mit der Wirkung von Blende und Verschlusszeit und dann fotografieren Sie bei jeder Gelegenheit.
Die Lust zum Ausprobieren der „Kreativprogramme“ Ihrer Kamera wird sich automatisch einstellen und die Fotos werden Ihnen immer besser gefallen.

 

 

 

 

 

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