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Istanbul – Genuss auf zwei Kontinenten
Exklusive Gourmetreise an den Bosporus mit dem Hamburger Sternekoch
Ali Güngörmüs
Byzanz, Konstantinopel, Istanbul – die Stadt an der Nahtstelle von Europa und Asien, von Abendland und Orient, hat eine reiche Geschichte. Spätestens seit 2010, als Istanbul „Kulturhauptstadt Europas“ war, ist auch ihre vibrierende Kunstszene bekannt, ihre Lebendigkeit bei Tag und Nacht. Nur Eingeweihte aber wissen, wie ausgezeichnet es sich auf beiden Seiten des Bosporus genießen lässt, wie aktiv die Istanbuler Slowfood-Szene ist, welche kulinarische Rolle die unzähligen Straßenstände spielen, dass es türkischen Weltklasse-Wein gibt, sternewürdige Istanbuler Gourmettempel und eine Neue Türkische Küche, an deren Spitze ausgerechnet ein deutschstämmiger Koch steht: Maximilian Thomä vom Restaurant Agatha. Sein Freund und Ex-Kollege Ali Güngörmüs, der umgekehrt in der Türkei geboren ist und heute zu den besten Köchen Deutschlands zählt, wird einer kleinen Gruppe von ZEIT-Lesern »seine« türkische Küche erklären, wird Sie auf Märkte und in Restaurants begleiten und wird gemeinsam mit ihnen im Rahmen eines Kochkurses ein türkisches Diner zubereiten.
Höhepunkte:
- morgendlicher Besuch auf dem Fischgroßmarkt von Istanbul
- Mittagessen mit Musa Dagdeviren, dem Vordenker der türkischen Slowfood-Bewegung
- Kochkurs mit Ali Güngörmüs
- Weinprobe
- Abendessen in zwei der besten Feinschmeckerrestaurants der Stadt
1. Tag: Anreise und Erkundung des europäischen Istanbul
Ihre Reiseleitung empfängt Sie auf dem Flughafen (Atatürk) und sorgt für den Transfer ins Hotel Marmara Pera. Je nach Ankunftszeit haben Sie nach dem Check-in Gelegenheit, die Umgebung des Hotels zu erkunden, die Stadtteile Taksim und Beyoglu. Hier war Istanbul schon immer am kosmopolitischsten. Hier wohnten in früheren Zeiten die nichtmuslimischen Istanbuler, hier entstanden die wichtigsten ausländischen Botschaften, die heute Konsulate sind, man nannte das Viertel »Klein Europa«. Seine pulsierende Ader ist heute die Istiklal Caddesi, in der es sich wunderbar flanieren und shoppen lässt.
Vor dem Abendessen treffen wir uns zu einer kleinen Vorstellungsrunde mit anschließendem gemeinsamen Rundgang durch die Gassen, um mit ein paar von den typischen Istanbuler Streetfood-Händlern ins Gespräch (und vielleicht auch ins Geschäft) zu kommen, die zu jeder Tageszeit ganz spezielle Speisen anbieten, jetzt, nach Sonnenuntergang, zum Beispiel gefüllte Miesmuscheln. Abendessen in einem typischen Grillrestaurant in der Nähe des Hotels mit einer Einführung in die türkische Küche und Gastronomie durch Ali Güngörmüs.
2.Tag: Der Fischmarkt und das osmanische Istanbul
Eventuell beginnt der Tag für Frühaufsteher mit einem Besuch auf dem »Balik Hali«, dem Fischgroßmarkt in Kumkapi. Hier lernen Sie das reiche Angebot an Fischen und Meeresfrüchten kennen und erfahren von Ali Güngörmüs alles über die Bedeutung des Meeres für die türkische Küche. Alternativ geht es nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel zum Fischmarkt in Kumkapi, auf dem Ali Güngörmüs ebenso gut erklären kann, welche Rolle Fische und Meeresfrüchte in der türkischen Küche spielen, welche Fische aus dem Schwarzen und welche aus dem Mittelmeer kommen, und woran man erkennt, ob Fische wirklich frisch sind. Danach stehen dann die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt auf dem Programm: Das Hippodrom aus der römischen Periode, die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, die Basilika-Zisterne. Zwischendurch stärken wir uns beim Mittagessen in einem traditionellen Restaurant, wo wir weitere Köstlichkeiten der türkischen Küche kennenlernen und haben am Nachmittag ausreichend Zeit, um den Großen Basar zu erkunden, ein Labyrinth von rund 5000 Läden auf einer Fläche von 200.000 Quadratmetern – oder eine der Einkaufstraßen des modernen Istanbul. Das Abendessen nehmen wir gemeinsam im Restaurant »Al Jamal Arabesque« ein, in dem nicht nur die Vebindung zwischen levantinischer und türkischer Küche deutlich werden, sondern Sie auch miterleben können, wie ausgelassen moderne Istanbuler heute orientalische Traditionen inseznieren und genießen.
3. Tag: Baklava, Anatolien und der Bosporus
Nach dem Frühstück im Hotel machen wir uns zu Fuß auf den Weg, nehmen den »Tünel«, die älteste U-Bahn des europäischen Kontinents und erreichen den Stadtteil Karaköy, wo wir erleben, wie bei der traditionsreichen Firma »Karaköy Güllüoglu« Baklava erzeugt wird, das bekannte türkische Gebäck. Dann begeben wir uns zur Personenfähre, die uns über den Bosporus und damit hinüber nach Asien bringt – nach Anatolien, wie der gesamte asiatische Teil der Türkei heißt.
Mit der anatolischen Küche beschäftigt sich das Restaurant Ciya, in dem wir unser Mittagessen einnehmen. Mehr als 1000 traditionelle Rezepte hat Musa Dagdeviren, der Inhaber, in allen Teilen Anatoliens zusammengetragen, eine saisonale Auswahl davon steht jeweils auf der Speisekarte, und der Patron selbst, der Vordenker der türkischen Slowfood-Bewegung, wird Sie persönlich begrüßen. Er kann zu jedem Gericht und seinen Zutaten eine Geschichte erzählen.
Nach dem Mittagessen geht es mit dem Auto weiter in das Viertel Üsküdar auf der asiatischen Seite des Bosporus, unterwegs besuchen wir die Sakirin-Moschee, eine der modernsten in der ganzen Türkei. Ihre Inneneinrichtung wurde erstmals von einer Frau, der Architektin Zeyneg Fadillioglu gestaltet. Danach besteigen wir ein exklusiv für unsere Gruppe gechartertes Boot zu einer zweistündigen Bosporusfahrt. Entlang von Palästen, Villen und Bauten des modernen Istanbul geht es bis zum Fischerdorf Kanlica, wo wir anlegen und den Yoghurt probieren, für den dieses Dorf bekannt ist. Dann bringt uns das Boot zum Istanbuler Künstlerviertel Kuzguncuk (immer noch auf der asiatischen Seite), dessen schöne und teilweise liebevoll restaurierten Holzhäuser einst von Griechen, Armeniern und Juden bewohnt wurden.
Nach einem Spaziergang durch Kuzgunzuk essen wir im Ismet Baba zu Abend, einem typischen Istanbuler Fischrestaurant direkt am Ufer des Bosporus und fahren danach über die Bosporusbrücke (1,5 km lang, 64 m hoch) zurück auf die europäische Seite der Stadt und ins Hotel – ein beeindruckendes Erlebnis mit einer atemberaubenden Aussicht – gerade jetzt am Abend.
4.Tag: Einkauf auf dem Markt, Kochkurs, Weinverkostung
Der Tag beginnt mit einem Besuch des Lebensmittelmarkts im Stadtteil Besiktas. Dort wird Ali Güngörmüs gemeinsam mit Ihnen alles einkaufen, was er noch für den Kochkurs am Nachmittag braucht und für das Abendessen, das Sie heute gemeinsam zubereiten werden. Danach geht es weiter nach Ortaköy, einem ehemaligen Fischerdorf, das sich mit seinen bunten Häusern, den schmalen Gassen, den Verkaufsständen, den zahlreichen Cafés und Bars zu einem der beliebtesten Treffpunkte der modernen Istanbuler gemausert hat – gerade jetzt, am Samstag vormittag. Wieder wird Ihnen Ali Güngörmüs erklären, was die verschiedenen Straßenhändler alles zu bieten haben (zum Beispiel Kumpir, eine Ofenkartoffel, die nach Ihren Wünschen mit verschiedenem Gemüse gefüllt wird). Dann wählen Sie einen Mittagsimbiss ganz nach Ihrem Gusto, bevor wir zurück ins Hotel fahren, wo am frühen Nachmittag der Kochkurs mit Ali Güngörmüs beginnt. Ob Sie ihm nur über die Schulter schauen oder selber mit Hand anlegen: Vorbereitet wird das Menü für heute Abend.
Bevor es aber auf den Tisch kommt, beschäftigen wir uns aber noch mit türkischen Weinen. Im Rahmen einer kommentierten Degustation wird Ihnen die Weinexpertin Annette Schormann, die halb in Deutschland und halb in Istanbul lebt, die interessantesten Gewächse vorstellen: aus autochthonen Sorten, die es nur in der Türkei gibt, aber auch aus internationale Reben, und auch da können türkische Winzer heute durchaus den Anschluss an die Weltspitze finden.
5.Tag: Frühstück alla turka, Moderne Kunst, Neue Türkische Küche
Noch im Hotel genießen Sie ein spezielles, ausgiebiges türkisches Frühstück, danach geht es zum Istanbul Modern Museum. Es ist eines der aufregendsten Museen des Landes und ein Symbol für die Weltoffenheit der Stadt. Die umgebaute Lagerhalle am Hafen ist bestückt mit einer ständig wechselnden Sammlung zeigenössischer Kunst. Das Istanbul Modern wurde im Jahr 2004 eröffnet und war das erste türkische Museum, das sich ganz auf junge einheimische Künstler konzentrierte. Sehenswert sind auch die wechselnden Fotoausstellungen.
Der Mittag und der Nachmittag stehen zur freien Verfügung. Jetzt kennen Sie Istanbul schon gut genug, um es auf eigene Faust zu durchstreifen. Vielleicht noch Mittagessen auf der schönen Terrasse des Museums, dann eine Wasserpfeife in einem der „Nargile Cafés“ des nebenan liegenden Szeneviertels Tophane rauchen. Oder noch einmal zum Shopping aufbrechen, denn die meisten großen Läden in Istanbul haben auch am Sonntag geöffnet. Oder noch einmal eine entspannte Bosporusfahrt? Ihre Reiseleiter stehen mit Tipps und Empfehlungen bereit.
Gegen Abend treffen wir uns dann wieder im Hotel und nehmen unser Abendessen im Restaurant »Mikla« ein, das im Dachgeschoss unseres Hotels liegt und eine spektakuläre Aussicht über Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn bietet. Hier kocht Mehmet Gürs, der den einen als größtes Talent unter den jungen türkischen Spitzenköchen gilt, den anderen als Istanbuler Pendant zu Jamie Oliver, und serviert Ihnen seine moderne Interpretation einer verfeinerten türkischen Küche.
6.Tag: Abreise (oder Ausflug nach Bursa)
Abhängig von Ihrer Abflugzeit besuchen Sie noch die Chora-Kirche aus dem 11. Jahrhundert, mit den einmaligen Mosaiken aus dem 14. Jahrhundert, die ihr Inneres schmücken, oder Sie haben noch einmal Zeit zur freien Verfügung.
ODER Sie haben den Verlängerungstag gebucht, den Ausflug nach Bursa. Dann bringt Sie eine Autofähre von Istanbul über das Marmarameer in die mit 1,5 Millionen Einwohnern viertgrößte Stadt der Türkei, die wunderschön am Fuß des mehr als 2500 Meter hohen Berges Uludag am Ufer des Nilüfer liegt. Noch vor Istanbul war Bursa im 14. Jahrhundert die Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Bei einem Stadtrundgang sehen Sie die berühmte, mit Kacheln verzierte „Grüne Moschee“, die „Große Moschee“ mit ihren 20 Kuppeln aus dem 15. Jahrhundert und den Basar mit seinen Produkten türkischer Handswerkskunst. Das Mittagessen genießen Sie im berühmten Kebap-Haus Hünker: In Bursa wurde im 19. Jahrhundert der Kebab erfunden und noch heute schwören alle Türken auf den typischen Iskender-Kebap, der auf frischem Pide-Brot mit Tomatensauce, Yoghurt und Butter serviert wird.
Am späten Nachmittag bringt Sie die Autofähre wieder zurück nach Istanbul, das Abendessen nehmen Sie im Restaurant »9 Ece Aksoy« im Viertel Asmali Mescit ein, ganz in der Nähe des Hotels. Kein Viertel der Stadt ist bei den jungen und jung gebliebenen Istanbulern heute beliebter zum Ausgehen und Schlemmen. 9 Ece Aksoy ist spezialisiert auf die Küche der türkischen Ägäisküste.
7.Tag Abreise
Falls Sie den Verlängerungstag gebucht hatten, besuchen Sie (abhängig von ihrer Abflugzeit) noch die Chora-Kirche (siehe oben), oder haben noch Zeit zur freien Verfügung.
Unterkunft:
Istanbul, The Marmara Pera**** (5 bzw. 6 Nächte)
Das Hotel liegt im historischen Stadtteil Pera/Beyoglu in unmittelbarer Nähe der Istiklal Caddesi und unweit vom Taksim-Platz.
(Änderungen vorbehalten)
Generelle Hinweise
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Veranstalter bis spätestens 21 Tage vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten.
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 11.04.2012 | 16.04.2012 | Min. 14, Max. 20 | - | - |
Preise pro Person
Enthaltene Leistungen
- 5 Übernachtungen mit Frühstück im Vier-Sterne-Superior-Hotel Marmara Pera
- Progamm wie beschrieben inklusive Restaurantbesuche und Eintrittsgelder
- Alle Transfers im klimatisierten Reisebus
- Reisebegleitung durch Ali Güngörmüs
- Reiseleitung durch den ZEIT-Redakteur Dr. Wolfgang Lechner und einheimische Landeskenner
Nicht enthaltene Leistungen
- An- und Abreise, gern organisieren wir Ihren Hin- und Rückflug
- Verlängerung für 350 Euro p.P. im Doppelzimmer oder 429 Euro im Einzelzimmer
- Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen; einen umfassenden Reiseschutz bietet Ihnen gern unser Partner, die HanseMerkur
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 11.04.2012 | 16.04.2012 | Min. 14, Max. 20 | - | - | Abgereist |
Preise pro Person
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Telefon: 040 - 32 80 455 | E-Mail: zeitreisen [at] zeit [dot] de
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Dr. Wolfgang Lechner ist im ZEITmagazin seit vielen Jahren für die Kolumne von Wolfram Siebeck zuständig. Weiterlesen
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