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Äthiopien – Wiege der Menschheit
In Äthiopien steht die Wiege der Menschheit. Das Skelett unserer Urahnin Lucy wurde 1974 in der Region Afar entdeckt und belegt die Anwesenheit des Menschen bereits vor 3,2 Millionen Jahren. Die bedeutsame Historie Äthiopiens lässt sich noch heute an vielen Orten aufspüren. Das antike Reich der Aksumiden hat in der alten Hauptstadt Aksum monumentale Stelen hinterlassen und die Palast-Anlagen der sagenumwobenen Königin von Saba werden von Archäologen hier angesiedelt. Früh fand das Christentum seinen Weg in das abessinische Hochland: Zahlreiche Kirchen wurden in die Felsen des Tigray geschlagen, deren berühmteste in Lalibela entstanden. Ein wichtiges Handelsgut Äthiopiens ist der wild wachsende Kaffee, der in einer traditionellen Zeremonie genossen wird. Kaffa, die Ursprungsregion der wilden Bohne, wurde kürzlich zum Unesco-Biosphären-Reservat erklärt. Begegnungen mit Priestern, Archäologen und Naturschutzexperten bringen Ihnen die Geschichte Äthiopiens nahe. Erleben Sie auf dieser Reise neben den Zeugnissen früher Kulturen und christlicher Religion die landschaftliche Schönheit und ethnische Vielfalt dieses Landes am Horn von Afrika.
Höhepunkte:
- Priesterbegegnung in den Felsenkirchen Lalibelas
- Treffen mit dem Projektkoordinator des NABU: Kaffeeschutz vom Feinsten
- Archäologengespräch zum Palast der Königin von Saba
- Klösterlicher Wildkaffee auf Insel im Tanasee
- Projektbesuch: Olivenbäume gegen Erosion
Reiseleiter:
Michelangelo Maraviglia
1. + 2. Anreise in die äthiopische Metropole
Von Frankfurt startet der Übernachtflug ans Horn von Afrika. Am Morgen landen wir in der auf 2.360 Metern Höhe gelegenen äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Nach einer Erholungspause startet die erste Besichtigungstour. In den Museen der Stadt bekommen wir einen ersten Einblick in die historische Entwicklung des Landes. Ein Museumsexperte begleitet uns. Beim gemeinsamen Lunch bleibt ausreichend Zeit für individuelle Fragen und für einen ersten äthiopischen Kaffee.
3. Aksum – antike Hauptstadt mit Weltkulturerbe
Mit dem Flugzeug geht es nach Aksum, wo sich nicht nur Monumente des spätantiken Königreiches befinden, sondern auch die erste christliche Hauptstadt der Welt. Laut Überlieferung wird in der Kirche Santa Maria in Zhion die israelitische Bundeslade mit den Gesetzestafeln des Moses verwahrt. Für die äthiopisch-orthodoxen Christen ist dies der heiligste Pilgerort. Neben dem Feld der antiken Stelen besuchen wir die hiesige Ausgrabungsstätte. Fragen klären wir im Gespräch mit einem Archäologen des Hamburger Grabungsteams oder einem örtlichen Experten.
4. Tempel & Felsenkirchen im Tigray
Wir fahren durch die Region des Tigray, Wiege des äthiopischen Christentums. Auf dem Weg besuchen wir den Mondtempel von Yeha, auch als Palast der Königin von Saba bezeichnet, und die malerisch gelegene Felsenkirche Abreha Atsbeha sowie der ältesten Kirche Wikro Churkos. Abendessen in einem traditionellen Restaurant in Mekele.
5. Gen Süden nach Lalibela
Durch die weite Landschaft des abessinischen Hochlandes geht es in Richtung Süden nach Lalibela. Auf den Straßen herrscht reges Treiben, denn die Menschen Äthiopiens sind überwiegend zu Fuß mit Herden und Lasttieren unterwegs. Bei einigen Stopps in den Dörfern erleben Sie die ethnische Vielfalt der ansässigen Volksgruppen der Tigray, der Azebo, der Raya, der Afar und der Wollo.
6. Lalibela: Felsenkirchen & Priesterbegegnung
Einen ganzen Tag verbringen wir mit Besichtigungen der faszinierenden Felsenkirchen Lalibelas. Ein Priester begleitet uns und erläutert Baugeschichte, Darstellungen und christliche Tradition. Die durch Gänge und Tunnel verbundenen Kirchen, die tief in den Felsen eingebettet liegen, strahlen eine einzigartige Atmosphäre aus. Insbesondere die kreuzförmige St. Georgskirche ist beeindruckend in ihrer schlichten Symmetrie. Am späteren Nachmittag erleben wir eine traditionelle Kaffeezeremonie bei einer Familie im typisch äthiopischen Haus.
7. Lalibela – Kirchenbesuch & Aufforstungsprojekt
Am Vormittag besichtigen wir eine etwas außerhalb gelegene Felsenkirche am Abune Yosef. Ein Fußmarsch führt bergauf. Der Ausblick lohnt die Mühe! Anschließend Besuch eines Aufforstungsprojektes vor den Toren der Stadt. Eine lokale Initiative hat am alten Olive Mountain vor einigen Jahren begonnen, Olivenbäume neu anzupflanzen, um eine weitere Erosion und Austrocknung der Landschaft zu verhindern. Nach dem Abendessen kehren wir in eine typische Tej-Stube der Stadt ein und kosten von dem hiesigen Tej (= Honigwein). Hier treffen sich allabendlich die Bewohner Lalibelas zum geselligen Beisammensein. Musikalisch wird der Abend von einem der Balladensänger, dem sogenannten Azmari, begleitet. Auf Zuruf baut dieser Texte des Publikums in seinen Gesang ein.
8. Fahrt nach Gondar
Durch die beeindruckende Berglandlandschaft der Simien Mountains erreichen wir Gondar. Die ehemalige Hauptstadt wird wegen des Schlosses oft als Camelot Afrikas bezeichnet. Vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Gondar die Residenz der äthiopischen Herrscher. Das Stadtzentrum ist noch heute geprägt durch die gelben Gebäude, die die Italiener während ihrer Besatzungszeit im Stil der Moderne der dreißiger Jahre errichteten.
9. Die Kaiserstadt Gondar
Besichtigung der gut erhaltenen Schlossgebäude inmitten der Gartenanlage in Begleitung eines örtlichen Historikers. Eine Stippvisite zeigt uns das Bad des Fasilidas, das während des alljährlichen Timkat-Festes zum Schauplatz der traditionellen Taufzeremonien wird. Danach besichtigen wir die Kirche Debre Berhan Sellasie mit ihren kunstvollen Wandmalereien und den geflügelten Engelsköpfen im Gebälk.
10. Naturerlebnisse im Simien-Nationalpark
Fahrt nach Debark. Ein Tag in der Natur des Simien-Nationalparks liegt vor uns, seit 1978 Unesco-Weltnaturerbe. Wir unternehmen eine leichte Wanderung. Mit etwas Glück zeigen sich einige der endemischen Tierarten wie der äthiopische Steinbock, der Blutbrustpavian oder der Bartgeier.
11. Fahrt nach Bahar Dar | Besuch im Dorfprojekt
Auf dem Weg nach Bahar Dar erleben wir die Lebensweise in den Amhara-Dörfern am Wegesrand. Daneben besuchen wir das Projektdorf Awramba und sprechen mit einem der Projektleiter über die ungewöhnliche Gemeinschaftsidee.
12. Der Tanasee: Klöster & Wildkaffee
Heute erwartet uns eine Bootstour auf dem Tanasee. Wir besuchen einige der Klöster auf den immerhin 37 Inseln im See. Daneben sehen wir auf der Halbinsel Zege einen Bestand an wildem Kaffeewald, der von Mönchen gepflegt und geerntet wird. Anschließend unternehmen wir einen Bummel über den Markt von Bahar Dar.
13. Vom Blauen Nil nach Debre Markos
Der »Rauch des Feuers« werden die Wasserfälle des Blauen Nils von den Einheimischen genannt. Die Wassermassen fallen auf einer Breite bis zu 400 Metern aus etwa 45 Metern Höhe in den Flusslauf. Wir unternehmen eine kleine Wandertour. Anschließend Weiterfahrt gen Süden nach Debre Markos mit der gleichnamigen Hauptkirche aus dem 19. Jahrhundert.
14. Über Debre Libanos nach Addis Abeba
Fahrt über Debre Libanos nach Addis Abeba. Durch die tiefe Schlucht des Blauen Nils gelangen wir zum Kloster Debre Libanos aus dem 13. Jahrhundert. Die Klosteranlage zählt noch immer zu den religiösen Zentren des Landes. In der modernen Kirche faszinieren die aufwändigen Mosaike und Buntglasfenster. Von oben bietet sich ein schöner Blick über das Jema-Tal. Weiterfahrt nach Addis Abeba.
15. Begegnungen in Addis Abeba
Am Vormittag besuchen wir das ethnographische Museum. Mittags berichtet der nationale Projektkoordinator der Naturschutz-Organisation NABU International über Projekte zum Schutz der wilden Kaffeewälder und über das Unesco-Biosphären-Reservat in der Kaffa-Region. Abschiedsessen in einem traditionellen Lokal mit der Nationalspeise Injera und traditionellen Tänzen.
16. Heimreise
Rückflug nach Frankfurt.
Unterkünfte:
Jupiter International Hotel, Addis Abeba (1 Nacht)****
Yeha Hotel, Aksum (1 Nacht)***
Gheralta Lodge, Mekele/ Hawson (1 Nacht)***
Yemereha Hotel, Lalibela (3 Nächte)***
Taye Belay Hotel, Gondar (2 Nächte)***
Semien Lodge, Semien Mountains (1 Nacht)***
Hotel Abayminch, Bahar Dar (2 Nächte)***
Shebel Hotel, Debre Markos (1 Nacht)**
Jupiter International Hotel, Addis Abeba (2 Nächte)****
(Änderungen vorbehalten)
Programmhinweise
Es werden voraussichtlich nicht alle Termine von Michelangelo Maraviglia geleitet. Es gibt drei sehr gute Guides vor Ort, die sich abwechseln werden.
Generelle Hinweise
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Veranstalter bis 21 Tage vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten.
Businessclass-Zuschlag auf Anfrage.
Helfen Sie der Umwelt! Ihr freiwilliger Atmosfair-Beitrag: € 85
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2012 | 15.04.2012 | Min. 6, Max. 14 | - | - | |
| 03.11.2012 | 18.11.2012 | Min. 6, Max. 14 | - | - | |
| 22.12.2012 | 06.01.2013 | Min. 6, Max. 14 | - | - |
Preise pro Person
Enthaltene Leistungen
- Linienflüge (Economyclass) mit Ethiopian Airlines ab/bis Frankfurt nach Addis Abeba inkl. Steuern
- Inlandsflug Addis Abeba nach Aksum (Economyclass) inkl. Steuern und Sicherheitsgebühren
- 14 Übernachtungen in Doppelzimmern inklusive Frühstück
- Vollverpflegung außerhalb von Addis Abeba (Tag 3-13)
- Alle Transfers und Rundreise im Kleinbus
- Ausflüge und Besichtigungen inklusive Eintrittsgeldern lt. Reiseverlauf
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- Jeder Teilnehmer erhält einen Reiseführer
Nicht enthaltene Leistungen
- Visum (bei Einreise, z.Zt. USD 20)
- Bahnanreise nach Frankfurt 2. Kl., € 45
- Innerdeutsche Anschlussflüge ab € 150
- Reiserücktrittskosten- und weitere Versicherungen; umfassenden Reiseschutz bietet Ihnen gern unser Partner, dieHanseMerkur
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2012 | 15.04.2012 | Min. 6, Max. 14 | - | - | Abgereist Zur Buchungsanfrage |
| 03.11.2012 | 18.11.2012 | Min. 6, Max. 14 | - | - | Abgereist Zur Buchungsanfrage |
| 22.12.2012 | 06.01.2013 | Min. 6, Max. 14 | - | - | Abgereist Zur Buchungsanfrage |
Preise pro Person
Reisesuche
Kontaktieren Sie uns
Telefon: 040 - 32 80 455 | E-Mail: zeitreisen [at] zeit [dot] de
Reisebegleiter
Herr Michelangelo Maraviglia
Michelangelo Maraviglia, Mickey genannt, ist ein Weltenbummler. Der Äthiopier italienischer Abstammung hat einige Jahre in Süddeutschland gelebt, zuvor in Indien, Ungarn und Italien. Ursprünglich zum Künstler Weiterlesen
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