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St. Petersburg – »Venedig des Nordens«
St. Petersburg scheint aus dem Wasser geboren. In den Armen der Newa spiegeln sich die Fassaden der Paläste des ehemaligen Leningrad, heute auch als »Venedig des Nordens« bekannt. Doch Glanz und Elend liegen nah beieinander in dieser prächtigen Stadt. Sobald Sie die frisch renovierten Prunkstraßen verlassen, wird das enorme Gefälle zwischen Arm und Reich überdeutlich. Ein Viertel der Petersburger leben beengt in Gemeinschaftswohnungen, die sich seit Sowjetzeiten nicht verändert haben. Ihre Reiseleiterin, die St. Petersburgerin Natascha Gluchowa, wird Ihnen die Stadt an der Newa in all dieser Gegensätzlichkeit näherbringen und auch manch Unbekanntes zeigen. Ein Besuch im Deutschen Kulturzentrum gibt Einblicke in das aktuelle Leben in St. Petersburg. Außerdem wird Sie Johannes Voswinkel, Russland-Korrespondent der ZEIT, einen Tag lang begleiten und Sie über seine Arbeit und die aktuelle politische Situation in Russland informieren.
Höhepunkte:
- Das weltberühmte Bernsteinzimmer
- Stadtrundfahrt zum Thema »Großbaustellen und Wohnungen der Neuen Reichen«
- Besuch der Eremitage mit Schatzkammer
- Atelierbesuch bei einem Maler und Gespräch über die Situation der Künstler
- Besuch bei Memorial, der Gesellschaft für Aufklärung und Menschenrechte
- Begleitung durch den ZEIT-Korrespondenten Johannes Voswinkel am vierten Tag
Reiseleiterin:
Natascha Gluchowa
1. Deutschland – St. Petersburg
Flug nach St. Petersburg. Am Nachmittag gemeinsamer Bummel durch die Innenstadt und im Anschluss Besuch des Deutschen Kulturzentrums und Gespräch zum Thema »Aktuelles Leben in St. Petersburg«. Abendessen im Hotel.
2. Vergangenheit und Gegenwart
Besuch eines Gottesdienstes in der Kasaner Kathedrale, die ihren Namen der wundertätigen Ikone »Gottesmutter von Kasan« verdankt. Anschließend Rundfahrt mit Schwerpunkt zum Thema Stadtplanung, vorbei an Großbaustellen und Wohnungen der »Neuen Reichen«. Auf engstem Raum leben nun im Zentrum Arme und reich Gewordene zusammen. Die Verwaltung stellt wenig Geld für dringend notwendige Verbesserungen der maroden kommunalen Infrastruktur bereit, und so bietet die Stadt heute ein permanentes Wechselbild von goldenem Glanz, angenehmer Normalität und nicht zu übersehenden Schattenseiten. Den Abschluss bildet die Isaaks-Kathedrale, berühmt für ihre prachtvolle Ausstattung mit verschiedenen Marmorarten, Malachit, Lapislazuli, Jaspis, vergoldeter Bronze und Deckengemälden von bis zu 800 Quadratmeter Größe. Am Nachmittag Besuch bei Memorial. Diese Gesellschaft wurde 1992 auf Initiative von Bürgerrechtlern um Andrej Sacharow gegründet, um die politischen Repressalien der Stalinzeit zu dokumentieren und den Überlebenden die offizielle Anerkennung ihres Schicksals und soziale Unterstützung zukommen zu lassen.
3. Kunst und Kirche
Die staatliche Eremitage in St. Petersburg gehört zu den herausragenden Museen der Welt, deren unermesslich reiche Bestände das lebendige Gedächtnis vergangener Kulturen und Epochen sind. Die Gründerin ist Katharina II., die 1764 eine Kunstsammlung erwarb und dafür ein eigenes Gebäude bauen ließ, das sie Eremitage nannte. »Ich habe ein ganzes Labyrinth von Zimmern, alles darin ist prächtig. Aber an allem ergötzen sich nur die Mäuse und ich«, schrieb sie 1777. Im Lauf der Zeit wurden schließlich die gesamte Gemäldegalerie wie auch andere Abteilungen der kaiserlichen Kunstsammlungen als Eremitage bezeichnet. Heute zählen die Bestände des Museums drei Millionen Exponate. Sie besichtigen die Gemäldegalerie und die archäologische Schatzkammer mit dem bereits in der Antike sagenumwobenen Gold der Skythen sowie einige Paradesäle, wie beispielsweise den Großen und den Kleinen Thronsaal, den Wappensaal und private Gemächer der Romanow- Familie. Am Nachmittag führt Sie ein Mönch durch das Alexander-Newski-Kloster und gibt Auskunft über das Leben vor Ort. Im Anschluss Besuch des Gottesdienstes
4. Schlösser
Johannes Voswinkel, ZEIT-Korrespondent in Russland, reist eigens für Sie von Moskau nach St. Petersburg und begleitet Sie an diesem Tag. Er lebt seit vielen Jahren in Russland und wird Ihnen von seinem Leben als Auslandskorrespondent berichten und bei Fragen Rede und Antwort stehen. Fahrt nach Zarskoje Selo und Besuch des Katharinen-Palais, der Sommerresidenz der russischen Zaren. Größte Sehenswürdigkeit und architektonisches Zentrum ist das Katharinen-Palais, in den fünfziger Jahren des 18. Jahrhunderts von Bartolomeo Rastrelli für die Kaiserin Elisabeth Petrowna erbaut und nach ihrer Mutter, Katharina I., benannt. Neben dem berühmten rekonstruierten Bernsteinzimmer bietet die Restauratorenwerkstatt einen weiteren Höhepunkt. Weiterfahrt nach Pawlowsk und Besichtigung des Schlosses. 1777 schenkte Katharina die Große dieses riesige Areal ihrem Sohn Paul I. für eine eigene Sommerresidenz, anlässlich der Geburt seines Sohnes Alexander I. Die Architekten Charles Cameron und Pietro Gonganza schufen auf einer Fläche von über 600 Hektar eine scheinbar unberührte Naturlandschaft und damit den bis heute größten und einen der schönsten Landschaftsparks Europas.
5. Zwischen Markthalle und Nobelmarken
Besuch einer traditionellen Markthalle. Große Mengen an Fleisch und Wurst auf eiskalten Marmorplatten, zu Pyramiden aufgetürmte Pfirsiche und Kohlköpfe warten dort auf Käufer. Dicke Marktfrauen preisen Salzgurken an, und kaukasische Gemüsehändler versuchen mit allerlei Scherzen, Kunden auf ihre Waren aufmerksam zu machen. Im Anschluss flanieren Sie durch den Kaufhauskomplex Gostinnij Dvor im Herzen der Stadt, dessen Geschichte eng mit der Historie St. Petersburgs verknüpft ist. Seit drei Jahrhunderten ist es die repräsentativste Einkaufsmöglichkeit der Stadt. Im 18. Jahrhundert boten in seinem Hof Handwerker und Kaufleute ihre Waren feil, heute ist es ein schicker, moderner Kaufhauskomplex mit über 450 russischen und internationalen Marken. Am Nachmittag Atelierbesuch, bei dem Sie mehr über die Situation der Künstler und deren Arbeitsbedingungen erfahren. Abendessen bei einer russischen Familie. Hier hören Sie unter anderem, wo die »normale Petersburgerin« einkauft
6. St. Petersburg – Deutschland
Fahrt zum Museumsschiff, dem Panzerkeuzer »Aurora«. Am 25. Oktober 1917 fiel ein für die Weltgeschichte folgenschwerer Schuss: Das Signal zum Sturm auf den Winterpalast gab für alle deutlich hörbar die »Aurora« mit ihrer Bordkanone – sozusagen die Initialzündung der Oktoberrevolution. Bei einem Rundgang werden unter anderem die Lebensbedingungen an Bord in den zwanziger Jahren demonstriert. Dabei erfahren Sie auch einige Kuriositäten, beispielsweise dass jedem Matrosen pro Tag exakt 123 Gramm Wodka und 3,2 Gramm Teeblätter zustanden. Alle fünf Jahre bekam jeder außerdem sechs Mützen und 15 Paar Socken. Im Anschluss Fahrt zur Peter-und-Paul-Festung, Keimzelle von St. Petersburg auf einer kleinen Insel im Newadelta. Besichtigung der Peter-und-Paul-Kathedrale und der Grabkapelle. Die Kathedrale ist nicht nur das höchste Gebäude St. Petersburgs, sondern auch die höchste Kathedrale in Russland. Der vergoldete Engel auf der Spitze ist ein Wahrzeichen der Stadt. Zeit für eine Pause in einem Café oder Teehaus, bevor es heißt: Abschied nehmen! Transfer zum Flughafen und Rückflug.
Unterkunft:
Hotel Moskwa, St. Petersburg (5 Nächte) ****
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 19.09.2010 | 24.09.2010 | Min. 15, Max. 25 | - | - | |
| 01.05.2011 | 06.05.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | |
| 12.06.2011 | 17.06.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | |
| 18.09.2011 | 23.09.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | |
| 02.10.2011 | 07.10.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - |
Preise pro Person
Enthaltene Leistungen
- Linienflüge in der Economyclass mit Lufthansa ab/bis Frankfurt
- Fünf Übernachtungen im Vier-Sterne- Hotel inklusive Halbpension (Abendessen zum Teil außerhalb des Hotels)
- Alle Transfers, Eintrittsgelder und Besichtigungen gemäß Reiseverlauf
- Begleitung durch den ZEIT-Korrespondenten Johannes Voswinkel am vierten Tag
- Jeder Teilnehmer erhält einen DuMont-Reiseführer
Nicht enthaltene Leistungen
- Innerdeutsche Anschlussflüge mit Lufthansa: € 75
- Luftverkehrssteuer
- Visum für Russland: € 80 (Antrag vier Wochen vor Abreise)
- Reiserücktrittskostenversicherung
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 19.09.2010 | 24.09.2010 | Min. 15, Max. 25 | - | - | Abgereist |
| 01.05.2011 | 06.05.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | Abgereist |
| 12.06.2011 | 17.06.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | Abgereist |
| 18.09.2011 | 23.09.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | Abgereist |
| 02.10.2011 | 07.10.2011 | Min. 15, Max. 25 | - | - | Abgereist |
Preise pro Person
Reisesuche
Kontaktieren Sie uns
Telefon: 040 - 32 80 455 | E-Mail: zeitreisen [at] zeit [dot] de
Reisebegleiter
Frau Natascha Gluchowa
Natascha Gluchowa ist gebürtige Russin und leitet seit über 15 Jahren Studienreisen durch Russland, vorwiegend in St. Petersburg. Sie besitzt daher wertvolles Insiderwissen. Weiterlesen
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