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Marokko – Zu Fuß durch den Antiatlas
Marokkos Süden hat einen ganz besonderen Charme. Die Gegend wirkt afrikanischer als der Norden und ist von wüstenhaftem Klima geprägt. In den Tälern schmiegen sich wehrhafte Dörfer mit würfelförmigen Häusern an die Terrassenhänge. Sanfte Erdfarben von Rosa bis Braun und Ocker strahlen im warmen Licht des Südens wie von Malerhand komponiert! Die Palmen rauschen in den Oasen und als grüne Farbkleckse kündigen sich beim Wandern die Gärten der Berberdörfer in der Ferne an. Im Frühjahr blühen die Mandelbäume, im Herbst herrscht typische Erntestimmung. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch das schöne Bergtal von Ait Baha gelangen Sie nach Tafraoute, in den Hauptort des Antiatlas. Es ist das Zentrum der Ammeln, eines Berbervolks, und liegt harmonisch in einer Landschaft aus im Abendlicht rot leuchtenden Granitfelsen. Sie wandern fünf Tage lang durch traditionelle Dörfer und Oasen, über kleine Bergpässe und zum höchsten Gipfel, dem Djebel Aklim (2.531 Meter). Bis zu den Bergspitzen des Hohen Atlas und zur Sahara reicht die Aussicht! Erleben Sie die weniger bekannte Seite Marokkos – seine südlichste Bergkette, den Antiatlas, auch Kleiner Atlas genannt! Vervollständigt wird das Potpourri aus wüstenhafter Berglandschaft, abgelegenen Dörfern, leuchtenden Farben und fruchtbaren Oasen durch den Besuch von Taroudannt. Mit seiner quirligen Medina, der imposanten Stadtmauer und dem orientalischen Flair gilt es zu Recht als »Marrakesch en miniature«.
Höhepunkte:
- Fünftägiges Trekking durch das Wüstengebirge des Antiatlas
- Leichte Besteigung des Djebel Aklim (2.531 Meter)
- Das Tal der Ammeln: Rosa Granitfelsen, rote Häuser und grüne Palmen
- Authentische Berberdörfer, grüne Oasen und traditionelle Speicherburgen
- Taroudannt, das »Marrakesch en miniature«
- Entdecken des kaum bekannten Marokko: Die Intensität des Südens
Reiseleiter:
Christine Sindele
1. Flug nach Agadir | Fahrt ins Ait-Baha-Tal
Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca und am frühen Abend weiter nach Agadir. Ankunft in Agadir und Transfer zu einem einfachen Hotel in Ait Baha.
2. Fahrt in den Antiatlas | Tal der Ammeln
Morgens fahren wir durch das Tal von Ait Baha, eine wildromantische Fels- und Hügellandschaft im südlichen Atlas. Das auch Antiatlas genannte Gebirge ist eines der ältesten der Welt. Hier lebt der Volksstamm der Chleuh-Berber, die seit jeher bekannt sind für den Handel mit edlen Gewürzen. Ihre Speicherburgen (Agadire) auf den Bergen werden wir unterwegs immer wieder sehen. Vorbei an traditionellen Dörfern, die am Hang zu kleben scheinen, erreichen wir das Dorf Oumesnat. In einem traditionellen Lehmhaus werden wir mehr über das Leben der Ammeln erfahren, die zum Stamm der Chleuh-Berber gehören. Nach marokkanischer Tradition wird uns ein duftender Thé à la menthe, der süße Minztee angeboten. Wir befinden uns im Tal der Ammeln und besuchen das traditionelle Dorf Adai, das unterhalb tiefroter Granitfelsen am Hang gebaut ist. Typisch für das Tal der Ammeln ist die teils spärliche Gebirgsvegetation – Farbe und Form bieten die abwechslungsreiche Granitlandschaft und die grünen Oasen mit Palmen und vielen Mandelbäumen. Diese erstrahlen meist im Februar in voller Blüte. Eine Besonderheit ist das charakteristische Licht des Südens, das der Landschaft vor allem gegen Abend eine intensive Färbung gibt. Wir erreichen Tafraoute, dessen Häuser wunderschön in den unterschiedlichen Farben Rosa, Ocker, Rot, Orange getüncht sind.
Gehzeit: 1 Stunde
3. Bergsicht, Berber-Dörfer und Speicherburgen
Wir überqueren mit dem Bus den 1.500 Meter hohen Pass Tizi n’Tarakitine und erfreuen uns an der Aussicht über die Vorwüstenlandschaft und die Südhänge des Antiatlas. Die Hauptstraße verlassen wir bald, passieren eine holprige Strecke und erreichen zu Fuß das Agadir Tasguent. Die gut erhaltene Speicherburg birgt mehr als 200 Speicherräume, die bienenwabenartig aufeinander gebaut sind und noch immer genutzt werden. Igherm (1.600 Meter), der Startpunkt unseres Trekkings, war Umschlagplatz für die Karawanen. Hier blühte jahrhundertelang der Handel mit Töpferwaren und Wassergefäßen. Wir laden unser Gepäck sowie Küchen- und Zeltausrüstung auf die Mulis, wandern eine Stunde lang und errichten bald unser erstes Lager.
Gehzeit: 1 bis 1,5 Stunden / - 200 m
4. Trekking durch Oasen und Dörfer
Ein intensiver Wandertag liegt vor uns. Über einen kleinen Pass gelangen wir in ein weites Tal. Die Landschaft ist wüstenhaft, in Sand- und Ockerfarben getaucht. Eine Oase – ein grüner Farbtupfer – kündigt das aus wenigen, würfelförmigen Häusern bestehende Dorf Amal an. Kleine Getreidefelder und Obstbäume gedeihen hier. Die Bewohner nutzen das wenige vorhandene Wasser mit viel Geschick. Im bereits intensiver werdenden Nachmittagslicht nähern wir uns dem Dorf Tagdicht und bauen unsere Zelte auf. Gehzeit: 6,5 bis 7 Stunden / + 300 m, - 400 m
5. Herrliche Aussichten vom Djebel Aklim
Wir wandern mit Blick auf die Bergketten des Antiatlas Richtung Djebel Aklim. Der 2.531 Meter hohe Gipfel zählt zu den höchsten Bergen des Antiatlas. Dank seiner idealen Lage ist die Fernsicht von diesem Berg sowohl in Richtung der Wüstenebene als auch in Richtung des Hohen Atlas möglich. Kurz vor dem Gipfel erreichen wir ein Hochplateau und wandern über Geröllwege hinauf, bis sich uns eine herrliche Rundsicht bietet. Wir steigen ab zu unserem Camp bei Tagragra.
Gehzeit: 6 Stunden / + 1200 m, - 1000 m
6. Abgelegene Dörfer: Trekkers Glück
Wir verlassen Tagragra und setzen unser Trekking fort, durch verschiedene abgelegene Dörfer, durch Olivenhaine und Getreidefelder, die im Herbst golden leuchten. Unser Camp erreichen wir heute nach längeren Abstiegen unweit des Dorfes Irtem.
Gehzeit: 5 Stunden / + 100 m, - 1030 m
7. Oasen und ein überdimensionaler »Tajine-Topf«
Dieser Tag ist weniger anstrengend als der gestrige, da weniger Höhenmeter zu bewältigen sind. Über zwei kleine Pässe wandern wir zum Dorf Irtem, das sich wie ein belebter grüner Fleck von der bizarren, rötlichen Berglandschaft abhebt. Getreidefelder – im Frühling üppig grün, im Spätsommer goldgelb leuchtend – wechseln sich ab mit Olivenbäumen. Im Ort gibt es heute noch eine traditionelle Olivenmühle. Die nächste, sehr fruchtbare Oase ist M’dint Oummouch. Sie gleicht einer typisch orientalischen Wüstenoase: Vor einer ockerfarbenen Felswand stehen schlanke, hohe Palmen, und die würfelförmigen Lehm- und Steinbauten fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Hier wachsen auch Arganbäume, die nur in Marokko vorkommen. Aus ihren Früchten wird in mühsamer Kleinarbeit ein sehr wertvolles Öl gewonnen, das für die Zubereitung von Speisen und Kosmetik verwendet wird. An ein typisch marokkanisches Kochgefäß aus Lehm, den Tajine-Topf, erinnert die Form des Adrar Kims, eines Berges, der sich in der Nähe erhebt. Unser Camp errichten wir nachmittags unweit eines Bergdorfes. Gehzeit: 5 Stunden / + 800 m, - 650 m
8. Antiatlas intensiv | Fahrt nach Taroudannt
Über Pässe und Täler wandern wir heute durch die für den Antiatlas charakteristische Landschaft mit felsigen Wüstengebieten, Dattelpalmen, Plateaubergen und weiten Tälern. Noch einmal bieten sich uns großartige Aussichten auf die Djebel- Aklim-Kette. Wir erreichen das Dorf Anammer, eine Ansammlung rosa bemalter Häuser; selbst das viereckige Minarett der Moschee ist rosafarben mit weißen Rändern. Im Gegensatz zu Nordmarokko, wo die Dörfer in kühlem Blau oder Weiß gehalten sind, werden die Dörfer im Süden Marokkos von warmen Erdfarben beherrscht. Fahrt nach Taroudannt, wo wir ein gutes Hotel in einem ehemaligen Paschapalast beziehen, umgeben von einem Garten und integriert in die mächtige Stadtmauer. Rest des Tages zur freien Verfügung und Erholung. Durch die ideale Lage des Hotels haben wir auch die Möglichkeit, bereits heute individuell durch die Altstadt von Taroudannt zu spazieren. Gehzeit: 5 Stunden / + 450 m, - 200 m
9. Besichtigung der Medina von Taroudannt
Morgens wird uns ein einheimischer Führer die sehenswerte Altstadt und ihre imposante Stadtmauer zeigen. Wir streifen durch die verwinkelten Gassen und den Basar von Taroudannt, das auch liebevoll »Marrakesch en miniature« genannt wird. Die Medina mit ihrem orientalischen Flair ist in der Tat sehr sehenswert, wird aber wesentlich seltener besucht als Marrakesch. Nach dem Mittagessen haben wir noch etwas Zeit, uns noch ein wenig durch die Medina treiben zu lassen. Am späten Nachmittag Fahrt nach Agadir und Übernachtung im Hotel.
10. Heimreise
Unser Bus bringt uns früh morgens zum Flughafen für den Heimflug über Casablanca nach Frankfurt. Ankunft um die Mittagszeit.
Unterkünfte:
Al Adarissal Hotel, Ait Baha (1 Nacht) ***
Des Amandiers, Tafraoute (1 Nacht) ***
Antiatlas, Zelt (5 Nächte), ursprünglich
Palais Salam, Taroudannt (1 Nacht) ****
Argana Hotel, Agadir (1 Nacht) ***+
(Änderungen vorbehalten!)
Generelle Hinweise
Charakter der Tour und Anforderungen Für die durchschnittlich fünf- bis sechsstündigen Wanderetappen (einmal auch bis zu sieben Stunden) müssen Sie über gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint ist sicheres Gehen in unterschiedlich beschaffenem Gelände). Die Wege führen oft über Geröll oder Fels, manchmal handelt es sich um Verbindungspfade der Dorfbevölkerung. Ab und zu geht es über weglose Passagen in offenem Berggelände. Während des Trekkings tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten für unterwegs (Pullover/Fleece, Windschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche etc.). Den Transport des Hauptgepäcks sowie der gesamten Küchen- und Zeltausrüstung übernimmt ein Begleitfahrzeug. Ein Koch sorgt während des Trekkings für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Trotzdem bitten wir Sie, während des Zeltens aktiv und kameradschaftlich mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Zelte). Ein guter Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei. Beim Trekking bereitet Ihr Koch die Mahlzeiten zu: Während der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meistens wird eine bunte Salatplatte mit Brot sowie Käse oder Fisch aus der Dose gereicht. Morgens stehen Brot, Käse, Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Abends gibt es eine warme Mahlzeit mit Suppe und einem Hauptgericht, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln mit Beilagen besteht. Zum Abschluss gibt es meistens einen Nachtisch und Pfefferminztee. Vor Beginn des Trekkings können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser einkaufen. Während des Trekkings schlafen Sie in Zwei-Personen-Zelten mit Schaumstoffmatten. Ein Toilettenzelt wird aufgebaut und steht bis morgens zur Verfügung. Für die Mahlzeiten wird ein Messezelt, ähnlich einem Nomadenzelt, aufgebaut. Die Speisen werden - wie im Orient üblich - am Boden auf Schaumstoffmatten (= Schlafmatten) sitzend eingenommen. Hocker oder Klapptische, wie sie z.Bsp. in Nepal üblich sind, werden nicht mitgeführt.
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Veranstalter bis spätestens 14 Tage vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 18.02.2011 | 27.02.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | |
| 04.03.2011 | 13.03.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | |
| 28.10.2011 | 06.11.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | |
| 18.11.2011 | 27.11.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - |
Preise pro Person
Enthaltene Leistungen
- Linienflüge (Economyclass) mit Royal Air Maroc ab/bis Frankfurt inklusive Steuern und Gebühren
- Neun Übernachtungen (vier Nächte im Hotel, fünf Nächte im Zelt) inklusive Vollpension
- Alle Transfers und Rundreise
- Koch- und Begleitmannschaft
- Gepäcktransport durch Begleitfahrzeug
- Versicherungspaket im Wert von € 76: Reiserücktritts-, Reisehaftpflicht- und Reisekrankenversicherung mit medizinischer Notfallhilfe und Rundum-Sorglos-Service
- Jeder Teilnehmer erhält einen DuMont-Reiseführer
Nicht enthaltene Leistungen
- Ermäßigte Bahnfahrkarte innerhalb Deutschlands (Bitte bei Anmeldung Abfahrtsbahnhof und gegebenenfalls Besitz einer Bahncard angeben!)
- Luftverkehrssteuer
- Getränke (auch Mineralwasser)
- Trinkgelder
- Einzelzeltzuschlag: 50,- €
| Beginn | Ende | Anzahl Teilnehmer | Preis | EZ-Zuschlag | |
|---|---|---|---|---|---|
| 18.02.2011 | 27.02.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | Abgereist |
| 04.03.2011 | 13.03.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | Abgereist |
| 28.10.2011 | 06.11.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | Abgereist |
| 18.11.2011 | 27.11.2011 | Min. 10, Max. 14 | - | - | Abgereist |
Preise pro Person
Reisesuche
Kontaktieren Sie uns
Telefon: 040 - 32 80 455 | E-Mail: zeitreisen [at] zeit [dot] de
Reisebegleiter
Frau Christine Sindele
Christine Sindele lebt zum Teil in Marokko und sieht sich als Vermittlerin zwischen den Kulturen. Sie möchte einen vielseitigen und intensiven Eindruck des Landes verschaffen. Weiterlesen
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Kommentare zur Reise
(1 Kommentar)Flug Melbourne - Agadir
Hallo Herr Grieb, preislich dürfte es das günstigste sein, wenn Sie sich ein Ticket für die Flüge Melbourne – Frankfurt und zurück kaufen und dann mit der Gruppe von Frankfurt nach Agadir und zurück fliegen. Eine andere Möglichkeit wäre, mit Emirates oder Etihad über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Casablanca zu fliegen, dann mit der Royal Air Maroc Casablanca – Agadir / Agadir - Frankfurt und ab Frankfurt wieder mit Emirates oder Etihad zurück nach Australien. Beste Grüße, Olav Clemens
Marokko - Zu Fuss
Wie fliege ich von Melbourne, Australien nach Agadir und danach weiter nach Deutschland und zurueck nach Melbourne?
Atlasgebirge
Kenne das Atlasgebirge im Norden und im Süden durch div. Fahrradtouren. Kann auch eine Trecking-Tour -wie angeboten- nur empfehlen. H.F.
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